Dienstag, 17. März 2026

Eine Typologie christlicher Witwenschaft - 10 Typologien

 

Typologie christlicher Witwenschaft


I. Paradigmatische Witwen der Schrift

Diese Gruppe zeigt die Urformen geistlicher Witwenschaft: existentielles Vertrauen auf Gott, Treue im Handeln und mutige Entscheidungen in Grenzsituationen.

  • Judit (AT, ca. 2. Jh. v. Chr.): Retterin ihres Volkes durch Mut und Glauben. Einladung: Wage es, auch in deiner Verwundbarkeit Werkzeug Gottes zu sein.

  • Rut (AT, ca. 12.–11. Jh. v. Chr.): Vorbild für Treue und Vertrauen über Grenzen hinweg. Einladung: Geh deinen Weg treu weiter, auch wenn Zukunft noch unklar ist.

  • Witwe von Sarepta (1 Kön 17): Vertrauen trotz äußerster Armut. Einladung: Vertraue, dass Gott gerade im Mangel neues Leben schenkt.

  • Die arme Witwe (Mk 12, ca. 30 n. Chr.): Radikale Hingabe. Einladung: Gib Gott dein „Wenig“ – es ist in seinen Augen alles.

  • Anna (Lk 2, 1. Jh. v. Chr./n. Chr.): Betende und wartende Prophetin. Einladung: Lass dein Leben zu einem stillen Ort der Gegenwart Gottes werden.

  • Tamar (Gen 38, 2. Jt. v. Chr.): Ringt um Gerechtigkeit in schwierigen Verhältnissen. Einladung: Scheue dich nicht, für dein Leben und deine Würde einzustehen.

  • Abigail (1 Sam 25, ca. 1000 v. Chr.): Kluge Vermittlerin. Einladung: Deine Weisheit kann Frieden stiften, wo andere nur Konflikt sehen.

  • Mutter der sieben Brüder (2 Makk 7, 2. Jh. v. Chr.): Treue im Leiden. Einladung: Vertraue darauf, dass dein Glaube auch durch Dunkelheit trägt.


II. Namenlose und repräsentative Witwen

Hier wird Witwenschaft als verbreitete soziale Realität sichtbar, die zunehmend auch kirchlich anerkannt wird.

  • Witwen der Jerusalemer Urgemeinde (Apg 6, 1. Jh.): Teil der ersten kirchlichen Sorge. Einladung: Du bist nicht übersehen – dein Leben gehört in die Mitte der Kirche.

  • Witwen in 1 Tim 5 (1. Jh.): Eigener geistlicher Stand. Einladung: Entdecke deine Würde als Berufung, nicht nur als Lebensumstand.

  • Frühchristliche Witwen (Didaskalia Apostolorum, 3. Jh.): Institutionalisierter Dienst. Einladung: Auch dein verborgener Dienst hat geistliches Gewicht.

  • Namenlose Witwen der Schrift: Unsichtbare Realität vieler Leben. Einladung: Gott kennt deinen Namen, auch wenn Menschen ihn nicht nennen.


III. Kontemplative und betende Witwen

Witwenschaft erscheint hier als Berufung zum Gebet und zur Fürbitte.

  • Anna: Vorbild unablässigen Gebets. Einladung: Dein Gebet kann ein Raum werden, in dem Welt und Gott sich begegnen.

  • Olympias von Konstantinopel († 408): Kontemplativ und engagiert. Einladung: Verbinde inneres Gebet mit einem offenen Herzen für andere.

  • Paula die Ältere († 404): Pilgerin und Beterin. Einladung: Dein Weg darf dich tiefer in die Nähe Gottes führen.


IV. Lehrerinnen, Gebildete, geistliche Autoritäten

Diese Witwen werden zu Trägerinnen geistlicher Erkenntnis.

  • Monika (ca. 331–387): Beharrliches Gebet einer Mutter. Einladung: Vertraue, dass dein Gebet Leben verändern kann.

  • Marcella (ca. 325–410): Zentrum geistlichen Austauschs. Einladung: Teile deinen Glauben – er wächst im Gespräch.

  • Paula von Rom (347–404): Förderin theologischer Arbeit. Einladung: Deine Fähigkeiten dürfen dem Reich Gottes dienen.

  • Lea von Rom († ca. 384): Geistliche Leiterin. Einladung: Nimm deine innere Autorität ernst.

  • Melania die Ältere (ca. 350–410): Lehrerin des Glaubens. Einladung: Deine Erfahrung kann anderen Orientierung geben.

  • Egeria (4. Jh.): Pilgerin und Beobachterin. Einladung: Geh deinen Glaubensweg bewusst und aufmerksam.


V. Diakonische und karitative Witwen

Witwenschaft wird hier zur Quelle tätiger Liebe.

  • Tabita (Dorkas) (Apg 9, 1. Jh.): Werke der Barmherzigkeit. Einladung: Kleine Taten der Liebe haben ewigen Wert.

  • Fabiola von Rom († 399): Dienst an Kranken. Einladung: Auch aus Bruch kann heilende Liebe wachsen.

  • Paula von Rom: Armenfürsorge. Einladung: Dein Besitz kann zum Segen für andere werden.

  • Olympias: Weitreichende Hilfe. Einladung: Dein Engagement darf größer sein, als du denkst.

  • Melania die Jüngere (383–439): Radikaler Verzicht. Einladung: Loslassen kann Freiheit und neue Fülle schenken.

  • Elisabeth von Thüringen (1207–1231): Dienst an Armen. Einladung: Begegne Christus im leidenden Menschen.

  • Elisabeth von Portugal (1271–1336): Friedensstifterin. Einladung: Werde zur Brücke, wo Konflikte trennen.


VI. Witwenschaft als „zweite Berufung“

Das Leben wird nach Verlust neu auf Gott hin ausgerichtet.

  • Melania die Jüngere: Neuanfang im Glauben. Einladung: Dein Leben ist nicht zu Ende – es beginnt neu vor Gott.

  • Olympias: Ganz im Dienst der Kirche. Einladung: Deine Geschichte kann zu einer Sendung werden.

  • Paula von Rom: Wandlung zur Leitfigur. Einladung: Gott kann dein Leben neu formen.

  • Galla von Rom (5. Jh.): Entschiedenheit. Einladung: Triff bewusst eine neue geistliche Wahl.

  • Francesca von Rom (1384–1440): Gemeinschaftsgründerin. Einladung: Aus deinem Leben kann neue Gemeinschaft entstehen.


VII. Politisch, gesellschaftlich und kirchlich wirksame Witwen

Diese Witwen übernehmen Verantwortung im öffentlichen Raum.

  • Judit: Politische Retterfigur. Einladung: Hab Mut, Verantwortung zu übernehmen.

  • Römische Aristokratinnen: Einflussreiche Frauen. Einladung: Nutze deinen Einfluss zum Guten.

  • Pulcheria (399–453): Politisch prägend. Einladung: Glaube darf auch öffentlich wirksam sein.

  • Olympias: Vermittlerin. Einladung: Sei eine Stimme der Versöhnung.

  • Elisabeth von Portugal: Friedenspolitik. Einladung: Dein Handeln kann Frieden stiften.


VIII. Verborgene, durchhaltende, treue Witwen

Diese Gruppe erinnert an stille Heiligkeit im Alltag.

  • Witwen in Nekrologen: Treue im Verborgenen. Einladung: Dein stilles Durchhalten ist vor Gott kostbar.

  • Lokale Überlieferungen: Tragende Säulen. Einladung: Auch ohne Sichtbarkeit trägst du Kirche mit.


IX. Biographisch gebrochene Witwen

Erfahrung von Bruch und Umkehr wird fruchtbar.

  • Fabiola von Rom: Umkehr nach Bruch. Einladung: Deine Vergangenheit ist kein Hindernis für Gottes Zukunft.

  • Frauen mit komplexen Lebensgeschichten: Zeitübergreifend. Einladung: Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade.


X. Geistlich unsichtbare, aber kirchlich tragende Witwen

Diese Gruppe würdigt die verborgene Kraft beständiger Leben.

  • Namenlose Witwen aller Epochen: Trägerinnen von Kontinuität. Einladung: Dein treues Leben ist ein Fundament für andere.


Hinweis: Die spirituellen Sätze verstehen sich als Einladung zur persönlichen Aneignung der jeweiligen Berufung.

Mittwoch, 11. Februar 2026

 

Gebet zur Weihe der Witwen in der liturgischen Fassung, mit:

  • heilsgeschichtlicher Anamnese (AT und NT),

  • kirchengeschichtlicher Entfaltung,

  • eucharistischer Nahtstelle („Darum bitten wir dich:“),

  • epikletischer Dreigliederung,

  • doxologischem Abschluss,

  • dreifach gesungenem Amen.

Weihegebet zur Consecratio Viduarum

Lasst uns beten.

Gott, du treuer und barmherziger Vater,
du Ursprung allen Lebens
und Vollender aller Berufung,
du bleibst derselbe in Ewigkeit
und führst dein Volk durch die Zeiten.

Du hast den Menschen in Liebe erschaffen
und Mann und Frau verbunden
im Bund der Ehe.
Du hast ihre Gemeinschaft gesegnet
und ihre Treue gestärkt.

Wenn aber der Tod die Ehe löst,
bleibt deine Treue bestehen.
Was vor Menschen endet,
wird vor dir verwandelt.

Schon im Alten Bund
hast du Witwen nicht verlassen.

Du hast Rut aus Moab geführt,
die in Treue bei Noomi blieb
und im Vertrauen auf dich
eine neue Heimat fand.

Du hast Judit gestärkt
zu Mut und entschlossenem Handeln,
damit sie dein Volk rettete
und deine Macht offenbarte.

Du hast die Witwe von Sarepta geprüft
und ihren Glauben belohnt,
als sie dem Propheten Elija vertraute
und das Wenige teilte, das sie besaß.

Du hast das Opfer der armen Witwe gesehen,
die alles hingab, was sie zum Leben hatte,
und sie vor allen gerühmt.

Du hast Hanna im Tempel erhalten,
die im Gebet verharrte
und die Erlösung Israels erwartete.

In deiner Kirche
hast du die Berufung der Witwen bewahrt.

Du hast sie versammelt
zum Dienst des Gebetes,
zur Fürbitte für dein Volk
und zum Zeugnis der kommenden Welt.

Du hast Tabita verherrlicht
durch ihre Werke der Barmherzigkeit.

Du hast Monika gestärkt
durch ihre Tränen, ihre Geduld
und ihre unerschütterliche Hoffnung.

Du hast in der Kirche Roms
heilige Witwen berufen:
Marcella, die dein Wort erforschte
und andere im Glauben unterwies;
Paula, die Besitz und Heimat verließ,
um dir in Armut zu folgen;
Lea, die im Verborgenen lebte
und in Askese und Demut
reiche Frucht brachte.

Du hast Elisabeth von Thüringen geführt,
die nach dem Verlust ihres Gatten
Armut wählte und den Kranken diente
und in tätiger Liebe
dein Erbarmen offenbarte.

Du hast Elisabeth von Portugal geführt,
die als Witwe Buße tat,
Frieden stiftete und die Not der Armen linderte
und inmitten der Welt
Zeugin deiner Versöhnung wurde.

Du hast Francesca von Rom geführt,
die als Witwe im Weltstand
Gebet und Dienst verband,
andere geistlich leitete
und deiner Kirche neue Wege erschloss.

Du hast viele Witwen gerufen,
deren Namen vor dir geschrieben stehen,
die getragen haben, was niemand sah,
und deren Leben deiner Kirche Halt gegeben hat
und bis heute
Frucht trägt in deinem Volk.

Du hast in all diesen Frauen gezeigt,
dass Witwenschaft vor dir
kein Ende, sondern Berufung ist,
kein Verlust ohne Verheißung,
sondern ein neuer Dienst
für deine Kirche und für die Welt.

Darum bitten wir dich:

Sende auf diese deine Dienerin
den Geist deiner Heiligkeit
und erfülle sie mit der Kraft deiner Gnade,

damit sie dir wohlgefalle
in Treue und lauteren Herzens
und standhaft bleibe
in der Hoffnung auf deine Verheißungen.

Heilige ihre Witwenschaft,
verwandle ihre Einsamkeit in Fruchtbarkeit des Gebetes
und mache ihr Leben zu einem Dienst der Liebe
für deine Kirche und für alle, die deiner Hilfe bedürfen.

Lass sie in ihrer Berufung
ein Zeichen der kommenden Welt sein,
ein Zeugnis der Auferstehung
und eine lebendige Erinnerung daran,
dass du allein die bleibende Hoffnung bist.

Darum stärke sie in deinem Geist
und vollende in ihr, was du begonnen hast.

Durch Christus, unseren Herrn.

Amen.
Amen.
Amen.

Fünf theologische Aspekte von Witwenschaft

 1.

Witwenschaft ist im Licht des Glaubens kein bloßer Verlustzustand, sondern eine von Gott eröffnete neue Berufung innerhalb der Kirche.

2.
Der Tod des Ehepartners beendet die sakramentale Ehe, doch er öffnet einen geistlichen Raum, in dem Treue, Gebet, Dienst und Hoffnung in neuer Weise Gestalt gewinnen können.

3.
Von Rut bis Francesca Romana, von der namenlosen armen Witwe bis zu den geistlich gebildeten Frauen Roms zeigt die Heilsgeschichte, dass Witwen Trägerinnen kirchlicher Fruchtbarkeit, Fürbitte, Diakonie und geistlicher Autorität sein können.

4.
Die Weihe der Witwe – als Sakramentalie – bestätigt nicht eine vergangene Bindung, sondern heiligt die gegenwärtige Lebensform und stellt sie ausdrücklich in den Horizont der Auferstehung.

5.
So wird Witwenschaft zu einem Zeichen der kommenden Welt: zu einem stillen, aber wirksamen Zeugnis dafür, dass Christus selbst die bleibende Treue, die letzte Hoffnung und der eigentliche Bräutigam seiner Kirche ist.

Ergebnis

Witwenschaft nicht als Defizit, sondern als neue Berufung im österlichen, ekklesialen, eschatologischen Horizont.

Sonntag, 8. Februar 2026

Predigt am 5. Sonntag im Jahreskreis in der Klosterkirche St. Ottilien

 

Predigt in der Heiligen Messe am 5. Sonntag im Jahreskreis,

8. Februar 2016 in der Klosterkirche St. Ottilien

Liebe Brüder und Schwester,

ich schlage vor, dass wir die Lesungen dieses Sonntags ein wenig betrachten, um zu erkennen, was Gott uns durch sein Wort sagen möchte.

Erste Lesung Jesaja 58,7-10

Wie können wir Gott richtig verehren? Und: Wann erhört Gott unsere Gebete? Gibt es da eine Vorbedingung seitens Gottes?

Antwort: Wenn wir das tun, was Gott von uns verlangt. Und was verlangt er?

Gott macht klare Ansagen.

Das haben wir gehört in der Ersten Lesung.

An die Hungrigen dein Brot austeilen.

Wenn du einen Nackten siehst, ihn bekleiden.

Dich deinen Verwandten nicht entziehen.

Der Unterdrückung bei dir ein Ende machen.

Auf keinen mit dem Finger zeigen.

Niemanden verleugnen.

Dem Hungrigen dein Brot reichen

Den Darbenden satt machen.

Die katechetische Tradition (KKK 2447) spricht von den 7 Werken der leiblichen und der geistigen Barmherzigkeit.

Die sieben Werk der leiblichen Barmherzigkeit:

1. Hungernde speisen,

2. Dürstenden zu trinken geben,

3. Nackte bekleiden,

4. Fremde aufnehmen,

5. Kranke besuchen,

6. Gefangene besuchen,

7. Tote begraben

die sieben Werke der geistlichen Barmherzigkeit

1. Unwissende lehren,

2. Zweifelnde beraten,

3. Trauernde trösten,

4. Sünder zurechtweisen,

5. Beleidigern gern verzeihen,

6. Lästige geduldig ertragen,

7. für Lebende und Verstorbene beten.

Wenn wir das tun oder uns in diese Richtung bewegen, dann haben wir schöne

Verheißungen, ebenfalls in der heutigen Lesung:

Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte,

deine Wunden werden schnell vernarben.

Deine Gerechtigkeit geht dir voran,

die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.

Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben.

Und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.

Dann geht im Dunkel dein Licht auf,

und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.

 

 

Zweite Lesung 1 Kor 2,1-5

Paulus hatte die Gemeinde in Korinth gegründet. Nun ist er im Gespräch.

Der Inhalt seiner Predigt war Jesus Christus, und zwar als einen Gekreuzigten.

Er war nicht zu den Korinthern gekommen, um sie durch seine Klugheit zu überzeugen.

Der Inhalt seiner Verkündigung war riskant: einen Gekreuzigten zu verkünden, der das Heil bringen soll, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit.

Paulus war kein großer, überzeugender Redner.

Was hat denn dann die Korinther zur Bekehrung geführt?

Vom griechischen Heidentum zum Christus-Bekenntnis?

Wenn es eben nicht die Überzeugungskraft und nicht die Redekunst des Paulus waren?

Es waren zwei Dinge:

Der Heilige Geist und die Kraft Gottes.

Es gilt immer und überall: so auch bei dieser Predigt, heute an diesem Sonntag und an diesem Ort in St. Ottilien: nicht eine gute Predigt öffnet die Herzen, sondern die Gnade Gottes, wenn wir wenigstens die Zustimmung zur Gnade nicht verweigern.

Ok, wir beten um die Bekehrung der Menschen, gut gemeint. Aber vielleicht haben wir zuerst Bekehrung nötig. Bitten wir den Herrn, er möge uns jene Bereiche zeigen, von denen er wünscht, dass wir ihm dort mehr nachfolgen und weniger unsere Vorlieben kultivieren.

Oder: seien wir etwas sparsamer mit schönen Worten, die mehr den eigenen Stolz befriedigen und den Ohren der Zuhörer gefallen, die aber keine Veränderung in der Lebensführung in Richtung Evangelium bewirken.

 

 

 

Evangelium Mt 5,13-16

Licht der Welt und Salz der Erde. Sie kennen das.

Wir Christen sind erst mal Menschen wir alle anderen auch: wir leben und arbeiten in der Welt – das ist keine Neuigkeit.

Und doch unterscheiden wir uns von den anderen: unser Glaube und unsere Liebe machen uns zum Salz und zum Licht.

Jetzt können wir uns gut fühlen, wenn wir vom Herrn eine solch tolle Bestätigung bekommen, obwohl wir doch wissen, wie miserabel unser Leben tatsächlich ist und verläuft.

Schauen und hören wir genauer hin.

Das Salz macht die Speisen schmackhaft, das Licht erleuchtet die Dinge und lässt den Weg erkennen.

So soll ein Christ sein: dazu fähig, dem Leben seinen wahren Geschmack zu geben und das Leben mit dem richtigen Licht zu erleuchten. Es gibt verschieden Arten von Licht: das grelle Licht der Analyse, das kalte Neon-Licht der Distanziertheit, das trübe Licht der Esoterik, und das milde und warme Licht des Heiligen Geistes.

Jesus erwartet nicht von uns schöne Worte, über die Paulus auch nicht verfügte.

Jesus spricht von den guten Werken.

Wozu dienen unsere guten Werke, wenn wir sie denn tun?

Originalton Jesu: Damit die Menschen eure guten Werke sehen und den Vater im Himmel preisen!

Aha, das ist ja Mission, Evangelisierung oder Neu-Evangelisierung.

Unsere guten Werke sind so etwas wie Zeichen der Gegenwart Gottes unter den Menschen und in ihrer Lebensgeschichte.

Ihr seid das Licht in der Dunkelheit der Welt, /

Ihr seid das Salz für die Erde. /

Denen, die suchen, macht hell den schweren Weg. (GL 483,2)

Wenn wir das Gute tun, die Werke der leiblichen und der geistigen Barmherzigkeit, dann machen wir Gott gegenwärtig. Wir weisen auf ihn hin. Wir führen Menschen zu ihm, der Erfüllung ihrer unbewussten Sehnsüchte.

Samstag, 31. Januar 2026

Drei starke Frauen - von vielen: Witwen und Laiin

 Ja, St. Elisabeth von Ungarn (1207–1231) war unter kanonischem Aspekt bis zu ihrem Tod eine Laiin, genauer eine weltliche Terziarin (Secular Third Order) des hl. Franziskus.[1] [7]

Als Landgräfin verheiratet mit Ludwig IV. von Thüringen (gest. 1227), Mutter dreier Kinder, führte sie zunächst ein Laienleben mit intensiver Frömmigkeit, Werken der Barmherzigkeit und franziskanischer Spiritualität unter der Leitung von P. Rodeger und später Konrad von Marburg.[1] [7] Nach der Vertreibung durch ihren Schwager Heinrich Raspe (1227) gründete sie in Marburg ein Hospital für 28 Kranke, half täglich 900 Armen, lebte in extremer Armut und Buße, folgte der Third-Order-Regel (Gebet, Fasten, Almosen), legte aber keine feierlichen Gelübde (Armut, Keuschheit, Gehorsam) ab und blieb im Weltstand – ohne Klausur oder monastische Profess.[1] [8] [9] Der Regular Third Order (mit Profess) entstand erst später und galt nicht für sie.[1]

Kanonisch (vgl. CIC 1983 Can. 573–606) fehlte ihr der Status einer Religiösen; sie war eine fromme Laiin, deren Heiligkeit in der Nachfolge Christi „in der Welt“ lag. Papst Gregor IX. kanonisierte sie 1235 als Vorbild für Terziaren.[7]

…………………………………………….

Ja, St. Elisabeth von Thüringen (1207–1231, auch „Elisabeth von Ungarn“ genannt) war unter kanonischem Aspekt bis zu ihrem Tod eine Laiin, konkret eine weltliche Terziarin (Secular Third Order) des hl. Franziskus.

Als Landgräfin, Ehefrau und Witwe lebte sie nach dem Tod ihres Mannes Ludwig IV. (1227) in extremer Armut und Buße, gründete ein Hospital in Marburg und pflegte Kranke, folgte der Terziarenregel (Gebet, Fasten, Almosen), legte jedoch keine feierlichen Gelübde der Evangelischen Räte ab und blieb im Weltstand ohne Klausur oder monastische Profess (vgl. CIC 1983 Can. 573 §2: Religiöse durch öffentliche, feierliche Profess). Der Regular Third Order mit Profess entstand später und galt nicht für sie. Papst Gregor IX. kanonisierte sie 1235 als Vorbild für Laienheiligkeit.

Zusammenfassung: Kanonisch Laiin im franziskanischen Laienstand, deren Heiligkeit in der Nachfolge Christi „in der Welt“ lag.[1] [2]

……………………

Ja, St. Elisabeth von Portugal (1271–1336) war unter kanonischem Aspekt bis zu ihrem Tod eine Laiin, speziell eine weltliche Terziarin (Secular Third Order) des hl. Franziskus.

Als Witwe König Diniz’ I. (gest. 1325) trat sie dem Dritten Orden bei und führte ein Leben strenger Buße, des Gebets (volles Stundengebet), Fastens und intensiver Barmherzigkeit: Sie baute Spitäler und Almosenhäuser, versorgte Kranke und Arme, blieb jedoch im Weltstand mit Hofstaat und Freiheit, ohne Klausur oder Gemeinschaftsleben.[1] Der Secular Third Order ist für Laien „living in the world“ konzipiert, die eine Regel (Gebet, Fasten, Almosen) befolgen, ohne feierliche Profess der Evangelischen Räte (Armut, Keuschheit, Gehorsam).[2] [8] Kanonisch (vgl. CIC 1983 Can. 573 §2: Religiöse durch öffentliche Profess; Can. 303 für Säkularinstitute) behielt sie ihren Laienstatus – analog zu St. Elisabeth von Ungarn.[7]

Der Regular Third Order (mit Profess und Gemeinschaft) passt nicht: Er entstand später und galt für Klöster.[2] Ihre Heiligkeit lag in der Nachfolge Christi als fromme Laiin.[1]

Zusammenfassung: Bleibend Laiin, Vorbild für Terziaren im Weltleben.[8]

…………………………

Ja, Santa Francesca Romana (1384–1440) war unter kanonischem Aspekt bis zu ihrem Tod eine Laiin.

Sie emittierte am 15. August 1425 mit neun Gefährtinnen die solenne Oblation und gründete die Benedictine Oblate Congregation von Tor de’ Specchi (approbiert 1433 von Eugen IV.), folgte der Benediktsregel, lebte aber ohne formale monastische Profess (keine feierlichen Gelübde von Stabilität, Conversio morum oder Gehorsam) und ohne strenge Klausur.[1] [5] Die Oblatinnen waren „not, in the strict sense, nuns“: Sie behielten Laienstatus, konnten Eigentum besitzen, heiraten oder austreten, widmeten sich Gebet, Kontemplation und Werken der Barmherzigkeit als Laiengemeinschaft.[5] Nach dem Tod ihres Mannes (1436) wurde sie als Superioress Priorin, blieb jedoch kanonisch keine Religiöse im Sinn des status perfectionis (vgl. CIC 1983 Can. 573 §2: öffentliche Profess für Religiöse).[1] [12]

Ihre Heiligkeit (kanonisiert 1608) wurzelt in diesem radikalen Laienleben der Nachfolge Christi.[1]

Zusammenfassung: Kanonisch Laiin in oblationsgebundener Gemeinschaft, Vorläuferin säkularer Institute.[5]

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Predigt Erster Adventssonntag Lesejahr A am 30.11.2025 in der Klosterkirche von St. Ottilien

 

Predigt am Ersten Adventssonntag (30.11.2025)

9.15 Uhr im Konventamt in St. Ottilien

 

Erste Lesung Jesaja 2,1-5

Zweite Lesung Römerbrief 13,11-14a

Evangelium Matthäus 24,37-44

 

Pater Willibrord Driever OSB

 

Liebe Brüder und Schwestern,

Was denken Sie, wenn Sie das Wort Advent hören?

O Gott, bald ist ja schon wieder Weihnachten! Was schenke ich denn? Und die Einkäufe für die Festtage.

Also: Advent – Vorbereitung auf Weihnachten.

Das ist schon richtig, und das hat auch seinen Platz in der Liturgie, aber nur am Ende der Advents-Zeit in den letzten sieben Tagen, vom 17. bis zum 23. Dezember

Die längste Zeit des Advent, vom 1. Adventssonntag bis zum 16. Dezember, hat eine andere Bedeutung. Welche?

-        Der Advent erinnert uns an eine einfache und wichtige Glaubenswahrheit.

-        an ein Geheimnis unseres Glaubens, nämlich dass unser Herr und Heiland Jesus Christus wiederkommen wird in Herrlichkeit.

-        Und wann soll das geschehen?

-        Nicht am Ende der Zeiten aus Anlass einer kosmischen Katastrophe.

-        Sondern wenn er, der Herr, die Zeiten vollenden wird, also bei der Vollendung der Zeiten.

-        An diese Wahrheit erinnert uns der Advent: in jeder heiligen Messe:

 

An jedem Sonntag bekennen wir im Großen Glaubensbekenntnis:

„Er (=Christus) sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

und seiner Herrschaft wird kein Ende sein.“

 

Und im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen wir:

„…er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“

 

In jeder Eucharistiefeier, nach der Wandlung: singen oder sprechen wir:
“Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,

und deine Auferstehung preisen wir … wie lange?

bis du kommst in Herrlichkeit.“

 

Im Dritten Hochgebet beten wir:

„Wir verkünden sein heilbringendes Leiden,

seine glorreiche Auferstehung und Himmelfahrt

und erwarten seine Wiederkunft.“

 

Im Vierte Hochgebet beten wir:

„Wir verkünden den Tod deines Sohnes

und sein Hinabsteigen zu den Vätern,

bekennen seine Auferstehung und Himmelfahrt

und erwarten sein Kommen in Herrlichkeit.“

 

Und in jeder Eucharistiefeier betet der Priester in der Weiterführung des VU:

„Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.“

 

Glauben wir das? Erwarten wir die wirklich volle Zuversicht?

 

Wenn wir IHN und seine Wiederkunft nicht erwarten oder das nicht glauben oder überhaupt nicht „auf dem Schirm“ haben, dann will uns der Advent genau das in Erinnerung rufen. Was genau?

 

Nicht das Kind in der Krippe. Und erst recht nicht den Weihnachtsmann.

 

Sondern dieses Geheimnis unseres Glaubens: dass da einer auf uns zukommt.

Der auf uns zukommt – ist das Wort Gottes, menschgeworden im Schoß der Jungfrau, gekreuzigt, gestorben und auferweckt, erhöht zum Vater, der die Wundmale seines Leidens als Zeichen seiner Identität an seinem verklärten Leib trägt.

 

ER kommt auf uns zu. Immer und jetzt, in dieser Heiligen Messe, im Mitmenschen und im Augenblick unseres je persönlichen Todes und bei der Vollendung der Zeiten.

 

„Jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.“ (Paulus in der Zweiten Lesung)

 

Das stimmt immer. - In jedem Augenblick ist das Heil uns näher als zuvor.

 

ER, das Heil in Person, kommt immer auf uns zu.

Darum haben wir Christen immer Zukunft.

Weil ER immer auf uns zu kommt.

 

In diesem Sinne interpretieren wir die Herz-Jesu-Darstellung im Baldachin über dem Tabernakel:

Es ist der am Ende der Zeiten auf den Wolken des Himmels wiederkommende Christus.

Er ist der Zielpunkt, auf den deine persönliche Geschichte und die Geschichte der gesamten Menschheit hinzielt.

Das ist eine sichere Hoffnung, fest gegründet.

 

Die Kirche erkennt in den Worten des Propheten Jesaja eine Vorausahnung dieser gesicherten Hoffnung, eine Vorausahnung dieser Zukunft.

In der ersten Lesung haben wir davon gehört:
Am Ende der Tage wird es geschehen:
Der Berg mit dem Haus des Herrn

Steht fest gegründet als höchster der Berge; Er überragt alle Hügel.

 

Die sichere Hoffnung hat praktische Konsequenzen.

Paulus spricht davon in der Zweiten Lesung: es sind im Grunde drei Punkte:

1.    ablegen die Werke der Finsternis,

2.    anlegen die Waffen des Lichtes. Paulus gebraucht eine kriegerische Sprache.

Christliches Leben als Kampf, als Kriegsdienst. Geistliche Waffenrüstung (Epheser)

3.    Ehrenhaft leben wie am Tag. Modern gesprochen: transparent sein.

Paulus fasst zusammen: Legt als neues Gewand den Herrn Jesus Christus an.

D. h.: übernehmt seine Gesinnung, seine Lebensart.

Das Tagesgebet spricht von „Taten der Liebe“.

 

Was Paulus uns hier empfiehlt, das ist im Grunde nichts anderes als eine Lebensführung aus der Taufgnade und aus der Taufverpflichtung.

 

Das wäre dann die Praxis der Wachsamkeit, von der Jesus im Evangelium gesprochen hat.

Dass ER kommt – das ist sicher.

Wann ER kommt – das ist unsicher. Darum: Seid wachsam.

 

Wenn wir das Wollen – und dieses Wollen ist schon vom Herrn geschenkt, dann schenkt er auch das Vollbringen.

 

„Herr, unser Gott, alles steht in deiner Macht;

du schenkst das Wollen und das Vollbringen.

Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit

Christus entgegengehen

Und uns durch Taten der Liebe auf seine Ankunft vorbereiten,

damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,

wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.

Mittwoch, 26. November 2025

Die Sünde gegen den Heiligen Geist

 

Predigt am Samstag, 11. Oktober 2025,

der 28. Woche im Jahreskreis, Jahr I, Evangelium Lukas 11,27-28

in Medjugorje

 

Was ist eigentlich die Sünde gegen den Heiligen Geist?

Gestern haben wir im Evangelium von der Austreibung eines Dämons gehört.

Jesus hatte einen Dämon aus einem Besessenen ausgetrieben, der stumm war.

Jesus sagte, er habe den Dämon mit dem Finger Gottes ausgetrieben.

Nur mit dem Finger.

Gott muss nicht seine ganze Macht einsetzen.

Es reicht der Finger, ein Wink, eine Berührung, um den starken Mann Satan zu fesseln und um den stummen Besessenen zu befreien.

Das ist die Macht Gottes.

Die Macht Gottes – das ist der Heilige Geist.

Und Jesus war erfüllt mit dem Heiligen Geist:

-        Bei seiner Empfängnis im Schoss seiner Mutter Maria kam der Heilige Geist auf Maria.

-        Bei seiner Taufe

-        Bei seinem ersten Auftritt in der Synagogen von Nazareth: Der Geist des Herrn ruht auf mir.

Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein,

besuch das Herz der Kinder dein

die deine Macht erschaffen hat

erfülle nun mit deiner Gnad.

Der du der Tröster wirst genannt

Vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,

du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut,

der Seele Salbung höchstes Gut.

O Schatz, der siebenfältig ziert.

Du Finger Gottes, der uns führt.

Geschenk vom Vater zugesagt,

du, der die Zungen reden macht.

Der Heilige Geist = der Finger Gottes, der uns führt,

der Heilige Geist, vom Vater zugesagt, geschenkt in der Taufe der die Zungen reden macht.

Jesus hatte den Dämon durch den Finger Gottes ausgetrieben, durch den Heiligen Geist.

Alle Leute staunten über Jesus.

Aber einige von ihnen sagten über Jesus: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.

Sie behaupten: Jesus habe einen dämonischen Geist.

Der Geist Jesu sei ein dämonischer Geist.

Das ist die Sünde gegen den Heiligen Geist.

Ich nehme an: Niemand von den Anwesenden wird sich dieser Sünde schuldig machen.

Aber wir können uns in einem anderen Sinne dieser Sünde schuldig machen.

Jede Vergebung geschieht in der Kraft des Heiligen Geistes: die Vergebung unserer Sünden, die wir von Gott erbitten und erhalten in der sakramentalen Beichte. Und die Vergebung, die wir schenken den Personen, von denen wir verletzt worden sind.

Wenn wir diese zweite Vergebung verweigern, dann verschließen wir uns dem Heiligen Geist, dann sündigen wir gegen den Heiligen Geist.

Diese Sünde kann nicht vergeben werden – nicht deswegen, weil Gott an die Grenzen seiner Vergebungsbereitschaft gekommen wäre, sondern weil wir uns der Vergebung verweigern.

Jetzt ein Blick auf das heutige Evangelium.

Da ist eine anonyme Frau mit ihrem ekstatischen Lobpreis auf eine andere anonyme Frau: Selig der Leib, der dich getragen und die Brust, die dich genährt hat.

Dieser Lobpreis geht direkt auf Maria, dieser Lobpreis geht indirekt auf Jesus, dem die Frau gerade zuhört.

Diese anonyme Frau widersetzt sich mit ihrem Urteil über Jesus dem Urteil der Öffentlichkeit und das in aller Öffentlichkeit: Jesus sein von Beelzebul besessen.

Diese Frau kommt zu einem anderen Urteil über Jesus, ein Urteil, was sich unterscheidet. Wie kommt das?

Das eine und dasselbe Wort Gottes wird angenommen zum Verfluchen und zum Lobpreis. Das ist das Schicksal des Wortes Gottes.

Das Wort Gottes fällt auf den Weg, auf steinigem Grund, unter die Dornen und auch auf gutem Boden.

Wie reagiert Jesus auf diesen Lobpreis?

-        Keine Zurückweisung

-        Aber eine Korrektur, eine Klarstellung

Jesus erklärt: Ja, meine Mutter ist selig zu preisen, aber nicht zuerst deswegen, weil sie mich empfangen und geboren und genährt hat.

Sondern meine Mutter ist deswegen selig zu preisen, weil sie zu denen gehört, die das Wort Gottes hören und es befolgen.

Er sagt: Meine Mutter ist die vollkommene Hörerin des Wortes Gottes.

Und alle, die ebenso wie meine Mutter, das Wort Gottes hören und es befolgen, sind selig zu preisen, und sie haben Gemeinschaft mit mir, sie sind für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Was tut Jesus hier?

Jesus nimmt den Lobpreis dieser anonymen Frau an und erweitert diesen Lobpreis auf alle, die – wie seine Mutter – sich zu einem Gefäß für das Wort Gottes machen, wie seine Mutter es getan hat.

Maria konnte das sein (Gefäß) und tun – in einer vollkommenen Weise, weil sie die Immaculata ist.

Wir können Gefäß für das Wort Gottes sein – in einer gebrochenen Weise, weil wir alle unter den Folgen der Erbsünde leiden.

Aber immerhin: wenigstens in einer gebrochenen Weise.

Und darum gehen wir auf Wallfahrt, nach Medjugorje.

Die Gospa bittet dich, das anzunehmen, was der Herr dich in diesen Tagen oder heute hat erkennen lassen.

In der Lesung: Joel, zweimal „Tal der Entscheidung“ – das ist unser Herz, das Tal der Entscheidung, in deinem Herzen triffst du die Entscheidung für die Gabe des Wortes Gottes, ob du es annimmst oder erst mal auf die Seite stellst.

Gott lässt dir die Zeit, die du brauchst.