Predigt
Charismatischer Gottesdienst
Pfarrkirche Illerberg
29. Juli 2010, Gedenktag der hl. Marta
Lesung 1 Joh 4,7-16
Worin besteht die Liebe?
Darin dass Gott uns geliebt hat.
Was ist das für eine Liebe? Eben göttlich. Dh: nicht menschlich.
Unsere menschliche Liebe: wie wir (begrenzt, bedingt)
Gott unbegrenzt, unbedingt.
Wenn wir das be-greifen, werden wir liebesfähig.
Göttliche Liebe will in uns gott-menschliche Liebe werden.
Nicht irgendeine Tugendübung.
Sie macht unser Tun erst menschlich.
Ohne diese Liebe ist unser Tun – vielleicht sehr eifrig, aber unmenschlich, unchristlich.
Schenkende, helfende, verzeihende Liebe Ist Antwort auf die Liebe Gottes zu uns. – Größe unserer Berufung.
Lk 10,38-42:
Das ist die Geschichte vom Besuch Jesu bei Martha und Maria.
Lukas erzählt in seinem Sondergut von einer Frau namens Marta, die Jesus in ihrem Haus Unterkunft gewährte.
Nur nebenbei kommt die Rede auf Maria, die Schwester der Gastgeberin: sie setzt sich zu Füßen nieder und hört auf sein Wort.
Die Szene springt sofort wieder zurück zu der geschäftigen Maria; sie ist um das leibliche Wohl des Gastes besorgt, und sie beschwert sich bei Jesus über die Untätigkeit ihrer Schwester Maria.
Jesus antwortet nun der Marta und spricht sie direkt an: Dadurch tritt Maria auf der thematischen Ebene in den Mittelpunkt: Sie hat den besseren Teil erwählt, der ihr nicht genommen wird.
Was ist denn dieses „Eine Notwendige“, der „Bessere Teil“?
Es geht um Probleme in der Gemeinde, und diese werden in den Verhaltensweisen der beiden Schwestern dargestellt.
In der Gemeinde des Lukas scheint sich ein geschäftlicher christlicher Aktivismus breitgemacht zu haben.
Möglicherweise will Lukas mit seiner verhaltenen Kritik an der dienenden Marta ein Korrektiv zur Werkfrömmigkeit geben: Der Liebesdienst ist wichtig, aber er darf den Wort-Dienst, das Hören des Worte, nicht verdrängen.
Der Liebesdienst darf uns nicht taub machen für das Hören des Wortes Gottes.
Die Prioritäten waren also in der Gemeinde falsch gesetzt.
Das scheint also scheint nach Lukas das „Eine Notwendige“ zu sein: Der Bessere Teil.
Blicken wir uns noch etwas um im Lukas-Evangelium, ob wir dafür eine Bestätigung finden. Ich werde jetzt einfach die Stellen aus dem Lukas-Evangelium vorlesen, an denen vom Hören des Wortes die Rede ist.
• Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? (6,46) – Unsere Taten zeigen besser als unsere Reden, was wirklich in uns steckt.
• Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. (6.47.48) – Das Gleichnis vom Hausbau bildet bei Lukas den Abschluß der Feldrede. Beim Bauen kommt alles auf das feste Fundament an, beim Hören des Wortes kommt es auf das Tun an.
• Wer Ohren hat zum Hören, der höre! (8,8) – Viele Menschen kamen zu Jesus und hörten ihm zu, aber nur wenige hielten bei ihm und seinem Wort aus.
• Auf guten Boden ist der Same bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und durch ihre Ausdauer Frucht bringen. (8,15). – Der Ackerboden kann nichts dafür, dass er gut oder schlecht ist. Aber von uns, den Hörern des Wortes wird verlangt, dass wir „mit gutem und aufrichtigem Herzen“ hören und Frucht bringen.
• Gebt also acht, dass ihr richtig zuhört! (8,18) – Die Leute in Nazareth haben auch „gehört“, aber in einer solchen Weise, dass sie Jesus ablehnten. Nur wenn wir die Botschaft richtig gehört und in uns aufgenommen haben, können wir sie anderen weitergeben.
• Meine Mutter und eine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln. (8,21). – Vom Hören des Wortes Gottes war im Gleichnis vom Sämann und in der Auslegung dieses Gleichnisses die Rede. Das rechte Hören, das Festhalten am Wort und das Leben nach dem Wort Jesu – das und nichts anderes führt in seine Nähe. Nicht durch blutmäßige Abstammung wird man Verwandter Jesu. Das müssen seine Blutsverwandten lernen, die aus Nazareth gekommen sind, um ihn zu sehen.
• Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu (10,39). – Jesus lässt sich bewirten, „aber nur eines ist notwendig“: die Gabe, die er bringt und die er selber ist. Jesus ist Wort: in dem, was er sagt, und in dem, was er tut oder leidet. Dieses Wort hören oder aufnehmen, das ist das eine Notwendige. – Was heißt Lieben? Lieben heißt, aus dem HÖREN des Wortes heraus handeln. Diese Erzählung handelt vom Geheimnis des Redens Jesu und vom Hören des Menschen. Wo gehört wird, kommt es zum rechten Handeln.
• Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen (11,28). – Wo Jesus spricht und handelt, kommt über die Menschen Gottes Herrschaft und sein Reich. Und der hörende Mensch empfängt eine neue Fähigkeit zur Mitfreude, zur Freiheit am Wort. Das hat die Frau erfahren, die auf einmal nicht mehr schweigen konnte und die Mutter Jesu glücklich preisen musste. Daraufhin stellt Jesus etwas klar: 1. Maria ist nicht deswegen glücklich zu preisen, weil sie die Mutter Jesu ist, sondern weil sie zu denen gehört, „die das Wort Gottes hören und es befolgen“; 2. Maria ist die vollkommene Hörerin des Wortes, aber sie ist nicht die einzige; alle, die das Worte hören und es befolgen, haben Gemeinschaft mit Jesus, und sie alle sind glücklich zu preisen.
So dürfte deutlich geworden sein, was mit dem „Einen Notwendigen“ gemeint ist.
An die Stelle der vielen Sorgen um das Irdische muss die zentrale Sorge um das Reich Gottes treten. Und das Reich Gottes kann man ja nur erlangen durch das Hören auf das Wort Jesu.
Die Herausforderung an mich besteht darin, beides zu sein: Marta und Maria, der im Tätigsein kontemplative Mensch, dessen Arbeit für den Herrn durch ständigen vertrauten Umgang mit ihm belebt wird.
Ist das für mich eine Herausforderung, oder habe ich mich für ein Tätigsein entschieden, welches vorher und nachher von einigen Gebeten eingerahmt ist?
Wie kann ich dann unterscheiden: den Anruf Jesu an mich – von den Anforderungen, die ich an mich stelle und mit denen ich mich eventuell überfordere?
Donnerstag, 29. Juli 2010
Mittwoch, 28. Juli 2010
Berufung: Aktion Gottes und Reaktion des Menschen. Oder: Wie Gott sich durchsetzt
Predigt
Am Mittwoch der 17. Woche im Jahreskreis (II)
Stadtpfarrkirche Heilig Geist, München
28. Juli 2010, 19 Uhr
Jeremia 15,10.16-21
• Gott beruft Menschen, seine Initiative.
• Lesung: wie eine Zusammenfassung des Dramas eines Propheten.
• Auf der einen Seite: Wort Gottes. Prophet ist dem Wort Gottes gefolgt, mit Freude, es war Nahrung, gab ihm Kraft.
• Kamen Worte von dir, so verschlang ich sie. Dein Wort war mit Glück und Herzensfreude. Denn dein Name ist über mir ausgerufen. Herr, Gott der Heere (V.16).
• Jesus: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat (Joh 4,34).
• So konnte er am Volk seinen Dienst tun.
• Auf der anderen Seite: Nicht immer ein Zuckerschlecken für den Berufenen: Abraham, Mose, Paulus. Sie beklagten sich.
• Jeremia hat sein Leben in den Dienst des Wortes Gottes gestellt, damit das Volk sich bekehrt.
• Jeremia hat auf viele Annehmlichkeiten verzichtet.
• Jeremia tat auch noch Fürbitte für sein Volk. Aber: es wird nicht wahrgenommen, nicht gedankt.
• Man kennt ihn nur als den Unheilspropheten. Darum hat er nur Feinde.
• Er sieht sich von Anklägern umgeben, die ihn verachten.
• Und darum jetzt: der Schmerz eines enttäuschten Herzens explodiert in einer bitteren Anklage gegen Jahwe (V.17.18).
• Jeremia klagt laut und eindringlich, fühlt sich seinen Feinden schutzlos ausgeliefert.
• Gott, in dessen Dienst er steht, hilft ihm nicht: fordert immer nur von ihm;
o versagt ihm jeden Trost;
o versagt ihm menschliche Gemeinschaft und Freundschaft;
o läßt ihn im Stich – wie ein versiegender Bach.
• Gott antwortet zweifach: 1. Forderung. Gott entläßt den Propheten nicht aus Dienst. Er soll weiterhin sein Mund sein (V.19).
• Gott hält an Berufung fest. Jeremia muß weiterhin den anderen Umkehr predigen.
• Gott stellt eine Bedingung: Jeremia soll selbst umkehren und nicht mehr so reden, wie er es eben getan hat.
• Redest du Edles und nichts Gemeines, dann darfst du mir wieder Mund sein. (V.19).
• Was tut Gott? Gott antwortet. Wie? Gott lädt ein. Wozu? Zur Umkehr.
• Wie an anderer Stelle: Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne, ich will eure Abtrünnigkeit heilen (Jer 3,22). Wenn du umkehren willst, darfst du zu mir zurückkehren (Jer 4,1).
• Gott antwortet 2. Mit einer Zusage: ER werde zu der Zusage stehen, die ER ihm bei Berufung gegeben hat. Ich bin mit dir.
• Und das Wunder geschieht: Der Prophet kehrt um, er bekehrt sich.
• Zusagen: Vers 20.21.
• Beistandszusage: Er erfährt den Schutz Jahwes.
• Gottesbeziehung: Er wird gefestigt im Glauben, d.h. in seiner Gottesbeziehung.
• Umkehr bestärkt ihn in seiner Berufung. Er geht gestärkt aus seiner Gottesanklage hervor.
• Für ihn war es ein schmerzvoller Prozeß, um fähig zu werden, um erneut seine Antwort auf den Ruf Gottes zu geben.
• Jeremia zeigt den Konflikt: für uns alle, wenn wir unserer Berufung folgen, dann zwischen a) Widerstand durch Umwelt und b) unseren eigenen Zweifel.
• Schmerzlich: das Gute zu wollen, und genau deswegen von denen angefeindet zu werden, denen das Heil gilt.
• Bei Jeremia und bei allen, die heute den Anspruch Gottes in der Welt aufrechterhalten: ohne den Verlockungen zu schmeicheln, ohne die Sünde zu verharmlosen oder zu rechtfertigen.
• Jeremia, keine depressive Resignation, er wurde aktiv:
o Trat in den Dialog mit Gott,
o fordert ihn heraus,
o zog ihn zur Rechenschaft.
• War Gott – ist Gott wie ein versiegender Bach?, wie ein unzuverlässiges Wasser?, hat Gott ihn mit Groll angefüllt? – wie Jeremia klagte.
• Mußte seine ihm von Gott anvertraute Mission scheitern? Mußte er, Jeremia, scheitern, ausgerechnet dadurch, daß er von Gott mit einem Heilswerk beauftragt war? Was tut Gott? Warum unterstützt Gott nicht besser seinen Berufenen?
• Sollte es vielleicht so gewesen sein: dass Gott nicht so ist, sondern daß Jeremia Gott zum Opfer seiner Projektionen gemacht hat? Dass Gott zum Opfer der Projektion des Jeremia geworden ist?
• Das würde bedeuten: Dass Jeremia sich geirrt hat in Bezug auf das Wesen Gottes.
• Wenn es so war, dann mußte ihm das erst mal bewusst werden.
• Jeremia mußte seine Zweifel, Gottesanklage hinausschreien – nicht in die Anonymität des Kosmos, sondern an die Adresse Gottes, persönlich.
• Und Gott hält das aus. Gott erlaubt uns, ihm unsere Zweifel vorzutragen, ihn anzuklagen.
• Und genau dadurch kehrte Jeremia um, wandte er sich Gott zu, macht er eine Entdeckung:
• Er versteht: Nur dieses unbedingte Vertrauen kann seine wahre Antwort auf den Ruf Gottes sein.
• Bei uns kann es nicht anders sein: Wenn wir so vertrauen, können wir unsere Mission erfüllen.
• Sich so Gott übergeben: das ist Treue, Glaube, Vertrauen in das Geheimnis Gottes, eine bewährte Freiheit.
• Und darum wirbt Gott um uns und bittet uns.
Am Mittwoch der 17. Woche im Jahreskreis (II)
Stadtpfarrkirche Heilig Geist, München
28. Juli 2010, 19 Uhr
Jeremia 15,10.16-21
• Gott beruft Menschen, seine Initiative.
• Lesung: wie eine Zusammenfassung des Dramas eines Propheten.
• Auf der einen Seite: Wort Gottes. Prophet ist dem Wort Gottes gefolgt, mit Freude, es war Nahrung, gab ihm Kraft.
• Kamen Worte von dir, so verschlang ich sie. Dein Wort war mit Glück und Herzensfreude. Denn dein Name ist über mir ausgerufen. Herr, Gott der Heere (V.16).
• Jesus: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat (Joh 4,34).
• So konnte er am Volk seinen Dienst tun.
• Auf der anderen Seite: Nicht immer ein Zuckerschlecken für den Berufenen: Abraham, Mose, Paulus. Sie beklagten sich.
• Jeremia hat sein Leben in den Dienst des Wortes Gottes gestellt, damit das Volk sich bekehrt.
• Jeremia hat auf viele Annehmlichkeiten verzichtet.
• Jeremia tat auch noch Fürbitte für sein Volk. Aber: es wird nicht wahrgenommen, nicht gedankt.
• Man kennt ihn nur als den Unheilspropheten. Darum hat er nur Feinde.
• Er sieht sich von Anklägern umgeben, die ihn verachten.
• Und darum jetzt: der Schmerz eines enttäuschten Herzens explodiert in einer bitteren Anklage gegen Jahwe (V.17.18).
• Jeremia klagt laut und eindringlich, fühlt sich seinen Feinden schutzlos ausgeliefert.
• Gott, in dessen Dienst er steht, hilft ihm nicht: fordert immer nur von ihm;
o versagt ihm jeden Trost;
o versagt ihm menschliche Gemeinschaft und Freundschaft;
o läßt ihn im Stich – wie ein versiegender Bach.
• Gott antwortet zweifach: 1. Forderung. Gott entläßt den Propheten nicht aus Dienst. Er soll weiterhin sein Mund sein (V.19).
• Gott hält an Berufung fest. Jeremia muß weiterhin den anderen Umkehr predigen.
• Gott stellt eine Bedingung: Jeremia soll selbst umkehren und nicht mehr so reden, wie er es eben getan hat.
• Redest du Edles und nichts Gemeines, dann darfst du mir wieder Mund sein. (V.19).
• Was tut Gott? Gott antwortet. Wie? Gott lädt ein. Wozu? Zur Umkehr.
• Wie an anderer Stelle: Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne, ich will eure Abtrünnigkeit heilen (Jer 3,22). Wenn du umkehren willst, darfst du zu mir zurückkehren (Jer 4,1).
• Gott antwortet 2. Mit einer Zusage: ER werde zu der Zusage stehen, die ER ihm bei Berufung gegeben hat. Ich bin mit dir.
• Und das Wunder geschieht: Der Prophet kehrt um, er bekehrt sich.
• Zusagen: Vers 20.21.
• Beistandszusage: Er erfährt den Schutz Jahwes.
• Gottesbeziehung: Er wird gefestigt im Glauben, d.h. in seiner Gottesbeziehung.
• Umkehr bestärkt ihn in seiner Berufung. Er geht gestärkt aus seiner Gottesanklage hervor.
• Für ihn war es ein schmerzvoller Prozeß, um fähig zu werden, um erneut seine Antwort auf den Ruf Gottes zu geben.
• Jeremia zeigt den Konflikt: für uns alle, wenn wir unserer Berufung folgen, dann zwischen a) Widerstand durch Umwelt und b) unseren eigenen Zweifel.
• Schmerzlich: das Gute zu wollen, und genau deswegen von denen angefeindet zu werden, denen das Heil gilt.
• Bei Jeremia und bei allen, die heute den Anspruch Gottes in der Welt aufrechterhalten: ohne den Verlockungen zu schmeicheln, ohne die Sünde zu verharmlosen oder zu rechtfertigen.
• Jeremia, keine depressive Resignation, er wurde aktiv:
o Trat in den Dialog mit Gott,
o fordert ihn heraus,
o zog ihn zur Rechenschaft.
• War Gott – ist Gott wie ein versiegender Bach?, wie ein unzuverlässiges Wasser?, hat Gott ihn mit Groll angefüllt? – wie Jeremia klagte.
• Mußte seine ihm von Gott anvertraute Mission scheitern? Mußte er, Jeremia, scheitern, ausgerechnet dadurch, daß er von Gott mit einem Heilswerk beauftragt war? Was tut Gott? Warum unterstützt Gott nicht besser seinen Berufenen?
• Sollte es vielleicht so gewesen sein: dass Gott nicht so ist, sondern daß Jeremia Gott zum Opfer seiner Projektionen gemacht hat? Dass Gott zum Opfer der Projektion des Jeremia geworden ist?
• Das würde bedeuten: Dass Jeremia sich geirrt hat in Bezug auf das Wesen Gottes.
• Wenn es so war, dann mußte ihm das erst mal bewusst werden.
• Jeremia mußte seine Zweifel, Gottesanklage hinausschreien – nicht in die Anonymität des Kosmos, sondern an die Adresse Gottes, persönlich.
• Und Gott hält das aus. Gott erlaubt uns, ihm unsere Zweifel vorzutragen, ihn anzuklagen.
• Und genau dadurch kehrte Jeremia um, wandte er sich Gott zu, macht er eine Entdeckung:
• Er versteht: Nur dieses unbedingte Vertrauen kann seine wahre Antwort auf den Ruf Gottes sein.
• Bei uns kann es nicht anders sein: Wenn wir so vertrauen, können wir unsere Mission erfüllen.
• Sich so Gott übergeben: das ist Treue, Glaube, Vertrauen in das Geheimnis Gottes, eine bewährte Freiheit.
• Und darum wirbt Gott um uns und bittet uns.
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Donnerstag, 22. Juli 2010
eine uralte Regel zur geistlichen Unterscheidung
In der Vigil zum Gedenktag der hl. Maria Magdalena kam als Lesung ein Abschnitt aus einer Homilie zu den Evangelien von Gregor dem Großen (+604) zum Vortrag.
In vielen seelsorglichen Gesprächen und zur Klärung einer eventuell vorhandenen geistlichen Berufung hatte ich diese Regel erwähnt, angewandt und weitergegeben; es war immer hilfreich. Hier der Text:
"Heilige Sehnsucht wächst duch den Aufschub (ihrer Erfüllung, Hinzufügung von mir). Nimmt sie durch den Aufschub ab, so war es keine echte Sehnsucht."
(Lektionar zum Stundenbuch II/6, Seite 257f.)
Zum Ausprobieren und zum Nachahmen empfohlen...
...meint Pater Willibrord
In vielen seelsorglichen Gesprächen und zur Klärung einer eventuell vorhandenen geistlichen Berufung hatte ich diese Regel erwähnt, angewandt und weitergegeben; es war immer hilfreich. Hier der Text:
"Heilige Sehnsucht wächst duch den Aufschub (ihrer Erfüllung, Hinzufügung von mir). Nimmt sie durch den Aufschub ab, so war es keine echte Sehnsucht."
(Lektionar zum Stundenbuch II/6, Seite 257f.)
Zum Ausprobieren und zum Nachahmen empfohlen...
...meint Pater Willibrord
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Sonntag, 11. Juli 2010
Hochfest des Heiligsen Herzens Jesu
Die erste Offenbarung Jesu an die Hl. Maragreta Maria Alacoque
Aus dem Bericht der Hl.Maragareta Maria Alacoque über die erste Offenbarung des Herrn an sie. Sie wird auf den 27.12.1673 datiert, das Fest des Apostels Johannes, des Lieblingsjüngers.
"Er [Jesus] sagte zu mir: Mein göttliches Herz brennt so vor Liebe zu den Menschen und besonders zu dir, daß es die Flammen des Feuers nicht mehr in sich verschließen kann. (...) Es muß sich offenbaren, um die Menschen mit den kostbaren Schätzen zu bereichern, die ich dir entdecke. Sie bergen die Gnaden, die ihnen zum Heile dienen und sie vom Abgrund des Verderbens zurückreißen. Dich, die du ein Abgrund der Unwürdigkeit und Unwissenheit bist, habe ich zur Ausführung dieses großen Planes ausersehen, damit ich allein es sei, der dieses Werk vollbringt."
Dann forderte er mein Herz von mir. Ich bat ihn inständig, es zu nehmen. Er nahm es und versenkte es in das seine. Dort sah ich es wie ein winziges Stäubchen, das sich in dieser brennenden Glut verzehrte. Wie eine herzförmige Flamme sah es aus, als er es wieder herausnahm und an den Ort zurückversetzte, von wo er es genommen hatte. Dabei sprach er zu mir: "Hier hast du, meine Vielgeliebte, ein kostbares Unterpfand meiner Liebe. Ich habe einen kleinen Funken ihrer heißesten Flammen in deine Brust eingeschlossen, der dir künftighin als Herz dienen soll. Seine Glut wird nie erlöschen ... Doch wird er dir mehr Demütigungen und Leiden bringen als Erleichterung. Ich wünsche deshalb, daß du einfach darum bittest, damit du ausführst, was dir befohlen wird, und den Trost habest, dein Blut am Kreuz der Verdemütigungen zu vergießen ... Bisher hast du dich nur meine Sklavin genannt, doch nun verleihe ich dir den Namen der vielgeliebten Jüngerin meines Herzens."
Aus: Heilige Margareta Maria Alacoque. Leben und Offenbarungen. 1994.
Sonntag, 4. Juli 2010
"Die heilige Kirche" - dass ich nicht lache...
Predigt
Charismatischer Gottesdienst
Illerberg
14. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr C)
4. Juli 2010
Liebe Christen!
Zur ersten Lesung (Jes 66,10-14)
Die mütterliche Fürsorge Jerusalems für ihre Kinder (V. 11-12).
Die zärtliche Mutterliebe Jerusalems zu ihren Kindern.
Was ist das für eine Liebe? Es ist die Liebe, die sie von Gott empfängt.
Warum? Damit sie sie weitergibt.
Der Trost, den sie spendet, ist derselbe Trost, den sie von Gott empfängt.
Jerusalem: mehr als eine Stadt, politisches Zentrum. – J.: mütterliche Liebe Gottes.
Jerusalem = Sakrament der liebenden Gegenwart Gottes unter den Seinen.
Ähnlich bei der Kirche.
Kirche: Zusammenschluß von sündigen Menschen (aktuell); mehr als Zusammenschluß von Menschen, von örtlichen Vereinigungen.
Kirche: in ihr Liebe und Trost Gottes, gibt die Liebe und Trost Gottes weiter.
Kirche = Sakrament der Gegenwart Gottes in der Welt.
Im Credo bekennen wir: Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Was heißt denn das?
Vielleicht ist es ganz gut, den Glanz der Wahrheit auf der Grundlage des neuen Katechismus aufleuchten zu lassen, der besser ist als sein Ruf und den zu schmähen es schon zum guten Ton gehört, sogar in der Kirche.
1. Die Kirche ist eine.
Warum?
- Von ihrem Ursprung her: Weil Gott der eine und einzige ist.
- Von ihrem Gründer her: Weil Jesus Christus der einzige Erlöser ist und eine einzige Erlösung vollbracht hat. Wir blicken auf das eine durchbohrte Herz Jesu. Das sakramentale Handeln Jesu Christi ist auf die eine Kirche übergegangen, die er dazu gestiftet hat.
- Von ihrer Seele her: Der Heilige Geist wohnt in den Herzen der Gläubigen und erfüllt und leitet die ganze Kirche. Er schafft diese wunderbare Gemeinschaft der Gläubigen und verbindet sie alle in Christus.
Was sind die Bande der Einheit?
- vor allem ist es die Liebe, sie ist das Band der Vollkommenheit.
- Das Bekenntnis ein und desselben Glaubens, von den Aposteln überliefert.
- Die gemeinsame Feier des Gottesdienstes, vor allem der Sakramente. Die Bewahrung des ursprünglichen und vollständigen eucharistischen Mysteriums. Überall, wo eine gültige Eucharistie in Einheit mit dem Papst und dem Bischofskollegium gefeiert wird, da verwirklicht sich Kirche. Wie wir im Hochgebet beten: Beschütze deine Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit und stärke sie im Glauben und in der Liebe: deinen Diener, den Bischof vom Rom: unseren Papst, dann: den Bischof unserer Diözese und die Gemeinschaft der Bischöfe, unsere Priester und Diakone, alle, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind, und das ganze Volk deiner Erlösten.
- Die apostolische Sukzession, die durch das Weihesakrament die Eintracht in der Familie Gottes aufrechterhält. Die einzige Kirche Christi zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen. Ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut. Diese Kirche ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger des Petrus und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird.
Sünden gegen die Einheit
- In dieser einen und einzigen Kirche Gottes sind schon von den ersten Zeiten an Spaltungen aufgekommen.
- Später sind ausgedehnte Uneinigkeiten entstanden, es trennten sich große Gemeinschaften von der vollen Gemeinschaft der katholischen Kirche – nicht ohne Schuld der Menschen auf beiden Seiten.
Die Einheit hat Christus seiner Kirche von Anfang an geschenkt; es ist eine Einheit, die nach unserem Glauben unverlierbar in der katholischen Kirche besteht, und die immer mehr wachsen wird bis zur Vollendung der Zeiten.
Christus gibt seiner Kirche stets die Gabe der Einheit. Aber die Kirche muß ständig beten und arbeiten, um die Einheit, die Christus für sie will, zu erhalten, zu stärken und zu vervollkommnen. Deshalb bittet Jesus selbst zur Stunde seines Leidens und fortwährend den Vater um die Einheit seiner Jünger: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater in mir bist, und ich in dir bin, sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hat“ (Joh 17,21). Das Verlangen, zur Einheit aller Christen zurückzufinden, ist eine Gabe Christi und ein Ruf des Heiligen Geistes.
Um diesem Ruf zu entsprechen, braucht es:
- eine dauernde Erneuerung der Kirche in einer größeren Treue zu ihrer Berufung. Und das fängt bei mir, bei dir an, wo denn sonst. Wir sind Kirche.
- Es braucht eine Bekehrung des Herzens, um nach einem reinen Leben gemäß dem Evangelium zu streben. Wir müssen evangelisch werden, um katholisch zu sein.
- Es braucht das gemeinsame Gebet, z. B. in dieser Woche. Bekehrung des Herzens und Streben nach Heiligkeit und das Gebet – das ist die Seele der ganzen ökumenischen Bewegung. Das ist ein geistlicher Ökumenismus.
2. Die Kirche ist heilig.
Und zwar: unzerstörbar heilig. Warum?
Nicht weil der Papst so toll wäre oder die Bischöfe oder die Pfarrer oder die Benediktiner. Nicht weil die Glieder der Kirche, die Christen eine einigermaßen moralische oder spirituelle Vollkommenheit erreicht hätten.
Sondern: Weil Christus die Kirche geliebt, sich für sie hingegeben und sie so geheiligt hat. Er hat sie als seinen Leib mit sich verbunden und mit dem Heiligen Geist erfüllt. Die Kirche ist somit das heilige Volk Gottes. Und das sind wir. Und die Glieder der Kirche werden heilig genannt. Und das sind wir. – Das ist mal das Erste, von Gott her.
Nun weisen die Kritiker innerhalb und außerhalb der Kirche gerne auf die Schattenseiten der Kirche hin. Eigentlich zu recht.
Aber seltsam ist es, wenn das besonders gerne die Eltern tun, die aus der Kirche ausgetreten sind und dennoch ihre Kinder zur Taufe anmelden. Aber das ist ein anderes Problem.
Zur Zeit begleite ich eine protestantische Person auf ihrem Weg zur Aufnahme in die volle Gemeinschaft der Kirche. In einem Gespräch kamen genau diese sattsam bekannten Anfragen aus der Mottenkiste der Kirchengeschichte und aus der Gegenwart.
Ich stellte die Gegenfrage: Suchen Sie eine Kirche der moralisch Perfekten? Wo soll es die denn geben? Und wenn es sie gäbe, glauben Sie, dass Sie dort als Mitglied akzeptiert würden? – Die Person war nicht etwa beleidigt, sondern sie atmete auf: „Ach, so habe ich das noch nicht gesehen.“
Die Kirche ist zugleich heilig und reinigungsbedürftig.
Wir gehen immer den Weg der Buße und der Erneuerung.
Alle Glieder der Kirche, Laien wie die geweihten Amtsträger, müssen bekennen, dass sie Sünder sind. Übrigens: kein Staat der Welt hat seine eigenen Untaten vor der Welt bekannt. Die Kirche aber tut das jeden Tag.
Wir sind zwar schon vom Heil Christi erfasst, aber wir sind immer erst auf dem Weg zur Heiligkeit.
Die Kirche ist heilig, auch wenn sich in ihrer Mitte Sünder befinden. Denn sie lebt das Leben der Gnade. Wo die Glieder der Kirche an diesem Leben teilhaben, werden sie geheiligt.
Wo sie aber dieses Leben preisgeben, da verfallen sie der Sünde und der Unordnung.
Mit unseren Sünden behindern wir die Strahlkraft der Heiligkeit der Kirche und verdunkeln ihre Heiligkeit. Darunter leidet sie und tut Buße für diese Sünden – und das vor den Augen der Welt. Das wird besonders deutlich am Aschermittwoch.
3. Die Kirche ist katholische.
Was heißt das? Das heißt nicht „vatikanisch“. Das Wort „katholisch“ bedeutet „allumfassend“ im Sinne von „ganz“ oder „vollständig“.
Die eine und heilige Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn:
3.1. Sie ist katholisch, weil Christus in ihr zugegen ist.
Ignatius von Antiochien: Wo Christus ist, ist die katholische Kirche.
In der Kirche ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht.
Sie erhält von Christus die Fülle der Mittel zum Heil, die er gewollt hat: das richtige und ganze Glaubensbekenntnis, das vollständige sakramentale Leben und das geweihte Dienstamt in der apostolischen Sukzession. In diesem Sinne war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch, und sie wird es bleiben zum Tag der Wiederkunft Christi.
3.2. sie ist katholisch, weil sie von Christus zum ganzen Menschengeschlecht gesandt worden ist. Alle Menschen werden zum Gottesvolk berufen. Gott will allen seinen Kindern sein Heil zudienen, und das will er durch die Kirche tun. Darum ist die Kirche zu allen Völkern gesandt. Und darum ist sie katholisch. Und Mission der Kirche ergibt sich aus ihrer Katholizität.
4. Die Kirche ist apostolisch
Warum?
- weil sie auf die Apostel gegründet ist. Das sind die von Christus erwählten und ausgesandten Zeugen.
- Weil sie die Lehre der Apostel bewahrt und weitergibt: das Glaubensvermächtnis, und das tut sie unter dem Beistand des Heiligen Geistes.
- Weil sie bis zur Wiederkunft Christi weiterhin von den Aposteln belehrt, geheiligt und geleitet wird – und zwar durch jene, die ihnen in ihrem Hirtenamt nachfolgen: das Bischofskollegium in der Einheit mit dem Nachfolger des Petrus.
Zur zweiten Lesung (Galater 6,14-18)
Ich will mich allein des Kreuzes Christi rühmen.
Kreuz – Gegenstand des Rühmens. Warum?
Paulus: mir ist die Welt gekreuzigt und ich der Welt. Was heißt das?
Es gibt Prüfungen, Widerwärtigkeiten. – Was sind das für P und W?
• Keine aszetische Übung, um sich von falschen Werten zu reinigen.
• Auch keine günstige Gelegenheit für sittliche Bewährung, für ein anständiges Leben
• Auch keine Nachahmung des Kreuzes Jesu. Nicht etwa, weil Christus gelitten, müssen auch wir leiden.
Paulus geht es um etwas anderes: P und W als Ort der Hoffnung und der Prophetie.
Kreuz auf Golgotha für Christus – Ruhm. Warum? Gewährt Zugang zur Auferstehung.
Das Kreuz ist etwas, dessen man sich rühmen darf. Versetzt uns in eine neue Existenz.
Der Christ: ein Auferstandener. Nur geprüfte Menschen können die Kirche erneuern.
Zum Evangelium (Lk 10,1-12,17-20)
Jesus sieht eine Ernte. Anlaß seiner Rede.
Getreideschnitter – Menschenschnitter, wie Fischer – Menschenfischer.
Ernte: Gericht.
Aussendung der Jünger: Einladung der Menschen in das kommende Reich.
Einladung geht dem Gericht voraus.
Jedes Wort Gottes trägt Gericht Scheidung der Herzen in sich. Darum: Verfolgung.
Jesus gibt zwei praktische Ratschläge.
1. Keine große Bedeutung für Mittel und Handlungsweisen der gegenwärtigen Zeit; keine Sorge um irdische Zukunft (wegen Naherwartung).
Armut des Missionars kündet das kommende Gottesreich an. Die Christen erkennen dieses Zeichen und unterstützen den Diener Gottes, damit er seiner Berufung zur Armut treu bleiben kann.
2. Beziehung zu den Gastgebern (V.5-8). In diesen Beziehungen muß Charakter der Pilgerschaft im Leben des Jüngers sichtbar werden, der sich niemals irgendwo einrichtet. Immer unterwegs zum Reich. Er begnügt sich mit der Gastfreundschaft, die man ihm anbietet.
Der zweite Teil der Perikope: Rückkehr der Zweiundsiebzig.
Freude. V.17 – erfolgreiche Mission.
Freude und Staunen: sind Anzeichen der messianischen Zeit.
Durch Jesus erfüllt. Das zeigt Lukas: Freude:
Grosse Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. (Lk 1,14 - Engel zu Zacharias).
Nachbarn und Verwandten kamen zu Elisabeth freuten sich mit ihr über die Geburt des Johannes.
Engel zu Hirten: Ich verkünde euch eine große Freude.
Gleichnisse vom Verlorenen: Schaf: voll Freude, freut euch mit mir. Drachme: Freut euch mit mir.
Bei den Engeln Gottes mehr Freude.
Verlorener Sohn: Vater zum älteren Sohn: aber jetzt müssen wir uns doch freuen.
Im Wirken Jesu realisiert sich, dass die Machtstellung Satans gebrochen ist.
V.20 Freude.
Charismatischer Gottesdienst
Illerberg
14. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr C)
4. Juli 2010
Liebe Christen!
Zur ersten Lesung (Jes 66,10-14)
Die mütterliche Fürsorge Jerusalems für ihre Kinder (V. 11-12).
Die zärtliche Mutterliebe Jerusalems zu ihren Kindern.
Was ist das für eine Liebe? Es ist die Liebe, die sie von Gott empfängt.
Warum? Damit sie sie weitergibt.
Der Trost, den sie spendet, ist derselbe Trost, den sie von Gott empfängt.
Jerusalem: mehr als eine Stadt, politisches Zentrum. – J.: mütterliche Liebe Gottes.
Jerusalem = Sakrament der liebenden Gegenwart Gottes unter den Seinen.
Ähnlich bei der Kirche.
Kirche: Zusammenschluß von sündigen Menschen (aktuell); mehr als Zusammenschluß von Menschen, von örtlichen Vereinigungen.
Kirche: in ihr Liebe und Trost Gottes, gibt die Liebe und Trost Gottes weiter.
Kirche = Sakrament der Gegenwart Gottes in der Welt.
Im Credo bekennen wir: Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Was heißt denn das?
Vielleicht ist es ganz gut, den Glanz der Wahrheit auf der Grundlage des neuen Katechismus aufleuchten zu lassen, der besser ist als sein Ruf und den zu schmähen es schon zum guten Ton gehört, sogar in der Kirche.
1. Die Kirche ist eine.
Warum?
- Von ihrem Ursprung her: Weil Gott der eine und einzige ist.
- Von ihrem Gründer her: Weil Jesus Christus der einzige Erlöser ist und eine einzige Erlösung vollbracht hat. Wir blicken auf das eine durchbohrte Herz Jesu. Das sakramentale Handeln Jesu Christi ist auf die eine Kirche übergegangen, die er dazu gestiftet hat.
- Von ihrer Seele her: Der Heilige Geist wohnt in den Herzen der Gläubigen und erfüllt und leitet die ganze Kirche. Er schafft diese wunderbare Gemeinschaft der Gläubigen und verbindet sie alle in Christus.
Was sind die Bande der Einheit?
- vor allem ist es die Liebe, sie ist das Band der Vollkommenheit.
- Das Bekenntnis ein und desselben Glaubens, von den Aposteln überliefert.
- Die gemeinsame Feier des Gottesdienstes, vor allem der Sakramente. Die Bewahrung des ursprünglichen und vollständigen eucharistischen Mysteriums. Überall, wo eine gültige Eucharistie in Einheit mit dem Papst und dem Bischofskollegium gefeiert wird, da verwirklicht sich Kirche. Wie wir im Hochgebet beten: Beschütze deine Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit und stärke sie im Glauben und in der Liebe: deinen Diener, den Bischof vom Rom: unseren Papst, dann: den Bischof unserer Diözese und die Gemeinschaft der Bischöfe, unsere Priester und Diakone, alle, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind, und das ganze Volk deiner Erlösten.
- Die apostolische Sukzession, die durch das Weihesakrament die Eintracht in der Familie Gottes aufrechterhält. Die einzige Kirche Christi zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen. Ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut. Diese Kirche ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger des Petrus und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird.
Sünden gegen die Einheit
- In dieser einen und einzigen Kirche Gottes sind schon von den ersten Zeiten an Spaltungen aufgekommen.
- Später sind ausgedehnte Uneinigkeiten entstanden, es trennten sich große Gemeinschaften von der vollen Gemeinschaft der katholischen Kirche – nicht ohne Schuld der Menschen auf beiden Seiten.
Die Einheit hat Christus seiner Kirche von Anfang an geschenkt; es ist eine Einheit, die nach unserem Glauben unverlierbar in der katholischen Kirche besteht, und die immer mehr wachsen wird bis zur Vollendung der Zeiten.
Christus gibt seiner Kirche stets die Gabe der Einheit. Aber die Kirche muß ständig beten und arbeiten, um die Einheit, die Christus für sie will, zu erhalten, zu stärken und zu vervollkommnen. Deshalb bittet Jesus selbst zur Stunde seines Leidens und fortwährend den Vater um die Einheit seiner Jünger: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater in mir bist, und ich in dir bin, sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hat“ (Joh 17,21). Das Verlangen, zur Einheit aller Christen zurückzufinden, ist eine Gabe Christi und ein Ruf des Heiligen Geistes.
Um diesem Ruf zu entsprechen, braucht es:
- eine dauernde Erneuerung der Kirche in einer größeren Treue zu ihrer Berufung. Und das fängt bei mir, bei dir an, wo denn sonst. Wir sind Kirche.
- Es braucht eine Bekehrung des Herzens, um nach einem reinen Leben gemäß dem Evangelium zu streben. Wir müssen evangelisch werden, um katholisch zu sein.
- Es braucht das gemeinsame Gebet, z. B. in dieser Woche. Bekehrung des Herzens und Streben nach Heiligkeit und das Gebet – das ist die Seele der ganzen ökumenischen Bewegung. Das ist ein geistlicher Ökumenismus.
2. Die Kirche ist heilig.
Und zwar: unzerstörbar heilig. Warum?
Nicht weil der Papst so toll wäre oder die Bischöfe oder die Pfarrer oder die Benediktiner. Nicht weil die Glieder der Kirche, die Christen eine einigermaßen moralische oder spirituelle Vollkommenheit erreicht hätten.
Sondern: Weil Christus die Kirche geliebt, sich für sie hingegeben und sie so geheiligt hat. Er hat sie als seinen Leib mit sich verbunden und mit dem Heiligen Geist erfüllt. Die Kirche ist somit das heilige Volk Gottes. Und das sind wir. Und die Glieder der Kirche werden heilig genannt. Und das sind wir. – Das ist mal das Erste, von Gott her.
Nun weisen die Kritiker innerhalb und außerhalb der Kirche gerne auf die Schattenseiten der Kirche hin. Eigentlich zu recht.
Aber seltsam ist es, wenn das besonders gerne die Eltern tun, die aus der Kirche ausgetreten sind und dennoch ihre Kinder zur Taufe anmelden. Aber das ist ein anderes Problem.
Zur Zeit begleite ich eine protestantische Person auf ihrem Weg zur Aufnahme in die volle Gemeinschaft der Kirche. In einem Gespräch kamen genau diese sattsam bekannten Anfragen aus der Mottenkiste der Kirchengeschichte und aus der Gegenwart.
Ich stellte die Gegenfrage: Suchen Sie eine Kirche der moralisch Perfekten? Wo soll es die denn geben? Und wenn es sie gäbe, glauben Sie, dass Sie dort als Mitglied akzeptiert würden? – Die Person war nicht etwa beleidigt, sondern sie atmete auf: „Ach, so habe ich das noch nicht gesehen.“
Die Kirche ist zugleich heilig und reinigungsbedürftig.
Wir gehen immer den Weg der Buße und der Erneuerung.
Alle Glieder der Kirche, Laien wie die geweihten Amtsträger, müssen bekennen, dass sie Sünder sind. Übrigens: kein Staat der Welt hat seine eigenen Untaten vor der Welt bekannt. Die Kirche aber tut das jeden Tag.
Wir sind zwar schon vom Heil Christi erfasst, aber wir sind immer erst auf dem Weg zur Heiligkeit.
Die Kirche ist heilig, auch wenn sich in ihrer Mitte Sünder befinden. Denn sie lebt das Leben der Gnade. Wo die Glieder der Kirche an diesem Leben teilhaben, werden sie geheiligt.
Wo sie aber dieses Leben preisgeben, da verfallen sie der Sünde und der Unordnung.
Mit unseren Sünden behindern wir die Strahlkraft der Heiligkeit der Kirche und verdunkeln ihre Heiligkeit. Darunter leidet sie und tut Buße für diese Sünden – und das vor den Augen der Welt. Das wird besonders deutlich am Aschermittwoch.
3. Die Kirche ist katholische.
Was heißt das? Das heißt nicht „vatikanisch“. Das Wort „katholisch“ bedeutet „allumfassend“ im Sinne von „ganz“ oder „vollständig“.
Die eine und heilige Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn:
3.1. Sie ist katholisch, weil Christus in ihr zugegen ist.
Ignatius von Antiochien: Wo Christus ist, ist die katholische Kirche.
In der Kirche ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht.
Sie erhält von Christus die Fülle der Mittel zum Heil, die er gewollt hat: das richtige und ganze Glaubensbekenntnis, das vollständige sakramentale Leben und das geweihte Dienstamt in der apostolischen Sukzession. In diesem Sinne war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch, und sie wird es bleiben zum Tag der Wiederkunft Christi.
3.2. sie ist katholisch, weil sie von Christus zum ganzen Menschengeschlecht gesandt worden ist. Alle Menschen werden zum Gottesvolk berufen. Gott will allen seinen Kindern sein Heil zudienen, und das will er durch die Kirche tun. Darum ist die Kirche zu allen Völkern gesandt. Und darum ist sie katholisch. Und Mission der Kirche ergibt sich aus ihrer Katholizität.
4. Die Kirche ist apostolisch
Warum?
- weil sie auf die Apostel gegründet ist. Das sind die von Christus erwählten und ausgesandten Zeugen.
- Weil sie die Lehre der Apostel bewahrt und weitergibt: das Glaubensvermächtnis, und das tut sie unter dem Beistand des Heiligen Geistes.
- Weil sie bis zur Wiederkunft Christi weiterhin von den Aposteln belehrt, geheiligt und geleitet wird – und zwar durch jene, die ihnen in ihrem Hirtenamt nachfolgen: das Bischofskollegium in der Einheit mit dem Nachfolger des Petrus.
Zur zweiten Lesung (Galater 6,14-18)
Ich will mich allein des Kreuzes Christi rühmen.
Kreuz – Gegenstand des Rühmens. Warum?
Paulus: mir ist die Welt gekreuzigt und ich der Welt. Was heißt das?
Es gibt Prüfungen, Widerwärtigkeiten. – Was sind das für P und W?
• Keine aszetische Übung, um sich von falschen Werten zu reinigen.
• Auch keine günstige Gelegenheit für sittliche Bewährung, für ein anständiges Leben
• Auch keine Nachahmung des Kreuzes Jesu. Nicht etwa, weil Christus gelitten, müssen auch wir leiden.
Paulus geht es um etwas anderes: P und W als Ort der Hoffnung und der Prophetie.
Kreuz auf Golgotha für Christus – Ruhm. Warum? Gewährt Zugang zur Auferstehung.
Das Kreuz ist etwas, dessen man sich rühmen darf. Versetzt uns in eine neue Existenz.
Der Christ: ein Auferstandener. Nur geprüfte Menschen können die Kirche erneuern.
Zum Evangelium (Lk 10,1-12,17-20)
Jesus sieht eine Ernte. Anlaß seiner Rede.
Getreideschnitter – Menschenschnitter, wie Fischer – Menschenfischer.
Ernte: Gericht.
Aussendung der Jünger: Einladung der Menschen in das kommende Reich.
Einladung geht dem Gericht voraus.
Jedes Wort Gottes trägt Gericht Scheidung der Herzen in sich. Darum: Verfolgung.
Jesus gibt zwei praktische Ratschläge.
1. Keine große Bedeutung für Mittel und Handlungsweisen der gegenwärtigen Zeit; keine Sorge um irdische Zukunft (wegen Naherwartung).
Armut des Missionars kündet das kommende Gottesreich an. Die Christen erkennen dieses Zeichen und unterstützen den Diener Gottes, damit er seiner Berufung zur Armut treu bleiben kann.
2. Beziehung zu den Gastgebern (V.5-8). In diesen Beziehungen muß Charakter der Pilgerschaft im Leben des Jüngers sichtbar werden, der sich niemals irgendwo einrichtet. Immer unterwegs zum Reich. Er begnügt sich mit der Gastfreundschaft, die man ihm anbietet.
Der zweite Teil der Perikope: Rückkehr der Zweiundsiebzig.
Freude. V.17 – erfolgreiche Mission.
Freude und Staunen: sind Anzeichen der messianischen Zeit.
Durch Jesus erfüllt. Das zeigt Lukas: Freude:
Grosse Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. (Lk 1,14 - Engel zu Zacharias).
Nachbarn und Verwandten kamen zu Elisabeth freuten sich mit ihr über die Geburt des Johannes.
Engel zu Hirten: Ich verkünde euch eine große Freude.
Gleichnisse vom Verlorenen: Schaf: voll Freude, freut euch mit mir. Drachme: Freut euch mit mir.
Bei den Engeln Gottes mehr Freude.
Verlorener Sohn: Vater zum älteren Sohn: aber jetzt müssen wir uns doch freuen.
Im Wirken Jesu realisiert sich, dass die Machtstellung Satans gebrochen ist.
V.20 Freude.
Dienstag, 15. Juni 2010
Eucharistischer Lobpreis-Abend
Unsere Klosterkirche ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.
Der Freitag in der Woche nach dem Fronleichnamsfest ist das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Diesen Tag begehen wir in St. Ottilien immer mit einer besonderen Festlichkeit. Am Abend halten wir eine eucharistische Anbetung: 20 Uhr: Herz-Jesu-Rosenkranz, danach Aussetzung des Allerheiligsten, dann eine gestaltete Anbetung mit meditativen Texten und Lobpreis-Liedern, musikalisch begleitet von der "Jugend 2000".
Es folgt der Ablauf für den Lobpreisabend am 11. Juni 2010
Beginn um 20 Uhr mit Herz-Jesu-Rosenkranz
danach Aussetzung des Allerheiligsten und Anbetung
1.Jesus, höchster Name, teurer Erlöser, siegreicher Herr. Immanuel, Gott ist mit uns, herrlicher Heiland, lebendiges Wort. Er ist der Friedefürst und der allmächtige Gott. Ratgeber wunderbar, ewiger Vater, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, und seines Reiches wird kein Ende sein.
2.Jesus, wir erheben dich, unser König bist du. Du bist hier, mitten unter uns; voll Ehrfurcht stehen wir vor Dir. Wir beten an vor deinem Thron. König Jesus, die Herrschaft ist dein.
3.Ich trete vor dich, Herr, voller Dankbarkeit. Von deinen Wundern will ich singen allezeit. Du, o Herr, bist allmächtig, wunderbar und stark; nur dich erhebe ich. Ich bringe dir mein Lob als Opfergabe dar. Denn deine Herrlichkeit und Macht sind offenbar.
Anregung zum Beten: Thema: Gott Vater
• Du unser Vater, König des Himmels und der Erde.
• Wir danken dir, daß wir jetzt vor dir sein dürfen.
• Wir danke für die Gaben der Schöpfung. WIR
• Bevor du die Welt erschufst, hast du uns erwählt
• Für die Gabe der Erlösung: Taufe, Kirche.
• So sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen Sohn hingabst.
• Heute feiern wir das Fest deiner Liebe.
Anbetungslied: So sehr hast du die Welt geliebt, daß du deinen Sohn hingabst, damit jeder, der an dich glaubt, das ewige Leben hat, und dich sieht, dich erlebt, in Ehrfurcht vor die steht. - König des Himmels und der Erde, dein Name strahlt über die Welt. König des Himmels und der Erde bist du. - Bevor du diese Welt erschufst, da hast du uns erwählt, damit wir deine Kinder sind, als Erben hast du uns bestimmt. Wir sind eins, vor dir rein, gehören dir allein.
Anregung Beten: Thema: Jesus Christus
• Jesus: du hast das Reich Gottes angesagt.
• Die Zeit ist erfüllt.
• Du bist das Reich Gottes.
• Damals in Palästina,
• so auch hier.
• Dank für deine eucharistische Gegenwart
Lied: Herr, ich komme zu dir und ich steh vor dir, so wie ich bin. Alles was mich bewegt, lege ich vor dich hin. Herr, ich komme zu dir und ich schütte mein Herz bei dir aus. Was mich hindert, ganz bei dir zu sein, räume aus. Meine Sorgen sind dir nicht verborgen, du wirst sorgen für mich. Voll Vertrauen will ich auf dich schauen. Herr, ich baue auf dich! Gib mir ein neues, ungeteiltes Herz. Lege ein neues Lied in meinen Mund. Fülle mich neu mit Deinem Geist, denn du bewirkst dein Lob in mir.
Anregung zum Beten: Thema: Heiliger Geist
• Johannes: Jesus neigte sein Haupt und gab den Geist,
• als Geschenk, als Gabe,
• In der Eucharistie: das ganze Heilswerk Jesu präsent: also auch sein Kreuzesopfer,
• aus der Eucharistie fließt der Hl. Geist
Lied: Geist des Vaters, du durchdringst mich, heilger Geist, komm und erfülle mich. Herr, ich brauche deine Liebe, und ich suche deine Gegenwart, komm erfülle mich. Mach mich durch deine Gnade, Herr, vollkommen rein. Lass Deine Liebe wieder neu in mir sein. Ich such dich, ich brauch dich, ich liebe dich, mein Herr.
Anregung zum Beten: Thema: Maria
• Wo Christus ist, da ist auch seine Mutter.
• Sie konnte sagen: Das ist mein Leib.
• Erbitte uns die Gnade, deinen Sohn anzubeten, wie du ihn anbetest, - wie er es verdient.
• Du warst offen für den Heiligen Geist, wie kein anderer Mensch.
• Erbitte uns die Gaben des Heiligen Geistes.
Marienlied: 1. Meine Seele preist die Größe des Herrn, es jubelt mein Geist über Gott, meinen Retter. Meine Niedrigkeit hat er angesehn. Für alle Zeit preisen mich selig alle Geschlechter. Gott hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Sein Erbarmen hört niemals auf, es gilt allen, die ihn fürchten. 2. Mit machtvollem Arm zerstreut er die Hochmütigen, stürzt die Mächtigen vom Thron, richt auf die Unterdrückten. Er macht Hungernde satt, lässt Reichen leer ausgehn. Er denkt an sein Volk, so wie er es verheißen.
Text 1: Ich bin bei dir
Eine Meditation über die Nähe Gottes
Ich war, bevor du warst.
Ich war, als du wurdest.
Ich habe dich gewollt.
Ich bin bei dir, seit du bist.
Ich schenkte dir die Fülle meiner Kraft.
Ich hauchte dir meinen Geist ein.
Ich umhüllte dich mit dem Mantel meiner Liebe.
Ich gab dir alles, was zum Leben notwendig ist.
Ich bin dir Weg und Licht.
Ich bin bei dir, seit du fühlst und empfindest.
Ich bin bei dir, seit du dich bewegen kannst.
Ich bin bei dir, seit du hörst und sprichst.
Ich bin bei dir, seit du lachst.
Ich bin bei dir und sorge für dich.
Ich bin bei dir, wenn du dich freust und glücklich bist.
Ich bin bei dir, wenn du mit lieben Freunden und guten Menschen zusammen bist.
Ich bin bei dir, wenn es dir gut geht und wenn du gesund bist.
Ich bin bei dir, wenn du allein bist.
Ich bin bei dir, wenn keiner mit dir spricht und wenn keiner dir zuhört.
Ich bin bei dir, wenn dich Ängste quälen.
Ich bin bei dir und schütze dich.
Ich bin bei dir, wenn Zweifel dich zermürben.
Ich bin bei dir, wenn du traurig bist und weinst.
Ich bin bei dir, wenn du dich einsam fühlst.
Ich bin bei dir, wenn alle dich verlassen haben.
Ich bin bei dir und tröste dich.
Ich bin bei dir, wenn Kummer dich drückt.
Ich bin bei dir, wenn du krank bist und Schmerzen dich plagen.
Ich bin bei dir, wenn es dunkel um dich wird.
Ich bin bei dir, wenn du blind und gebrechlich bist.
Ich bin bei dir und schenke dir Heilung, Licht und Halst.
Ich bin bei dir, wenn Sorgen dir zusetzen.
Ich bin bei dir, wenn Not in deinem Hause wohnt.
Ich bin ei dir, wenn du vor dir und deinen Problemen wegläufst.
Ich bin bei dir und gebe dir Rat und Stärke und biete dir Zuflucht.
Ich bin bei dir, wenn eisige Kälte dich umgibt.
Ich bin bei dir und wäre dich mit der Glut meiner Liebe.
Ich bin bei dir, wenn es dich hungert und dürstet.
Ich bin bei dir und gebe dir Speise und stille deinen Durst.
Ich bin bei dir, wenn du strauchelst oder stürzt.
Ich bin bei dir und fange dich auf.
Ich bin bei dir, wenn du ungerecht behandelt wirst.
Ich bin bei dir und ich mache dich frei und ich lindere deine Schmerzen.
Ich bin bei dir, wenn man dir Unrecht zufügt.
Ich bin dann bei dir und verschaffe dir Recht.
Ich bin bei dir an jedem neuen Morgen.
Ich bin bei dir an jedem neuen Tag.
Ich bin bei dir an jedem Abend, in jeder Nacht.
Ich bin bei dir, wenn du nicht schlafen kannst und mich in wachen Nächsten anrufst.
Ich bin bei dir, wenn du Ruhe und Frieden suchst.
Ich bin bei dir und wache alle Zeit über dich.
Ich bin bei dir in jeder Not.
Ich bin bei dir bei deinem Sterben.
Ich bin bei dir, wenn du vor mir stehst.
Ich bin bei dir und halte dich.
Ich erwarte dich und bereite dir eine Wohnung.
Ich, dein Gott, dein Schöpfer, dein Vater:
Ich bin also immer um dich und behüte dich.
Ich sorge mich um dich, wie ein Vater sich sorgt um sein Kind.
Ich, der ewige Gott, werde immer für dich da sein.
Ich, der ewige Gott, bin ewig bei dir.
Lied: 1. Über alle Welt bist du der Herr, über jeden Berg, die Sonne und das Meer. Doch mein größter Wunsch, das, was ich begehr, ist: Herr, regiere du in mir. - Regier in mir in deiner Kraft, über jeden Traum auchin tiefster Nacht. Du bist mein Gott, ich gehöre dir. Darum regiere du in mir. 2. Alles, was ich denk, und jedes Wort, soll ein Spiegel sein von deiner Schönheit, Gott. Du bedeutest mir mehr als alles hier, darum regiere du in mir.
Text 2: So spricht Gott:
Ich wollte schon immer mit dir reden,
aber du hast mir keine Zeit gelassen.
Ich wollte dir schon immer sagen:
„Ich bin für dich da.“
Aber du hattest Angst.
Ich wollte dir schon immer sagen:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.“
Aber du hast mir nicht geglaubt,
sondern du hast mich für fern und für abwesend gehalten.
Ich wollte schon immer mit dir reden,
aber du hast mich nicht ausreden lassen.
Es steht dir frei, du kannst dich entscheiden,
ob du mir zuhörst oder ob du weghören willst.
Wenn du bereit bist,
auf meine Worte zu hören,
dann möchte ich dir sagen:
„Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“
Meine Liebe bleibt seit Ewigkeit gleich.
Ob du dich abwendest oder mir zuwendest:
Ich liebe dich.
Ich kann dich nicht mehr lieben als ich dich schon liebe.
Und ich werde dich niemals weniger lieben,
was du auch tun magst.
Weil du lebst, liebe ich dich.
Weil du dich entfaltest, liebe ich dich.
Weil du Mensch bist, liebe ich dich.
Weil du der Erde angehörst, liebe ich dich.
Weil ich dir von meinem Geist gegeben habe, liebe ich dich.
Weil du dich in diesem Leben bewähren mußt, lieb ich dich.
Weil du nicht ohne Hoffnung und Glauben leben kannst, liebe ich dich.
Mit ewiger Liebe liebe ich dich.
Du kannst dich mir anvertrauen.
Ich habe immer Zeit für dich.
Wann immer, wo immer, wie oft immer.
In der Nacht, am Tag, komm zu mir, setz dich hin.
Du brauchst mir nichts zu erzählen.
Ich sehe dich und ich freue mich an dir.
Wenn du willst, kannst du reden.
Meine Liebe zu dir war schon längst wirksam,
bevor du auf die Welt gekommen bist.
Weil ich dich liebe, darum bist du und darum bleibst du.
Du kannst nicht sterben.
Ich kann dich nicht vernichten: weil ich dich liebe.
Was immer du tust: ich gehe dir nach.
Verläßt schon eine Mutter ihr Kind nicht,
auch wenn es etwas Böses täte,
so verlasse ich dich auf keinen Fall: denn ich liebe dich.
Laß dich lieben!
Öffne dich, und lass dich von mir lieben.
Erkenne meine Liebe in der Schöpfung, die dich umgibt.
Laß dich lieben von den Bergen, die du siehst.
Laß dich lieben von dem Blumenfeld.
Laß dich lieben von den Menschen, die dir zulächeln.
Laß dich lieben von der Erde.
Laß dich lieben von den Sternen.
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.
Du, Menschenkind, ich kenne deine Geschichte.
Mit ist nichts verborgen.
Ich warte, bis du ja zu mir sagst.
Ich werde dich nicht erpressen,
und ich werde dich nicht manipulieren.
Ich kreuze ab und zu deine Wege.
Ich warte hoffnungsvoll auf deine Zustimmung und auf dein Vertrauen zu mir.
Ich habe nichts davon, wenn du Angst hast vor mir.
Aber um dein Vertrauen zu erreichen, tu ich, dein Gott, alles für dich.
Lied: 1. Vater des Lichts, du erfreust dich an deinen Kindern. - Alles, was gut und vollkommen ist, kommt von dir. 2. Vatr des Lichts, du änderst dich nicht, bist immer derselbe.
Text 3: …und was ich dir auch noch sagen wollte…
Du bist aus meinem Geheimnis hervorgegangen:
Weil ich dich wollte zu der Zeit.
Es ist mein Plan.
Ich habe es gewollt für dich und für die anderen.
Es ist mein Plan zum Segen.
Mein Plan ist es, dass das alles zum Segen wird.
Ich habe es gewollt in diesen Umständen des Anfangs deines Lebens.
Ich nehme das und wandle es zum Segen.
Nimm das so an!
Hadere nicht!
Es ist gut.
Ich brauche das.
Ich segne dich darin.
Lass es auch zum Segen werden.
Gib deine Zustimmung.
Ich mache keine Fehler.
Ich wandle das alles zum Segen für dich und für die anderen.
Ich wirke dadurch.
Bleib nicht bei deinen Ausrutschern stehen.
Darum geht es nicht.
Versöhne dich mit dir und deiner Geschichte.
Preise mich!
Ich ebne einen Weg durch die Steppe.
Ich gebe dir versteckte Kostbarkeiten.
Preise mich für das, was ich getan habe.
Ich hab es gefügt.
Ich werde dich leiten.
Es ist dein Charisma.
Das Aktuelle habe ich zugelassen, damit du dich mit deinem Lebensanfang versöhnst.
Ich segne dich in deiner Männlichkeit.
Ich segne dich in deiner Weiblichkeit.
Und ich bestätige und ich bestärke dich darin.
Du bist mir gut genug.
Du kannst nicht besser sein; ich habe dich wunderbar und herrlich gemacht.
Als mein Abbild.
Versöhne dich mit deinem Lebensanfang – und durch brauchst keine Illusionen mehr.
Du bist gut,
Ich mache keine Fehler.
Du hast es nicht nötig, nach Illusionen zu schauen.
Du bist gut.
Nimm dich an.
Sag JA zu deinem Lebensursprung, so wie er war.
Versöhne dich damit.
Deine Schwächen, dein Versagen, deine Fehler, deine Sünden: eigentlich interessieren sie mich nicht.
Sie spielen keine Rolle für meine Liebe zu dir.
Sie hindern mich nicht in meiner Liebe zu dir.
Deswegen liebe ich dich nicht mehr,
denn ich kann dich nicht mehr lieben.
Und deswegen liebe ich dich auch nicht weniger,
denn ich kann nicht von meiner Liebe zu dir ablassen.
Ich kann dich nicht mit Liebesentzug bestrafen.
DU bist mir wichtig.
Und das ist die Wahrheit.
Mich interessieren auch nicht die Lebenslügen, die andere Personen auf dich gelegt haben und die du für dich übernommen hast.
Und mit denen du jetzt dein Selbstbild formst und deinen Selbstwert bemißt.
Das alles bist du nicht.
Das ist nicht die Wahrheit, die ich für dich habe.
Ich habe eine andere Wahrheit für dich.
Ich habe sie dir eben gesagt:
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.
Du bist etwas anderes als das, was du erfahren hast.
Brich mit deiner Vergangenheit.
Tritt heraus aus deiner Vergangenheit.
Du kennst deine Wahrheit.
Nimm sie in dein Leben hinein.
Forme mit meiner Wahrheit dein Leben.
Lied: Herr, dein Name sei erhöht, Herr, ich singe dir zur Ehre. Danke, dass du in mir lebst, danke für deine Erlösung. - Du kamst vom Himmel herab, zeigst uns den Weg, Herr, du hast am Kreuz bezahlt für meine Schuld. Und sie legten dich ins Grab, doch du stiegst zum Himmel auf, Herr, dein Name sei erhöht.
Text 4: „…unruhig ist deine Seele in dir, bis sie ruht in mir…“
Halte inne – in der Geschäftigkeit deiner Pflichten.
Werde ruhig – in der Unruhe deines Geistes.
Lass deine Gedanken, deine Sehnsüchte und auch deine Ängste los.
Laß dich jetzt ganz auf meine Nähe ein.
Fühle dich bei mir geborgen und erfasse die unendliche Liebe, die ich dir schenken möchte –
Weil du für mich einmalig bist.
Ich habe dir eine Berufung geschenkt.
Ich habe einen Plan mit dir und für dich.
Doch du wirst ihn nur begreifen und erfüllen können, wenn du dich wirklich auf mich einläßt,
wenn du mich in dein Herz einläßt.
Doch zuerst mußt du begreifen,
dass du selbst nichts tun kannst,
dass du auch nichts tun sollst.
Ich weiß, das ist genau das,
was dir so schwer fällt,
und was du so schwer glauben kannst.
Du glaubst noch immer,
dass du deinen Mitmenschen etwas beweisen mußt:
Dass du ein Recht hast zu leben,
dass du liebenswert bist.
Du mühst dich ab und du glaubst,
dass du dir auch meine Liebe verdienen mußt.
Du irrst dich.
Was ich wirklich von dir will,
ist dein Vertrauen und deine Liebe.
Lerne, mir zu vertrauen.
Glaube an meine bedingungslose Liebe.
Ich knüpfe meine Liebe zu dir – nicht an die Erfüllung von Bedingungen.
Eben darum liebe ich dich bedingungslos,
wie kein Mensch es tun kann.
Meine Liebe will dich formen, damit du mir ähnlich wirst.
So kannst du ein wahrer Träger meiner Liebe sein.
Du wirst beginnen,
deine Mitmenschen und alles, was um dich herum geschieht, mit meinen Augen zu sehen.
Und du wirst aufhören, die Menschen und die Umstände nach deinen Ansprüchen verändern zu wollen.
Du wirst lernen, die Menschen anzunehmen und zu sehen und zu lieben.
Du wirst die Dinge und Situationen, die dir begegnen, besser verstehen – weil die Liebe dir ihren Sinn erschließen kann.
Ich bin jetzt und hier bei dir – gegenwärtig in der Eucharistie, und ich schaue dich an.
Laß es zu, und lass meinen Blick auf dir ruhen und weich ihm nicht aus.
Wenn du es wagst, meinem Blick stand zu halten, mich anzublicken, meinen Blick zu erwidern,
dann erschließt sich dir das Übermaß an Liebe, daß ich für dich empfinde.
Laß sie dein Herz berühren und es erfüllen – sie wird sich darin ausbreiten und alles Schlechte daraus verbannen.
Je tiefer dir meine Liebe bewußt wird,
um so bewußter wird dir auch all das Negative und Verdrehte in deinem Leben werden.
Aber ängstige nicht davor,
laß zu, dass diese Dinge in dein Bewußtsein dringen,
damit du sie mir geben kannst.
Nur so kann ich dich allmählich davon befreien.
Nutze diese Zeit dazu, damit du wirklich frei werden kannst von den belastenden Dingen in deinem Herzen,
damit ich es ganz und gar mit meiner Liebe erfüllen kann.
Lied: 1. Wo ich auch stehe, du warst schon da. Wenn ich auch fliehe, du bist mir nah. Was ich auch denke, du weißt es schon. Was ich auch fühle, du wirst verstehn. - Und ich danke dir, dass du michkennst und trotzdem liebst, und dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst. Herr, du richtest mich wieder auf und du hebst mich zu dir hinauf. Ja, ich danke dir, dass du mich kennst und troztdem liebst. 2. Du kennt mein Herz, die Sehnsucht in mir. Als wahrer Gtt und Mensch warst du hier. In allem uns gleich und doch ohne Schuld. Du bist barmherzig, voller Geduld.
Text 5: Liebe mich, so wie du bist
Ich habe dich meiner Liebe versichert.
Jetzt bitte ich dich um deine Liebe.
Ich kenne dein Elend, die Kämpfe, die Drangsale deiner Seele, die Schwächen deines Leibes.
Ich weiß auch um deine Feigheit und um deine Sünden, und trotzdem sage ich dir: Gib mir dein Herz.
Liebe mich, wo wie du bist.
Warte nicht darauf, erst vollkommen zu werden, um mich dann zu lieben: du würdest mich nie lieben.
Wenn du auch nachlässig bist in der Erfüllung deiner Pflichten und in der Übung der Tugenden,
wenn du auch immer wieder in eine bestimmte Sünde zurückfällst, die du nicht mehr begehen möchtest:
ich möchte nicht auf deine Liebe zu mir verzichten.
Liebe mich, so wie du bist.
Es gibt sehr verschiedene Situationen in deinem Leben:
Da gibt es Eifer und Nachlässigkeit,
und es gibt Treue und Untreue.
In jedem Augenblick und in allen Situationen bitte ich dich: Liebe mich, wo wie du bist.
Ich will die Liebe deines Herzens, so arm sie auch ist, so wankelmütig und unsicher und schwach. Wenn du darauf wartest, bis du vollkommen bist: du würdest mich nie lieben.
Schau, ich belasse die Engel mit ihrer vollkommenen Liebe im Himmel – um die armselige Liebe deines Herzens zu bevorzugen.
Ich brauche nicht deine Weisheit und nicht deine Talente.
Ich brauche nicht dein Geld, nicht einmal deinen Einsatz für eine gute Sache.
Es sind auch nicht deine Tugenden, die ich wünsche.
Und wenn ich dir solche schenken würde: sie würden nur deine Eigenliebe nähren.
Heute stehe ich an der Pforte deines Herzens wie ein Bettler, ich, der König der Könige.
Ich klopfe an und bitte und warte.
Öffne mir. Und berufe dich nicht auf dein Elend
Ich will den Gesang deines Herzens.
Schenke mir dein Herz.
Ich bitte dich: Tu auch die unbedeutendsten Handlungen des Alltags aus Liebe zu mir.
Was mein Herz verwunden würde, wäre zu sehen, daß du an mir zweifelst und es an Vertrauen zu mir fehlen läßt.
Wenn du mir deine Liebe schenkst, werde ich dir soviel geben, dass du zu lieben verstehst, weit mehr als du dir erträumen kannst.
Und denke immer daran, mich so zu lieben wie du bist, und mich mit der Kraft zu lieben, die du hast.
So, und nun fang an.
Lied: Ich singe dir ein Liebeslied, dir, mein Retter, dir, mein Jesus. Du hast so viel für mich getan, mein Erlöser, kostbarer Jesus. Mein Herz ist froh, denn du nennst mich ganz dein. Es gibt keinen Ort, wo ich lieber wär, als in deinem liebenden Arm. Halt mich ganz fest, ganz nah bei dir in deinem Arm.
Text 6: Fürbitten
Lied: 1. Niemand als du, Herr, kann geben, was mein Innerstes vermißt. Nichts was ich tun, Herr, ersetzt was du durch deine Nähe gibst. - Du allein stillst meine tiefste Sehnsucht. Du allein hauchst neues Leben ein. Du allein erfüllst mein Herz mit Freude. Du allein hörst meines Herzens Schrein. 2. Vater, ich lieb dich, du sättigst das Verlangen tief in mir. Füll mich, ergreif mich, bis ich tief in mir deine Liebe spür.
NACH dem Lied: Einladung zur eucharistischen Prozession, dabei ruhige instrumentale Begleitung
SCHLUSSSEGEN
Lied: Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Retter, denn er ist mein Heil.
1. Laut rühmt meine Seele Gottes Macht und Herrlichkeit,
und mein Geist frohlockt in meinem Retter und Herrn.
Denn sein Auge hat geschaut auf seine kleine Magd,
und nun singen alle Völkr mit mir im Chor.
2. Denn der Starke hat Gewaltiges an mir getan,
und sein Name leuchtet auf in herrlichem Glanz.
Er gießt sein Erbarmen aus durch alle Erdenzeit
über jeden, der im Herzen Vater ihn nennt.
3. Große Taten führt er aus mit seinem starken Arm.
Menschen voller Stolz und Hochmut treibt er davon.
Die die Macht mißbrauchen stößt er hart von seinem Thron
und erhebt die niedrig sind und arm in der Welt.
4. Hungerden lädt er zum Mahle ein an seinem Tisch,
doch mit leeren Händen schickt er Reiche nach Haus.
Seines Volkes Israel nimmt gütig er sich an,
wie er Abraham und allen Vätern verhieß.
5. Ehre sei dem Vater, der uns einlädt in sein Reich,
Ehre sei dem Sohne, der die Liebe uns zeigt,
Ehre sei dem Geiste, der die Einheit uns verleiht,
wie im Anfang so auch jetzt und für alle Zeit.
Der Freitag in der Woche nach dem Fronleichnamsfest ist das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Diesen Tag begehen wir in St. Ottilien immer mit einer besonderen Festlichkeit. Am Abend halten wir eine eucharistische Anbetung: 20 Uhr: Herz-Jesu-Rosenkranz, danach Aussetzung des Allerheiligsten, dann eine gestaltete Anbetung mit meditativen Texten und Lobpreis-Liedern, musikalisch begleitet von der "Jugend 2000".
Es folgt der Ablauf für den Lobpreisabend am 11. Juni 2010
Beginn um 20 Uhr mit Herz-Jesu-Rosenkranz
danach Aussetzung des Allerheiligsten und Anbetung
1.Jesus, höchster Name, teurer Erlöser, siegreicher Herr. Immanuel, Gott ist mit uns, herrlicher Heiland, lebendiges Wort. Er ist der Friedefürst und der allmächtige Gott. Ratgeber wunderbar, ewiger Vater, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, und seines Reiches wird kein Ende sein.
2.Jesus, wir erheben dich, unser König bist du. Du bist hier, mitten unter uns; voll Ehrfurcht stehen wir vor Dir. Wir beten an vor deinem Thron. König Jesus, die Herrschaft ist dein.
3.Ich trete vor dich, Herr, voller Dankbarkeit. Von deinen Wundern will ich singen allezeit. Du, o Herr, bist allmächtig, wunderbar und stark; nur dich erhebe ich. Ich bringe dir mein Lob als Opfergabe dar. Denn deine Herrlichkeit und Macht sind offenbar.
Anregung zum Beten: Thema: Gott Vater
• Du unser Vater, König des Himmels und der Erde.
• Wir danken dir, daß wir jetzt vor dir sein dürfen.
• Wir danke für die Gaben der Schöpfung. WIR
• Bevor du die Welt erschufst, hast du uns erwählt
• Für die Gabe der Erlösung: Taufe, Kirche.
• So sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen Sohn hingabst.
• Heute feiern wir das Fest deiner Liebe.
Anbetungslied: So sehr hast du die Welt geliebt, daß du deinen Sohn hingabst, damit jeder, der an dich glaubt, das ewige Leben hat, und dich sieht, dich erlebt, in Ehrfurcht vor die steht. - König des Himmels und der Erde, dein Name strahlt über die Welt. König des Himmels und der Erde bist du. - Bevor du diese Welt erschufst, da hast du uns erwählt, damit wir deine Kinder sind, als Erben hast du uns bestimmt. Wir sind eins, vor dir rein, gehören dir allein.
Anregung Beten: Thema: Jesus Christus
• Jesus: du hast das Reich Gottes angesagt.
• Die Zeit ist erfüllt.
• Du bist das Reich Gottes.
• Damals in Palästina,
• so auch hier.
• Dank für deine eucharistische Gegenwart
Lied: Herr, ich komme zu dir und ich steh vor dir, so wie ich bin. Alles was mich bewegt, lege ich vor dich hin. Herr, ich komme zu dir und ich schütte mein Herz bei dir aus. Was mich hindert, ganz bei dir zu sein, räume aus. Meine Sorgen sind dir nicht verborgen, du wirst sorgen für mich. Voll Vertrauen will ich auf dich schauen. Herr, ich baue auf dich! Gib mir ein neues, ungeteiltes Herz. Lege ein neues Lied in meinen Mund. Fülle mich neu mit Deinem Geist, denn du bewirkst dein Lob in mir.
Anregung zum Beten: Thema: Heiliger Geist
• Johannes: Jesus neigte sein Haupt und gab den Geist,
• als Geschenk, als Gabe,
• In der Eucharistie: das ganze Heilswerk Jesu präsent: also auch sein Kreuzesopfer,
• aus der Eucharistie fließt der Hl. Geist
Lied: Geist des Vaters, du durchdringst mich, heilger Geist, komm und erfülle mich. Herr, ich brauche deine Liebe, und ich suche deine Gegenwart, komm erfülle mich. Mach mich durch deine Gnade, Herr, vollkommen rein. Lass Deine Liebe wieder neu in mir sein. Ich such dich, ich brauch dich, ich liebe dich, mein Herr.
Anregung zum Beten: Thema: Maria
• Wo Christus ist, da ist auch seine Mutter.
• Sie konnte sagen: Das ist mein Leib.
• Erbitte uns die Gnade, deinen Sohn anzubeten, wie du ihn anbetest, - wie er es verdient.
• Du warst offen für den Heiligen Geist, wie kein anderer Mensch.
• Erbitte uns die Gaben des Heiligen Geistes.
Marienlied: 1. Meine Seele preist die Größe des Herrn, es jubelt mein Geist über Gott, meinen Retter. Meine Niedrigkeit hat er angesehn. Für alle Zeit preisen mich selig alle Geschlechter. Gott hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Sein Erbarmen hört niemals auf, es gilt allen, die ihn fürchten. 2. Mit machtvollem Arm zerstreut er die Hochmütigen, stürzt die Mächtigen vom Thron, richt auf die Unterdrückten. Er macht Hungernde satt, lässt Reichen leer ausgehn. Er denkt an sein Volk, so wie er es verheißen.
Text 1: Ich bin bei dir
Eine Meditation über die Nähe Gottes
Ich war, bevor du warst.
Ich war, als du wurdest.
Ich habe dich gewollt.
Ich bin bei dir, seit du bist.
Ich schenkte dir die Fülle meiner Kraft.
Ich hauchte dir meinen Geist ein.
Ich umhüllte dich mit dem Mantel meiner Liebe.
Ich gab dir alles, was zum Leben notwendig ist.
Ich bin dir Weg und Licht.
Ich bin bei dir, seit du fühlst und empfindest.
Ich bin bei dir, seit du dich bewegen kannst.
Ich bin bei dir, seit du hörst und sprichst.
Ich bin bei dir, seit du lachst.
Ich bin bei dir und sorge für dich.
Ich bin bei dir, wenn du dich freust und glücklich bist.
Ich bin bei dir, wenn du mit lieben Freunden und guten Menschen zusammen bist.
Ich bin bei dir, wenn es dir gut geht und wenn du gesund bist.
Ich bin bei dir, wenn du allein bist.
Ich bin bei dir, wenn keiner mit dir spricht und wenn keiner dir zuhört.
Ich bin bei dir, wenn dich Ängste quälen.
Ich bin bei dir und schütze dich.
Ich bin bei dir, wenn Zweifel dich zermürben.
Ich bin bei dir, wenn du traurig bist und weinst.
Ich bin bei dir, wenn du dich einsam fühlst.
Ich bin bei dir, wenn alle dich verlassen haben.
Ich bin bei dir und tröste dich.
Ich bin bei dir, wenn Kummer dich drückt.
Ich bin bei dir, wenn du krank bist und Schmerzen dich plagen.
Ich bin bei dir, wenn es dunkel um dich wird.
Ich bin bei dir, wenn du blind und gebrechlich bist.
Ich bin bei dir und schenke dir Heilung, Licht und Halst.
Ich bin bei dir, wenn Sorgen dir zusetzen.
Ich bin bei dir, wenn Not in deinem Hause wohnt.
Ich bin ei dir, wenn du vor dir und deinen Problemen wegläufst.
Ich bin bei dir und gebe dir Rat und Stärke und biete dir Zuflucht.
Ich bin bei dir, wenn eisige Kälte dich umgibt.
Ich bin bei dir und wäre dich mit der Glut meiner Liebe.
Ich bin bei dir, wenn es dich hungert und dürstet.
Ich bin bei dir und gebe dir Speise und stille deinen Durst.
Ich bin bei dir, wenn du strauchelst oder stürzt.
Ich bin bei dir und fange dich auf.
Ich bin bei dir, wenn du ungerecht behandelt wirst.
Ich bin bei dir und ich mache dich frei und ich lindere deine Schmerzen.
Ich bin bei dir, wenn man dir Unrecht zufügt.
Ich bin dann bei dir und verschaffe dir Recht.
Ich bin bei dir an jedem neuen Morgen.
Ich bin bei dir an jedem neuen Tag.
Ich bin bei dir an jedem Abend, in jeder Nacht.
Ich bin bei dir, wenn du nicht schlafen kannst und mich in wachen Nächsten anrufst.
Ich bin bei dir, wenn du Ruhe und Frieden suchst.
Ich bin bei dir und wache alle Zeit über dich.
Ich bin bei dir in jeder Not.
Ich bin bei dir bei deinem Sterben.
Ich bin bei dir, wenn du vor mir stehst.
Ich bin bei dir und halte dich.
Ich erwarte dich und bereite dir eine Wohnung.
Ich, dein Gott, dein Schöpfer, dein Vater:
Ich bin also immer um dich und behüte dich.
Ich sorge mich um dich, wie ein Vater sich sorgt um sein Kind.
Ich, der ewige Gott, werde immer für dich da sein.
Ich, der ewige Gott, bin ewig bei dir.
Lied: 1. Über alle Welt bist du der Herr, über jeden Berg, die Sonne und das Meer. Doch mein größter Wunsch, das, was ich begehr, ist: Herr, regiere du in mir. - Regier in mir in deiner Kraft, über jeden Traum auchin tiefster Nacht. Du bist mein Gott, ich gehöre dir. Darum regiere du in mir. 2. Alles, was ich denk, und jedes Wort, soll ein Spiegel sein von deiner Schönheit, Gott. Du bedeutest mir mehr als alles hier, darum regiere du in mir.
Text 2: So spricht Gott:
Ich wollte schon immer mit dir reden,
aber du hast mir keine Zeit gelassen.
Ich wollte dir schon immer sagen:
„Ich bin für dich da.“
Aber du hattest Angst.
Ich wollte dir schon immer sagen:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.“
Aber du hast mir nicht geglaubt,
sondern du hast mich für fern und für abwesend gehalten.
Ich wollte schon immer mit dir reden,
aber du hast mich nicht ausreden lassen.
Es steht dir frei, du kannst dich entscheiden,
ob du mir zuhörst oder ob du weghören willst.
Wenn du bereit bist,
auf meine Worte zu hören,
dann möchte ich dir sagen:
„Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“
Meine Liebe bleibt seit Ewigkeit gleich.
Ob du dich abwendest oder mir zuwendest:
Ich liebe dich.
Ich kann dich nicht mehr lieben als ich dich schon liebe.
Und ich werde dich niemals weniger lieben,
was du auch tun magst.
Weil du lebst, liebe ich dich.
Weil du dich entfaltest, liebe ich dich.
Weil du Mensch bist, liebe ich dich.
Weil du der Erde angehörst, liebe ich dich.
Weil ich dir von meinem Geist gegeben habe, liebe ich dich.
Weil du dich in diesem Leben bewähren mußt, lieb ich dich.
Weil du nicht ohne Hoffnung und Glauben leben kannst, liebe ich dich.
Mit ewiger Liebe liebe ich dich.
Du kannst dich mir anvertrauen.
Ich habe immer Zeit für dich.
Wann immer, wo immer, wie oft immer.
In der Nacht, am Tag, komm zu mir, setz dich hin.
Du brauchst mir nichts zu erzählen.
Ich sehe dich und ich freue mich an dir.
Wenn du willst, kannst du reden.
Meine Liebe zu dir war schon längst wirksam,
bevor du auf die Welt gekommen bist.
Weil ich dich liebe, darum bist du und darum bleibst du.
Du kannst nicht sterben.
Ich kann dich nicht vernichten: weil ich dich liebe.
Was immer du tust: ich gehe dir nach.
Verläßt schon eine Mutter ihr Kind nicht,
auch wenn es etwas Böses täte,
so verlasse ich dich auf keinen Fall: denn ich liebe dich.
Laß dich lieben!
Öffne dich, und lass dich von mir lieben.
Erkenne meine Liebe in der Schöpfung, die dich umgibt.
Laß dich lieben von den Bergen, die du siehst.
Laß dich lieben von dem Blumenfeld.
Laß dich lieben von den Menschen, die dir zulächeln.
Laß dich lieben von der Erde.
Laß dich lieben von den Sternen.
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.
Du, Menschenkind, ich kenne deine Geschichte.
Mit ist nichts verborgen.
Ich warte, bis du ja zu mir sagst.
Ich werde dich nicht erpressen,
und ich werde dich nicht manipulieren.
Ich kreuze ab und zu deine Wege.
Ich warte hoffnungsvoll auf deine Zustimmung und auf dein Vertrauen zu mir.
Ich habe nichts davon, wenn du Angst hast vor mir.
Aber um dein Vertrauen zu erreichen, tu ich, dein Gott, alles für dich.
Lied: 1. Vater des Lichts, du erfreust dich an deinen Kindern. - Alles, was gut und vollkommen ist, kommt von dir. 2. Vatr des Lichts, du änderst dich nicht, bist immer derselbe.
Text 3: …und was ich dir auch noch sagen wollte…
Du bist aus meinem Geheimnis hervorgegangen:
Weil ich dich wollte zu der Zeit.
Es ist mein Plan.
Ich habe es gewollt für dich und für die anderen.
Es ist mein Plan zum Segen.
Mein Plan ist es, dass das alles zum Segen wird.
Ich habe es gewollt in diesen Umständen des Anfangs deines Lebens.
Ich nehme das und wandle es zum Segen.
Nimm das so an!
Hadere nicht!
Es ist gut.
Ich brauche das.
Ich segne dich darin.
Lass es auch zum Segen werden.
Gib deine Zustimmung.
Ich mache keine Fehler.
Ich wandle das alles zum Segen für dich und für die anderen.
Ich wirke dadurch.
Bleib nicht bei deinen Ausrutschern stehen.
Darum geht es nicht.
Versöhne dich mit dir und deiner Geschichte.
Preise mich!
Ich ebne einen Weg durch die Steppe.
Ich gebe dir versteckte Kostbarkeiten.
Preise mich für das, was ich getan habe.
Ich hab es gefügt.
Ich werde dich leiten.
Es ist dein Charisma.
Das Aktuelle habe ich zugelassen, damit du dich mit deinem Lebensanfang versöhnst.
Ich segne dich in deiner Männlichkeit.
Ich segne dich in deiner Weiblichkeit.
Und ich bestätige und ich bestärke dich darin.
Du bist mir gut genug.
Du kannst nicht besser sein; ich habe dich wunderbar und herrlich gemacht.
Als mein Abbild.
Versöhne dich mit deinem Lebensanfang – und durch brauchst keine Illusionen mehr.
Du bist gut,
Ich mache keine Fehler.
Du hast es nicht nötig, nach Illusionen zu schauen.
Du bist gut.
Nimm dich an.
Sag JA zu deinem Lebensursprung, so wie er war.
Versöhne dich damit.
Deine Schwächen, dein Versagen, deine Fehler, deine Sünden: eigentlich interessieren sie mich nicht.
Sie spielen keine Rolle für meine Liebe zu dir.
Sie hindern mich nicht in meiner Liebe zu dir.
Deswegen liebe ich dich nicht mehr,
denn ich kann dich nicht mehr lieben.
Und deswegen liebe ich dich auch nicht weniger,
denn ich kann nicht von meiner Liebe zu dir ablassen.
Ich kann dich nicht mit Liebesentzug bestrafen.
DU bist mir wichtig.
Und das ist die Wahrheit.
Mich interessieren auch nicht die Lebenslügen, die andere Personen auf dich gelegt haben und die du für dich übernommen hast.
Und mit denen du jetzt dein Selbstbild formst und deinen Selbstwert bemißt.
Das alles bist du nicht.
Das ist nicht die Wahrheit, die ich für dich habe.
Ich habe eine andere Wahrheit für dich.
Ich habe sie dir eben gesagt:
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.
Du bist etwas anderes als das, was du erfahren hast.
Brich mit deiner Vergangenheit.
Tritt heraus aus deiner Vergangenheit.
Du kennst deine Wahrheit.
Nimm sie in dein Leben hinein.
Forme mit meiner Wahrheit dein Leben.
Lied: Herr, dein Name sei erhöht, Herr, ich singe dir zur Ehre. Danke, dass du in mir lebst, danke für deine Erlösung. - Du kamst vom Himmel herab, zeigst uns den Weg, Herr, du hast am Kreuz bezahlt für meine Schuld. Und sie legten dich ins Grab, doch du stiegst zum Himmel auf, Herr, dein Name sei erhöht.
Text 4: „…unruhig ist deine Seele in dir, bis sie ruht in mir…“
Halte inne – in der Geschäftigkeit deiner Pflichten.
Werde ruhig – in der Unruhe deines Geistes.
Lass deine Gedanken, deine Sehnsüchte und auch deine Ängste los.
Laß dich jetzt ganz auf meine Nähe ein.
Fühle dich bei mir geborgen und erfasse die unendliche Liebe, die ich dir schenken möchte –
Weil du für mich einmalig bist.
Ich habe dir eine Berufung geschenkt.
Ich habe einen Plan mit dir und für dich.
Doch du wirst ihn nur begreifen und erfüllen können, wenn du dich wirklich auf mich einläßt,
wenn du mich in dein Herz einläßt.
Doch zuerst mußt du begreifen,
dass du selbst nichts tun kannst,
dass du auch nichts tun sollst.
Ich weiß, das ist genau das,
was dir so schwer fällt,
und was du so schwer glauben kannst.
Du glaubst noch immer,
dass du deinen Mitmenschen etwas beweisen mußt:
Dass du ein Recht hast zu leben,
dass du liebenswert bist.
Du mühst dich ab und du glaubst,
dass du dir auch meine Liebe verdienen mußt.
Du irrst dich.
Was ich wirklich von dir will,
ist dein Vertrauen und deine Liebe.
Lerne, mir zu vertrauen.
Glaube an meine bedingungslose Liebe.
Ich knüpfe meine Liebe zu dir – nicht an die Erfüllung von Bedingungen.
Eben darum liebe ich dich bedingungslos,
wie kein Mensch es tun kann.
Meine Liebe will dich formen, damit du mir ähnlich wirst.
So kannst du ein wahrer Träger meiner Liebe sein.
Du wirst beginnen,
deine Mitmenschen und alles, was um dich herum geschieht, mit meinen Augen zu sehen.
Und du wirst aufhören, die Menschen und die Umstände nach deinen Ansprüchen verändern zu wollen.
Du wirst lernen, die Menschen anzunehmen und zu sehen und zu lieben.
Du wirst die Dinge und Situationen, die dir begegnen, besser verstehen – weil die Liebe dir ihren Sinn erschließen kann.
Ich bin jetzt und hier bei dir – gegenwärtig in der Eucharistie, und ich schaue dich an.
Laß es zu, und lass meinen Blick auf dir ruhen und weich ihm nicht aus.
Wenn du es wagst, meinem Blick stand zu halten, mich anzublicken, meinen Blick zu erwidern,
dann erschließt sich dir das Übermaß an Liebe, daß ich für dich empfinde.
Laß sie dein Herz berühren und es erfüllen – sie wird sich darin ausbreiten und alles Schlechte daraus verbannen.
Je tiefer dir meine Liebe bewußt wird,
um so bewußter wird dir auch all das Negative und Verdrehte in deinem Leben werden.
Aber ängstige nicht davor,
laß zu, dass diese Dinge in dein Bewußtsein dringen,
damit du sie mir geben kannst.
Nur so kann ich dich allmählich davon befreien.
Nutze diese Zeit dazu, damit du wirklich frei werden kannst von den belastenden Dingen in deinem Herzen,
damit ich es ganz und gar mit meiner Liebe erfüllen kann.
Lied: 1. Wo ich auch stehe, du warst schon da. Wenn ich auch fliehe, du bist mir nah. Was ich auch denke, du weißt es schon. Was ich auch fühle, du wirst verstehn. - Und ich danke dir, dass du michkennst und trotzdem liebst, und dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst. Herr, du richtest mich wieder auf und du hebst mich zu dir hinauf. Ja, ich danke dir, dass du mich kennst und troztdem liebst. 2. Du kennt mein Herz, die Sehnsucht in mir. Als wahrer Gtt und Mensch warst du hier. In allem uns gleich und doch ohne Schuld. Du bist barmherzig, voller Geduld.
Text 5: Liebe mich, so wie du bist
Ich habe dich meiner Liebe versichert.
Jetzt bitte ich dich um deine Liebe.
Ich kenne dein Elend, die Kämpfe, die Drangsale deiner Seele, die Schwächen deines Leibes.
Ich weiß auch um deine Feigheit und um deine Sünden, und trotzdem sage ich dir: Gib mir dein Herz.
Liebe mich, wo wie du bist.
Warte nicht darauf, erst vollkommen zu werden, um mich dann zu lieben: du würdest mich nie lieben.
Wenn du auch nachlässig bist in der Erfüllung deiner Pflichten und in der Übung der Tugenden,
wenn du auch immer wieder in eine bestimmte Sünde zurückfällst, die du nicht mehr begehen möchtest:
ich möchte nicht auf deine Liebe zu mir verzichten.
Liebe mich, so wie du bist.
Es gibt sehr verschiedene Situationen in deinem Leben:
Da gibt es Eifer und Nachlässigkeit,
und es gibt Treue und Untreue.
In jedem Augenblick und in allen Situationen bitte ich dich: Liebe mich, wo wie du bist.
Ich will die Liebe deines Herzens, so arm sie auch ist, so wankelmütig und unsicher und schwach. Wenn du darauf wartest, bis du vollkommen bist: du würdest mich nie lieben.
Schau, ich belasse die Engel mit ihrer vollkommenen Liebe im Himmel – um die armselige Liebe deines Herzens zu bevorzugen.
Ich brauche nicht deine Weisheit und nicht deine Talente.
Ich brauche nicht dein Geld, nicht einmal deinen Einsatz für eine gute Sache.
Es sind auch nicht deine Tugenden, die ich wünsche.
Und wenn ich dir solche schenken würde: sie würden nur deine Eigenliebe nähren.
Heute stehe ich an der Pforte deines Herzens wie ein Bettler, ich, der König der Könige.
Ich klopfe an und bitte und warte.
Öffne mir. Und berufe dich nicht auf dein Elend
Ich will den Gesang deines Herzens.
Schenke mir dein Herz.
Ich bitte dich: Tu auch die unbedeutendsten Handlungen des Alltags aus Liebe zu mir.
Was mein Herz verwunden würde, wäre zu sehen, daß du an mir zweifelst und es an Vertrauen zu mir fehlen läßt.
Wenn du mir deine Liebe schenkst, werde ich dir soviel geben, dass du zu lieben verstehst, weit mehr als du dir erträumen kannst.
Und denke immer daran, mich so zu lieben wie du bist, und mich mit der Kraft zu lieben, die du hast.
So, und nun fang an.
Lied: Ich singe dir ein Liebeslied, dir, mein Retter, dir, mein Jesus. Du hast so viel für mich getan, mein Erlöser, kostbarer Jesus. Mein Herz ist froh, denn du nennst mich ganz dein. Es gibt keinen Ort, wo ich lieber wär, als in deinem liebenden Arm. Halt mich ganz fest, ganz nah bei dir in deinem Arm.
Text 6: Fürbitten
Lied: 1. Niemand als du, Herr, kann geben, was mein Innerstes vermißt. Nichts was ich tun, Herr, ersetzt was du durch deine Nähe gibst. - Du allein stillst meine tiefste Sehnsucht. Du allein hauchst neues Leben ein. Du allein erfüllst mein Herz mit Freude. Du allein hörst meines Herzens Schrein. 2. Vater, ich lieb dich, du sättigst das Verlangen tief in mir. Füll mich, ergreif mich, bis ich tief in mir deine Liebe spür.
NACH dem Lied: Einladung zur eucharistischen Prozession, dabei ruhige instrumentale Begleitung
SCHLUSSSEGEN
Lied: Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Retter, denn er ist mein Heil.
1. Laut rühmt meine Seele Gottes Macht und Herrlichkeit,
und mein Geist frohlockt in meinem Retter und Herrn.
Denn sein Auge hat geschaut auf seine kleine Magd,
und nun singen alle Völkr mit mir im Chor.
2. Denn der Starke hat Gewaltiges an mir getan,
und sein Name leuchtet auf in herrlichem Glanz.
Er gießt sein Erbarmen aus durch alle Erdenzeit
über jeden, der im Herzen Vater ihn nennt.
3. Große Taten führt er aus mit seinem starken Arm.
Menschen voller Stolz und Hochmut treibt er davon.
Die die Macht mißbrauchen stößt er hart von seinem Thron
und erhebt die niedrig sind und arm in der Welt.
4. Hungerden lädt er zum Mahle ein an seinem Tisch,
doch mit leeren Händen schickt er Reiche nach Haus.
Seines Volkes Israel nimmt gütig er sich an,
wie er Abraham und allen Vätern verhieß.
5. Ehre sei dem Vater, der uns einlädt in sein Reich,
Ehre sei dem Sohne, der die Liebe uns zeigt,
Ehre sei dem Geiste, der die Einheit uns verleiht,
wie im Anfang so auch jetzt und für alle Zeit.
Eucharistischer Lobpreis 2010 - MIT BILDERN
Unsere Klosterkirche ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.
Der Freitag in der Woche nach dem Fronleichnamsfest ist das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Diesen Tag begehen wir in St. Ottilien immer mit einer besonderen Festlichkeit. Am Abend halten wir eine eucharistische Anbetung: 20 Uhr: Herz-Jesu-Rosenkranz, danach Aussetzung des Allerheiligsten, dann eine gestaltete Anbetung mit meditativen Texten und Lobpreis-Liedern, musikalisch begleitet von der "Jugend 2000".
Es folgt der Ablauf für den Lobpreisabend am 11. Juni 2010
Beginn um 20 Uhr mit Herz-Jesu-Rosenkranz
danach Aussetzung des Allerheiligsten und Anbetung
1.Jesus, höchster Name, teurer Erlöser, siegreicher Herr. Immanuel, Gott ist mit uns, herrlicher Heiland, lebendiges Wort. Er ist der Friedefürst und der allmächtige Gott. Ratgeber wunderbar, ewiger Vater, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, und seines Reiches wird kein Ende sein.
2.Jesus, wir erheben dich, unser König bist du. Du bist hier, mitten unter uns; voll Ehrfurcht stehen wir vor Dir. Wir beten an vor deinem Thron. König Jesus, die Herrschaft ist dein.
3.Ich trete vor dich, Herr, voller Dankbarkeit. Von deinen Wundern will ich singen allezeit. Du, o Herr, bist allmächtig, wunderbar und stark; nur dich erhebe ich. Ich bringe dir mein Lob als Opfergabe dar. Denn deine Herrlichkeit und Macht sind offenbar.
Anregung zum Beten: Thema: Gott Vater
• Du unser Vater, König des Himmels und der Erde.
• Wir danken dir, daß wir jetzt vor dir sein dürfen.
• Wir danke für die Gaben der Schöpfung. WIR
• Bevor du die Welt erschufst, hast du uns erwählt
• Für die Gabe der Erlösung: Taufe, Kirche.
• So sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen Sohn hingabst.
• Heute feiern wir das Fest deiner Liebe.
Anbetungslied: So sehr hast du die Welt geliebt, daß du deinen Sohn hingabst, damit jeder, der an dich glaubt, das ewige Leben hat, und dich sieht, dich erlebt, in Ehrfurcht vor die steht. - König des Himmels und der Erde, dein Name strahlt über die Welt. König des Himmels und der Erde bist du. - Bevor du diese Welt erschufst, da hast du uns erwählt, damit wir deine Kinder sind, als Erben hast du uns bestimmt. Wir sind eins, vor dir rein, gehören dir allein.
Anregung Beten: Thema: Jesus Christus
• Jesus: du hast das Reich Gottes angesagt.
• Die Zeit ist erfüllt.
• Du bist das Reich Gottes.
• Damals in Palästina,
• so auch hier.
• Dank für deine eucharistische Gegenwart
Lied: Herr, ich komme zu dir und ich steh vor dir, so wie ich bin. Alles was mich bewegt, lege ich vor dich hin. Herr, ich komme zu dir und ich schütte mein Herz bei dir aus. Was mich hindert, ganz bei dir zu sein, räume aus. Meine Sorgen sind dir nicht verborgen, du wirst sorgen für mich. Voll Vertrauen will ich auf dich schauen. Herr, ich baue auf dich! Gib mir ein neues, ungeteiltes Herz. Lege ein neues Lied in meinen Mund. Fülle mich neu mit Deinem Geist, denn du bewirkst dein Lob in mir.
Anregung zum Beten: Thema: Heiliger Geist
• Johannes: Jesus neigte sein Haupt und gab den Geist,
• als Geschenk, als Gabe,
• In der Eucharistie: das ganze Heilswerk Jesu präsent: also auch sein Kreuzesopfer,
• aus der Eucharistie fließt der Hl. Geist
Lied: Geist des Vaters, du durchdringst mich, heilger Geist, komm und erfülle mich. Herr, ich brauche deine Liebe, und ich suche deine Gegenwart, komm erfülle mich. Mach mich durch deine Gnade, Herr, vollkommen rein. Lass Deine Liebe wieder neu in mir sein. Ich such dich, ich brauch dich, ich liebe dich, mein Herr.
Anregung zum Beten: Thema: Maria
• Wo Christus ist, da ist auch seine Mutter.
• Sie konnte sagen: Das ist mein Leib.
• Erbitte uns die Gnade, deinen Sohn anzubeten, wie du ihn anbetest, - wie er es verdient.
• Du warst offen für den Heiligen Geist, wie kein anderer Mensch.
• Erbitte uns die Gaben des Heiligen Geistes.
Marienlied: 1. Meine Seele preist die Größe des Herrn, es jubelt mein Geist über Gott, meinen Retter. Meine Niedrigkeit hat er angesehn. Für alle Zeit preisen mich selig alle Geschlechter. Gott hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Sein Erbarmen hört niemals auf, es gilt allen, die ihn fürchten. 2. Mit machtvollem Arm zerstreut er die Hochmütigen, stürzt die Mächtigen vom Thron, richt auf die Unterdrückten. Er macht Hungernde satt, lässt Reichen leer ausgehn. Er denkt an sein Volk, so wie er es verheißen.
Text 1: Ich bin bei dir
Eine Meditation über die Nähe Gottes
Ich war, bevor du warst.
Ich war, als du wurdest.
Ich habe dich gewollt.
Ich bin bei dir, seit du bist.
Ich schenkte dir die Fülle meiner Kraft.
Ich hauchte dir meinen Geist ein.
Ich umhüllte dich mit dem Mantel meiner Liebe.
Ich gab dir alles, was zum Leben notwendig ist.
Ich bin dir Weg und Licht.
Ich bin bei dir, seit du fühlst und empfindest.
Ich bin bei dir, seit du dich bewegen kannst.
Ich bin bei dir, seit du hörst und sprichst.
Ich bin bei dir, seit du lachst.
Ich bin bei dir und sorge für dich.
Ich bin bei dir, wenn du dich freust und glücklich bist.
Ich bin bei dir, wenn du mit lieben Freunden und guten Menschen zusammen bist.
Ich bin bei dir, wenn es dir gut geht und wenn du gesund bist.
Ich bin bei dir, wenn du allein bist.
Ich bin bei dir, wenn keiner mit dir spricht und wenn keiner dir zuhört.
Ich bin bei dir, wenn dich Ängste quälen.
Ich bin bei dir und schütze dich.
Ich bin bei dir, wenn Zweifel dich zermürben.
Ich bin bei dir, wenn du traurig bist und weinst.
Ich bin bei dir, wenn du dich einsam fühlst.
Ich bin bei dir, wenn alle dich verlassen haben.
Ich bin bei dir und tröste dich.
Ich bin bei dir, wenn Kummer dich drückt.
Ich bin bei dir, wenn du krank bist und Schmerzen dich plagen.
Ich bin bei dir, wenn es dunkel um dich wird.
Ich bin bei dir, wenn du blind und gebrechlich bist.
Ich bin bei dir und schenke dir Heilung, Licht und Halst.
Ich bin bei dir, wenn Sorgen dir zusetzen.
Ich bin bei dir, wenn Not in deinem Hause wohnt.
Ich bin ei dir, wenn du vor dir und deinen Problemen wegläufst.
Ich bin bei dir und gebe dir Rat und Stärke und biete dir Zuflucht.
Ich bin bei dir, wenn eisige Kälte dich umgibt.
Ich bin bei dir und wäre dich mit der Glut meiner Liebe.
Ich bin bei dir, wenn es dich hungert und dürstet.
Ich bin bei dir und gebe dir Speise und stille deinen Durst.
Ich bin bei dir, wenn du strauchelst oder stürzt.
Ich bin bei dir und fange dich auf.
Ich bin bei dir, wenn du ungerecht behandelt wirst.
Ich bin bei dir und ich mache dich frei und ich lindere deine Schmerzen.
Ich bin bei dir, wenn man dir Unrecht zufügt.
Ich bin dann bei dir und verschaffe dir Recht.
Ich bin bei dir an jedem neuen Morgen.
Ich bin bei dir an jedem neuen Tag.
Ich bin bei dir an jedem Abend, in jeder Nacht.
Ich bin bei dir, wenn du nicht schlafen kannst und mich in wachen Nächsten anrufst.
Ich bin bei dir, wenn du Ruhe und Frieden suchst.
Ich bin bei dir und wache alle Zeit über dich.
Ich bin bei dir in jeder Not.
Ich bin bei dir bei deinem Sterben.
Ich bin bei dir, wenn du vor mir stehst.
Ich bin bei dir und halte dich.
Ich erwarte dich und bereite dir eine Wohnung.
Ich, dein Gott, dein Schöpfer, dein Vater:
Ich bin also immer um dich und behüte dich.
Ich sorge mich um dich, wie ein Vater sich sorgt um sein Kind.
Ich, der ewige Gott, werde immer für dich da sein.
Ich, der ewige Gott, bin ewig bei dir.
Lied: 1. Über alle Welt bist du der Herr, über jeden Berg, die Sonne und das Meer. Doch mein größter Wunsch, das, was ich begehr, ist: Herr, regiere du in mir. - Regier in mir in deiner Kraft, über jeden Traum auchin tiefster Nacht. Du bist mein Gott, ich gehöre dir. Darum regiere du in mir. 2. Alles, was ich denk, und jedes Wort, soll ein Spiegel sein von deiner Schönheit, Gott. Du bedeutest mir mehr als alles hier, darum regiere du in mir.
Text 2: So spricht Gott:
Ich wollte schon immer mit dir reden,
aber du hast mir keine Zeit gelassen.
Ich wollte dir schon immer sagen:
„Ich bin für dich da.“
Aber du hattest Angst.
Ich wollte dir schon immer sagen:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.“
Aber du hast mir nicht geglaubt,
sondern du hast mich für fern und für abwesend gehalten.
Ich wollte schon immer mit dir reden,
aber du hast mich nicht ausreden lassen.
Es steht dir frei, du kannst dich entscheiden,
ob du mir zuhörst oder ob du weghören willst.
Wenn du bereit bist,
auf meine Worte zu hören,
dann möchte ich dir sagen:
„Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“
Meine Liebe bleibt seit Ewigkeit gleich.
Ob du dich abwendest oder mir zuwendest:
Ich liebe dich.
Ich kann dich nicht mehr lieben als ich dich schon liebe.
Und ich werde dich niemals weniger lieben,
was du auch tun magst.
Weil du lebst, liebe ich dich.
Weil du dich entfaltest, liebe ich dich.
Weil du Mensch bist, liebe ich dich.
Weil du der Erde angehörst, liebe ich dich.
Weil ich dir von meinem Geist gegeben habe, liebe ich dich.
Weil du dich in diesem Leben bewähren mußt, lieb ich dich.
Weil du nicht ohne Hoffnung und Glauben leben kannst, liebe ich dich.
Mit ewiger Liebe liebe ich dich.
Du kannst dich mir anvertrauen.
Ich habe immer Zeit für dich.
Wann immer, wo immer, wie oft immer.
In der Nacht, am Tag, komm zu mir, setz dich hin.
Du brauchst mir nichts zu erzählen.
Ich sehe dich und ich freue mich an dir.
Wenn du willst, kannst du reden.
Meine Liebe zu dir war schon längst wirksam,
bevor du auf die Welt gekommen bist.
Weil ich dich liebe, darum bist du und darum bleibst du.
Du kannst nicht sterben.
Ich kann dich nicht vernichten: weil ich dich liebe.
Was immer du tust: ich gehe dir nach.
Verläßt schon eine Mutter ihr Kind nicht,
auch wenn es etwas Böses täte,
so verlasse ich dich auf keinen Fall: denn ich liebe dich.
Laß dich lieben!
Öffne dich, und lass dich von mir lieben.
Erkenne meine Liebe in der Schöpfung, die dich umgibt.
Laß dich lieben von den Bergen, die du siehst.
Laß dich lieben von dem Blumenfeld.
Laß dich lieben von den Menschen, die dir zulächeln.
Laß dich lieben von der Erde.
Laß dich lieben von den Sternen.
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.
Du, Menschenkind, ich kenne deine Geschichte.
Mit ist nichts verborgen.
Ich warte, bis du ja zu mir sagst.
Ich werde dich nicht erpressen,
und ich werde dich nicht manipulieren.
Ich kreuze ab und zu deine Wege.
Ich warte hoffnungsvoll auf deine Zustimmung und auf dein Vertrauen zu mir.
Ich habe nichts davon, wenn du Angst hast vor mir.
Aber um dein Vertrauen zu erreichen, tu ich, dein Gott, alles für dich.
Lied: 1. Vater des Lichts, du erfreust dich an deinen Kindern. - Alles, was gut und vollkommen ist, kommt von dir. 2. Vatr des Lichts, du änderst dich nicht, bist immer derselbe.
Text 3: …und was ich dir auch noch sagen wollte…
Du bist aus meinem Geheimnis hervorgegangen:
Weil ich dich wollte zu der Zeit.
Es ist mein Plan.
Ich habe es gewollt für dich und für die anderen.
Es ist mein Plan zum Segen.
Mein Plan ist es, dass das alles zum Segen wird.
Ich habe es gewollt in diesen Umständen des Anfangs deines Lebens.
Ich nehme das und wandle es zum Segen.
Nimm das so an!
Hadere nicht!
Es ist gut.
Ich brauche das.
Ich segne dich darin.
Lass es auch zum Segen werden.
Gib deine Zustimmung.
Ich mache keine Fehler.
Ich wandle das alles zum Segen für dich und für die anderen.
Ich wirke dadurch.
Bleib nicht bei deinen Ausrutschern stehen.
Darum geht es nicht.
Versöhne dich mit dir und deiner Geschichte.
Preise mich!
Ich ebne einen Weg durch die Steppe.
Ich gebe dir versteckte Kostbarkeiten.
Preise mich für das, was ich getan habe.
Ich hab es gefügt.
Ich werde dich leiten.
Es ist dein Charisma.
Das Aktuelle habe ich zugelassen, damit du dich mit deinem Lebensanfang versöhnst.
Ich segne dich in deiner Männlichkeit.
Ich segne dich in deiner Weiblichkeit.
Und ich bestätige und ich bestärke dich darin.
Du bist mir gut genug.
Du kannst nicht besser sein; ich habe dich wunderbar und herrlich gemacht.
Als mein Abbild.
Versöhne dich mit deinem Lebensanfang – und durch brauchst keine Illusionen mehr.
Du bist gut,
Ich mache keine Fehler.
Du hast es nicht nötig, nach Illusionen zu schauen.
Du bist gut.
Nimm dich an.
Sag JA zu deinem Lebensursprung, so wie er war.
Versöhne dich damit.
Deine Schwächen, dein Versagen, deine Fehler, deine Sünden: eigentlich interessieren sie mich nicht.
Sie spielen keine Rolle für meine Liebe zu dir.
Sie hindern mich nicht in meiner Liebe zu dir.
Deswegen liebe ich dich nicht mehr,
denn ich kann dich nicht mehr lieben.
Und deswegen liebe ich dich auch nicht weniger,
denn ich kann nicht von meiner Liebe zu dir ablassen.
Ich kann dich nicht mit Liebesentzug bestrafen.
DU bist mir wichtig.
Und das ist die Wahrheit.
Mich interessieren auch nicht die Lebenslügen, die andere Personen auf dich gelegt haben und die du für dich übernommen hast.
Und mit denen du jetzt dein Selbstbild formst und deinen Selbstwert bemißt.
Das alles bist du nicht.
Das ist nicht die Wahrheit, die ich für dich habe.
Ich habe eine andere Wahrheit für dich.
Ich habe sie dir eben gesagt:
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.
Du bist etwas anderes als das, was du erfahren hast.
Brich mit deiner Vergangenheit.
Tritt heraus aus deiner Vergangenheit.
Du kennst deine Wahrheit.
Nimm sie in dein Leben hinein.
Forme mit meiner Wahrheit dein Leben.
Lied: Herr, dein Name sei erhöht, Herr, ich singe dir zur Ehre. Danke, dass du in mir lebst, danke für deine Erlösung. - Du kamst vom Himmel herab, zeigst uns den Weg, Herr, du hast am Kreuz bezahlt für meine Schuld. Und sie legten dich ins Grab, doch du stiegst zum Himmel auf, Herr, dein Name sei erhöht.
Text 4: „…unruhig ist deine Seele in dir, bis sie ruht in mir…“
Halte inne – in der Geschäftigkeit deiner Pflichten.
Werde ruhig – in der Unruhe deines Geistes.
Lass deine Gedanken, deine Sehnsüchte und auch deine Ängste los.
Laß dich jetzt ganz auf meine Nähe ein.
Fühle dich bei mir geborgen und erfasse die unendliche Liebe, die ich dir schenken möchte –
Weil du für mich einmalig bist.
Ich habe dir eine Berufung geschenkt.
Ich habe einen Plan mit dir und für dich.
Doch du wirst ihn nur begreifen und erfüllen können, wenn du dich wirklich auf mich einläßt,
wenn du mich in dein Herz einläßt.
Doch zuerst mußt du begreifen,
dass du selbst nichts tun kannst,
dass du auch nichts tun sollst.
Ich weiß, das ist genau das,
was dir so schwer fällt,
und was du so schwer glauben kannst.
Du glaubst noch immer,
dass du deinen Mitmenschen etwas beweisen mußt:
Dass du ein Recht hast zu leben,
dass du liebenswert bist.
Du mühst dich ab und du glaubst,
dass du dir auch meine Liebe verdienen mußt.
Du irrst dich.
Was ich wirklich von dir will,
ist dein Vertrauen und deine Liebe.
Lerne, mir zu vertrauen.
Glaube an meine bedingungslose Liebe.
Ich knüpfe meine Liebe zu dir – nicht an die Erfüllung von Bedingungen.
Eben darum liebe ich dich bedingungslos,
wie kein Mensch es tun kann.
Meine Liebe will dich formen, damit du mir ähnlich wirst.
So kannst du ein wahrer Träger meiner Liebe sein.
Du wirst beginnen,
deine Mitmenschen und alles, was um dich herum geschieht, mit meinen Augen zu sehen.
Und du wirst aufhören, die Menschen und die Umstände nach deinen Ansprüchen verändern zu wollen.
Du wirst lernen, die Menschen anzunehmen und zu sehen und zu lieben.
Du wirst die Dinge und Situationen, die dir begegnen, besser verstehen – weil die Liebe dir ihren Sinn erschließen kann.
Ich bin jetzt und hier bei dir – gegenwärtig in der Eucharistie, und ich schaue dich an.
Laß es zu, und lass meinen Blick auf dir ruhen und weich ihm nicht aus.
Wenn du es wagst, meinem Blick stand zu halten, mich anzublicken, meinen Blick zu erwidern,
dann erschließt sich dir das Übermaß an Liebe, daß ich für dich empfinde.
Laß sie dein Herz berühren und es erfüllen – sie wird sich darin ausbreiten und alles Schlechte daraus verbannen.
Je tiefer dir meine Liebe bewußt wird,
um so bewußter wird dir auch all das Negative und Verdrehte in deinem Leben werden.
Aber ängstige nicht davor,
laß zu, dass diese Dinge in dein Bewußtsein dringen,
damit du sie mir geben kannst.
Nur so kann ich dich allmählich davon befreien.
Nutze diese Zeit dazu, damit du wirklich frei werden kannst von den belastenden Dingen in deinem Herzen,
damit ich es ganz und gar mit meiner Liebe erfüllen kann.
Lied: 1. Wo ich auch stehe, du warst schon da. Wenn ich auch fliehe, du bist mir nah. Was ich auch denke, du weißt es schon. Was ich auch fühle, du wirst verstehn. - Und ich danke dir, dass du michkennst und trotzdem liebst, und dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst. Herr, du richtest mich wieder auf und du hebst mich zu dir hinauf. Ja, ich danke dir, dass du mich kennst und troztdem liebst. 2. Du kennt mein Herz, die Sehnsucht in mir. Als wahrer Gtt und Mensch warst du hier. In allem uns gleich und doch ohne Schuld. Du bist barmherzig, voller Geduld.
Text 5: Liebe mich, so wie du bist
Ich habe dich meiner Liebe versichert.
Jetzt bitte ich dich um deine Liebe.
Ich kenne dein Elend, die Kämpfe, die Drangsale deiner Seele, die Schwächen deines Leibes.
Ich weiß auch um deine Feigheit und um deine Sünden, und trotzdem sage ich dir: Gib mir dein Herz.
Liebe mich, wo wie du bist.
Warte nicht darauf, erst vollkommen zu werden, um mich dann zu lieben: du würdest mich nie lieben.
Wenn du auch nachlässig bist in der Erfüllung deiner Pflichten und in der Übung der Tugenden,
wenn du auch immer wieder in eine bestimmte Sünde zurückfällst, die du nicht mehr begehen möchtest:
ich möchte nicht auf deine Liebe zu mir verzichten.
Liebe mich, so wie du bist.
Es gibt sehr verschiedene Situationen in deinem Leben:
Da gibt es Eifer und Nachlässigkeit,
und es gibt Treue und Untreue.
In jedem Augenblick und in allen Situationen bitte ich dich: Liebe mich, wo wie du bist.
Ich will die Liebe deines Herzens, so arm sie auch ist, so wankelmütig und unsicher und schwach. Wenn du darauf wartest, bis du vollkommen bist: du würdest mich nie lieben.
Schau, ich belasse die Engel mit ihrer vollkommenen Liebe im Himmel – um die armselige Liebe deines Herzens zu bevorzugen.
Ich brauche nicht deine Weisheit und nicht deine Talente.
Ich brauche nicht dein Geld, nicht einmal deinen Einsatz für eine gute Sache.
Es sind auch nicht deine Tugenden, die ich wünsche.
Und wenn ich dir solche schenken würde: sie würden nur deine Eigenliebe nähren.
Heute stehe ich an der Pforte deines Herzens wie ein Bettler, ich, der König der Könige.
Ich klopfe an und bitte und warte.
Öffne mir. Und berufe dich nicht auf dein Elend
Ich will den Gesang deines Herzens.
Schenke mir dein Herz.
Ich bitte dich: Tu auch die unbedeutendsten Handlungen des Alltags aus Liebe zu mir.
Was mein Herz verwunden würde, wäre zu sehen, daß du an mir zweifelst und es an Vertrauen zu mir fehlen läßt.
Wenn du mir deine Liebe schenkst, werde ich dir soviel geben, dass du zu lieben verstehst, weit mehr als du dir erträumen kannst.
Und denke immer daran, mich so zu lieben wie du bist, und mich mit der Kraft zu lieben, die du hast.
So, und nun fang an.
Lied: Ich singe dir ein Liebeslied, dir, mein Retter, dir, mein Jesus. Du hast so viel für mich getan, mein Erlöser, kostbarer Jesus. Mein Herz ist froh, denn du nennst mich ganz dein. Es gibt keinen Ort, wo ich lieber wär, als in deinem liebenden Arm. Halt mich ganz fest, ganz nah bei dir in deinem Arm.
Text 6: Fürbitten
Lied: 1. Niemand als du, Herr, kann geben, was mein Innerstes vermißt. Nichts was ich tun, Herr, ersetzt was du durch deine Nähe gibst. - Du allein stillst meine tiefste Sehnsucht. Du allein hauchst neues Leben ein. Du allein erfüllst mein Herz mit Freude. Du allein hörst meines Herzens Schrein. 2. Vater, ich lieb dich, du sättigst das Verlangen tief in mir. Füll mich, ergreif mich, bis ich tief in mir deine Liebe spür.
NACH dem Lied: Einladung zur eucharistischen Prozession, dabei ruhige instrumentale Begleitung
SCHLUSSSEGEN
Lied: Groß sein lässt meine Seele den Herrn, denn er ist mein Retter, denn er ist mein Heil.
1. Laut rühmt meine Seele Gottes Macht und Herrlichkeit,
und mein Geist frohlockt in meinem Retter und Herrn.
Denn sein Auge hat geschaut auf seine kleine Magd,
und nun singen alle Völkr mit mir im Chor.
2. Denn der Starke hat Gewaltiges an mir getan,
und sein Name leuchtet auf in herrlichem Glanz.
Er gießt sein Erbarmen aus durch alle Erdenzeit
über jeden, der im Herzen Vater ihn nennt.
3. Große Taten führt er aus mit seinem starken Arm.
Menschen voller Stolz und Hochmut treibt er davon.
Die die Macht mißbrauchen stößt er hart von seinem Thron
und erhebt die niedrig sind und arm in der Welt.
4. Hungerden lädt er zum Mahle ein an seinem Tisch,
doch mit leeren Händen schickt er Reiche nach Haus.
Seines Volkes Israel nimmt gütig er sich an,
wie er Abraham und allen Vätern verhieß.
5. Ehre sei dem Vater, der uns einlädt in sein Reich,
Ehre sei dem Sohne, der die Liebe uns zeigt,
Ehre sei dem Geiste, der die Einheit uns verleiht,
wie im Anfang so auch jetzt und für alle Zeit.
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