Vor einigen Tage habe ich eine Wallfahrt gemacht zum Grab des heiligen Pater Pio in San Giovanni Rotondo. Ich habe mir sehr viel Zeit genommen, um die Mosaiken auf dem Weg zur Unterkirche und in der Unterkirche zu betrachten. Dabei half mir eine Schrift: Marko I. Rupnik, "Der Weg zum Palast des Königs im Himmel": Eine Erklärung der Mosaiken.
Mehrere Bilder haben mich persönlich angesprochen. Bei einem Bild jedoch dachte ich an so manche schriftliche und mündliche Diskussion in Deutschland über das, was die Leute sagen, was die Kiche sei...
Es ging um das folgende Bild und die Beschreibung:
"CHRISTUS KOMMT DUCH DIE GESCHLOSSENE TÜR UND HAUCHT DEN JÜNGERN DEN HEILIGEN GEIST EIN FÜR DIE VERGEBUNG DER SÜNDEN.
Durch die Vergebung der Sünden lässt und der Heilige Geist in der Kirche an der Auferstehung Christi teilhaben.
Die Kirche ist der Ort, wo man den Tod überwindet. Dank der Sündenvergebung, die dir Verbindung mit Gott wieder herstellt und uns mit Christus vereint, wechseln wir von einer vom Tod verdorbenen Zeit zu einem unvergänglichen Leben. Mit der Sündenvergebung mittels des Heiligen Geistes gelangen wir mit Christus und in Christus zur ewigen Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott."
Soweit der Text.
Was mich beeindruckte:
1. diese fraglose Selbstverständlichkeit der Aussage.
2. diese unschuldige Unbekümmertheit.
3. dieses Nicht-Problematisieren.
4. die Glaubenssicherheit, die sich darin verbirgt und offenbart.
5. die Dankbarkeit für diese von Gott geschenkte sakramentale Realität.
6. der Blick auf das Wesentliche.
7. die Klarheit der Erkenntis der Vernunft im Licht des Glaubens.
Was mich besonders angesprochen hatte, war der Satz: "Die Kirche ist der Ort, wo man den Tod überwindet."
Es kam der Wunsch auf: Mögen doch alle, die von der Kirche und über die Kirche reden, sich ärgern, auf ihre Sünden und Fehler hinweisen und deswegen austreten... von diesem Mysterium eine Ahnung bekommen.
Mögen doch Zeugen auftreten, die dieses Mysterium bezeugen.
Freitag, 12. August 2011
Gebet der Hingabe
Vor einigen Tagen fand ich in einer römischen Kirche einen Zettel mit einem Gebet der Hingabe. Das hat mich sehr beeindruckt. Es ist ähnlich wie die "Gebete der Hingabe" von Charles de Foucould, Bruder Klaus und von John Henry Newman im GOTTESLOB Nr. 5.
Ich bringe dieses Gebet im intalienischen Original und in meiner private Übersetzung:
Mio Dio e Signore,
Mein Herr und mein Gott,
entra dentro di me.
Nimm Wohnung in mir.
Entrag e occupa fino alle radici il mio cuore.
Wohne in mir und nimm mich in Besitz bis in die Wurzeln meines Herzens.
Signore, prendimi completamente.
Mein Herr, nimm mich vollständig in Besitz.
Prendimi con tutto ciò che sono,
Nimm mich in Besitz, so wie ich bin,
con tutto ciò che ho,
mit allem, was ich besitze,
con tutto ciò che penso,
mit allem, was ich denke,
con tutto ciò che faccio.
mit allem, was ich tue.
Assumi i miei desideri più segreti.
Nimm an meine geheimsten Sehnsüchte und Wünsche.
Prendimi nel più intimo del mio cuore.
Ergreife mich im innersten Punkt, im geheimsten Winkel meines Herzens.
Trasformami in te completamente.
Verwandle mich vollständig in dich hinein.
Liberami dai risentimenti,
Befreie mich von Groll,
dai gravami,
von allem, was mich beschwert,
dai rancori.
von feindseligen Gefühlen.
Ritira tutto ciò,
Nimm das alles von mir,
portalo via.
nimm es hinweg.
Lavami interamente,
Wasche und reinige mich innerlich,
cancella tutto,
lösch das alles aus,
spegni le fiamme.
lösche aus die Glut.
Lasciami solamente un cuore puro.
Lass mir ein gereinigtes Herz.
Che cosa vuoi da me?
Was wünschest du von mir?
Fa' di me ciò che vuoi.
Mach mit mir, was du willst.
Io mi abbandono a te.
Ich schenke mir dir, ich überlasse mich dir.
Ich bringe dieses Gebet im intalienischen Original und in meiner private Übersetzung:
Mio Dio e Signore,
Mein Herr und mein Gott,
entra dentro di me.
Nimm Wohnung in mir.
Entrag e occupa fino alle radici il mio cuore.
Wohne in mir und nimm mich in Besitz bis in die Wurzeln meines Herzens.
Signore, prendimi completamente.
Mein Herr, nimm mich vollständig in Besitz.
Prendimi con tutto ciò che sono,
Nimm mich in Besitz, so wie ich bin,
con tutto ciò che ho,
mit allem, was ich besitze,
con tutto ciò che penso,
mit allem, was ich denke,
con tutto ciò che faccio.
mit allem, was ich tue.
Assumi i miei desideri più segreti.
Nimm an meine geheimsten Sehnsüchte und Wünsche.
Prendimi nel più intimo del mio cuore.
Ergreife mich im innersten Punkt, im geheimsten Winkel meines Herzens.
Trasformami in te completamente.
Verwandle mich vollständig in dich hinein.
Liberami dai risentimenti,
Befreie mich von Groll,
dai gravami,
von allem, was mich beschwert,
dai rancori.
von feindseligen Gefühlen.
Ritira tutto ciò,
Nimm das alles von mir,
portalo via.
nimm es hinweg.
Lavami interamente,
Wasche und reinige mich innerlich,
cancella tutto,
lösch das alles aus,
spegni le fiamme.
lösche aus die Glut.
Lasciami solamente un cuore puro.
Lass mir ein gereinigtes Herz.
Che cosa vuoi da me?
Was wünschest du von mir?
Fa' di me ciò che vuoi.
Mach mit mir, was du willst.
Io mi abbandono a te.
Ich schenke mir dir, ich überlasse mich dir.
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feindselige Gefühle,
Groll,
Hingabe
Samstag, 16. Juli 2011
Ohne und mit dem Heiligen Geist
Auf dem Weg von der Stazione Termini zu meiner Sprachschule kam ich an der Basilika des Hl. Herzens Jesu in der Via Marsala, Rom, vorbei. Es war in der Woche nach Pfingsten 2011. Ich betrat die Kirche und fand einen "Kirchenanzeiger". Der folgende Text hat mich angesprochen. Ich biete den Test dar im italienischen Original und in meiner Übersetzung:
Senza lo Spirito Santo
OHNE DEN HEILIGEN GEIST
- Dio è lontano,
- ist Gott fern,
- il Cristo resta nel passato,
- ist Christus irgendwo, weit weg,
- il Vangelo è lettera morta,
- ist das Evangelium ein toter Buchstabe,
- la Chiesa una semplice organizzazione,
- ist die Kirche nur eine Organisation,
- l'autorità un dominio,
- ist die Autorität eine Beherrschung,
- la missione una propaganda,
- ist die Mission eine Propaganda,
- il culto una semplice evocazione,
- ist die Liturgie eine Bemühung des Menschen,
- la condotta cristiana una morale da schiavi,
- ist die christliche Lebensgestaltung eine Sklaven-Moral.
MA IN LUI
ABER IM HEILIGEN GEIST
- il cosmo vienne risollevato e geme nel travaglio del Regno,
- wird die Schöpfung verklärt und stöhnt unter der noch ausstehenden Vollendung des Gottesreiches,
- il Cristo risuscitato è vicino a noi,
- ist der auferstandene Christus uns nahe,
- il Vangelo diventa potenza di vita,
- wird das Evangelium zu einer lebendigen Kraft,
- la Chiesa significa comunione trinitaria,
- bezeichnet die Kirche die dreifaltige Gemeinschaft,
- l'autorità un servizio liberatore,
- wird die Autorität zu einem Dienst der Befreiung,
- la missione una Pentecoste,
- wird die Mission zu einem pfingstlichen Ereignis,
- la liturgia un memoriale e un'anticipazione,
- wird die Liturgie zu einer wirkmächigen Gedächtnisfeier und zu einer Vorwegnahme der Vollendung,
- l'agire umano vienne divinizzato.
- wird das Handeln des Menschen vergöttlicht.
(Patriarch Athenagoras I)
Senza lo Spirito Santo
OHNE DEN HEILIGEN GEIST
- Dio è lontano,
- ist Gott fern,
- il Cristo resta nel passato,
- ist Christus irgendwo, weit weg,
- il Vangelo è lettera morta,
- ist das Evangelium ein toter Buchstabe,
- la Chiesa una semplice organizzazione,
- ist die Kirche nur eine Organisation,
- l'autorità un dominio,
- ist die Autorität eine Beherrschung,
- la missione una propaganda,
- ist die Mission eine Propaganda,
- il culto una semplice evocazione,
- ist die Liturgie eine Bemühung des Menschen,
- la condotta cristiana una morale da schiavi,
- ist die christliche Lebensgestaltung eine Sklaven-Moral.
MA IN LUI
ABER IM HEILIGEN GEIST
- il cosmo vienne risollevato e geme nel travaglio del Regno,
- wird die Schöpfung verklärt und stöhnt unter der noch ausstehenden Vollendung des Gottesreiches,
- il Cristo risuscitato è vicino a noi,
- ist der auferstandene Christus uns nahe,
- il Vangelo diventa potenza di vita,
- wird das Evangelium zu einer lebendigen Kraft,
- la Chiesa significa comunione trinitaria,
- bezeichnet die Kirche die dreifaltige Gemeinschaft,
- l'autorità un servizio liberatore,
- wird die Autorität zu einem Dienst der Befreiung,
- la missione una Pentecoste,
- wird die Mission zu einem pfingstlichen Ereignis,
- la liturgia un memoriale e un'anticipazione,
- wird die Liturgie zu einer wirkmächigen Gedächtnisfeier und zu einer Vorwegnahme der Vollendung,
- l'agire umano vienne divinizzato.
- wird das Handeln des Menschen vergöttlicht.
(Patriarch Athenagoras I)
Sonntag, 3. Juli 2011
35 Gründe, nicht zu sündigen
Beim Surfen in einem italienischen freikirchlichen Radiosender (www.evangelo.it) fand ich diese eindrucksvolle Sammlung.
Ich halte sie für nützlich.
Ich möchte sie euch im Original und in meiner Übersetzung nicht vorenthalten:
1. Perché un piccolo peccato apre la porta ad un altro peccato.
1. Weil eine kleine Sünde die Tür für eine andere Sünde öffnet.
2. Perché il mio peccato attira la disciplina di Dio.
2. Weil meine Sünde die Strafe Gottes nach sich zieht. (So die wörtliche Übersetzung. Aber: Wenn wir von Strafe reden, dann tun wir das aufgrund unserer menschlichen Erfahrung: wir hatten etwas "ausgefressen" und deswegen wurde uns eine Strafe auferlegt. Genau das tut Gott nicht; diese sog. Strafen sind keine Bestrafungen, sondern die inneren Folgen der von uns gesetzten Taten.)
3. Perché il tempo speso nel peccare è sprecato per sempre
3. Weil die Zeit, die wir für das Sündigen aufgewandt haben, für immer verloren ist.
4. Perché il mio peccato non compiace mai ma addolora il Signore che mi ama.
4. Weil meine Sünde niemals meinem Herrn gefällt, sondern ihn betrübt, der mich liebt.
5. Perché il mio peccato pone un grande peso sui miei responsabili spirituali.
5. Weil meine Sünde mein geistliches Leben beschwert.
6. Perché nel tempo il mio peccato avvilisce il mio cuore.
6. Weil mit der Zeit meine Sünde mein Herz beschwert.
7. Perché faccio quello che non devo fare.
7. Weil ich dann etwas tue, was ich nicht tun soll.
8. Perché il mio peccato sminuisce ciò che sono.
8. Weil meine Sünde das vermindert, was ich bin.
9. Perché gli altri, inclusa la mia famiglia, soffrono le conseguenze del mio peccare.
9. Weil die anderen, einschließlich meine Familie, unter den Folgen meiner Sünde leiden.
10. Perché il mio peccato rattrista mio fratello in Cristo.
10. Weil meine Sünde meinen Bruder in Christus betrübt.
11. Perché il mio peccato rallegra i nemici di Dio.
11. Weil meine Sünde die Feinde Gottes erfreut.
12. Perché il peccato mi fa credere di averci guadagnato qualcosa mentre in realtà ho solo perso.
12. Weil die Sünde mich glauben lässt, etwas gewonnen zu haben, während ich doch in Wirklichkeit nur verloren habe.
13. Perché il peccato mi allontana dalla possibilità di svolgere compiti di responsabilità spirituale.
13. Weil die Sünde mich von der Möglichkeit abhält, meine geistliche Verantwortung wahrzunehmen.
14. Perché i cosiddetti benefici del mio peccato non potranno mai superare le conseguenze della disubbidienza.
14. Weil die sog. Vorteile der Sünde niemals die Folgen meines Ungehorsams ausgleichen können.
15. Perché pentirsi del peccato commesso è un processo doloroso, eppure devo pentirmi.
15. Weil die Reue über die begangene Sünde ein schmerzhafter Prozess ist, und dennoch muß ich bereuen.
16. Perché il peccato è un piacere molto breve che produce una perdita eterna.
16. Weil die Sünde nur einen kurzfristigen Genuß verschafft, aber einen ewigen Verlust nach sich zieht.
17. Perché il mio peccato può indurre anche altri a peccare.
17. Weil meine Sünde auch andere zur Sünde verführen kann.
18. Perché il mio peccato può escludere altri dal conoscere Cristo.
18. Weil meine Sünde andere von der Erkenntnis Jesu Christi ausschließen kann.
19. Perché il peccato non dà peso alla croce, sulla quale Cristo è morto per cancellare il mio peccato.
19. Weil die Sünde nicht das Kreuz würdigt, an dem Christus gestorben ist, um meine Sünde auszulöschen.
20. Perché è impossibile peccare e seguire lo Spirito Santo allo stesso tempo.
20. Weil es unmöglich ist, zu sündigen und gleichzeitig dem Heiligen Geist zu folgen.
21. Perché Dio non adempie le preghiere di chi alimenta il proprio peccato.
21. Weil Gott nicht das Gebet dessen erhört, der fortwährend seine Sünde vermehrt.
22. Perché il peccato danneggia la mia testimonianza e disonora l’Evangelo.
22. Weil die Sünde mein lebensmäßiges Zeugnis (für den Herrn)unglaubwürdig mach und das Evangelium verunehrt.
23. Perché altri ancor più seri di me sono stati distrutti dal peccato.
23. Weil andere Menschen, die schon viel weiter auf ihrem geistlichen Weg vorangeschritten waren, durch die Sünde zugrundegegangen sind.
24. Perché sia gli abitanti del cielo sia quelli dell’inferno potrebbero testimoniare dell’insensatezza del peccato.
24. Weil sowohl die Bewohner des Himmels wie auch die der Hölle die Torheit der Sünde bezeugen können.
25. Perché il peccato e la colpa possono ferire sia la mente sia il corpo.
25. Weil die Sünde und die Schuld sowohl die Seele als auch dem Körper schaden. (Hier möchte ich die biblisch-christliche Anthropologie der Katholischen Theologie einbringen: Durch unsere Sünde verunstalten wir unsere Seele, nicht den Geist -la mente.)
26. Perché i peccati insieme al servizio mi rendono un ipocrita.
26. Weil alle Sünden zusammengenommen mich zu einem Heuchler machen.
27. Perché soffrire per il peccato non dà né gioia né ricompensa, mentre soffrire per la giustizia dà entrambi.
27. Weil das Leiden aufgrund der Sünde weder Freude noch Belohnung schenkt, während das Leiden wegen der Gerechtigkeit beides gewährt.
28. Perché il mio peccato vuol dire commettere adulterio con il mondo.
28. Weil meine Sünde immer eine Angleichung an die "Welt" ist.
29. Perché, anche se perdonato, rivedrò questo peccato nel giorno del Giudizio quando saranno applicate la perdita e il guadagno delle ricompense eterne.
29. Weil - auch wenn sie vergeben ist - ich diese Sünde am Tag des Endgerichtes wieder sehen werde, wenn es um die ewige Vergeltung gehen wird.
30. Perché non saprò mai prima del tempo quanto può essere severa la disciplina che dovrò subire a causa del mio peccato.
30. Weil ich niemals vor der Zeit wissen kann, wie schwer die Strafe sein wird, die ich für meine Sünde werde erleiden müssen.
31. Perché il mio peccato può essere l’indicazione di uno stato di sviamento.
31. Weil meine Sünde ein Aufweis meines Abweges sein kann.
32. Perché peccare vuol dire non amare Cristo.
32. Weil "sündigen" soviel bedeutet wie "Christus nicht lieben".
33. Perché la mia riluttanza nel rigettare il peccato gli conferisce un’autorità su di me più grande di quanto possa immaginare.
33. Weil ich durch meine Trägheit im Kampf gegen die Sünde eben jener Sünde eine Macht über mich verleihe, die größer ist, als ich mir vorstellen kann.
34. Perché il peccato glorifica Dio soltanto quando è da Lui giudicato e lo trasforma in bene, non perché valga qualcosa di per sé.
34. Weil die Sünde nur insofern Gott verherrlicht, wenn sie von Gott gerichtet und von ihm zum Guten gewandt wird, nicht aber weil die Sünde schon in sich einen Wert hätte.
35. Perché ho promesso a Dio che sarebbe stato il Signore della mia vita.
35. Weil ich Gott (in der Taufe) versprochen habe, dass er der Herr meines Lebens sein soll.
Ich halte sie für nützlich.
Ich möchte sie euch im Original und in meiner Übersetzung nicht vorenthalten:
1. Perché un piccolo peccato apre la porta ad un altro peccato.
1. Weil eine kleine Sünde die Tür für eine andere Sünde öffnet.
2. Perché il mio peccato attira la disciplina di Dio.
2. Weil meine Sünde die Strafe Gottes nach sich zieht. (So die wörtliche Übersetzung. Aber: Wenn wir von Strafe reden, dann tun wir das aufgrund unserer menschlichen Erfahrung: wir hatten etwas "ausgefressen" und deswegen wurde uns eine Strafe auferlegt. Genau das tut Gott nicht; diese sog. Strafen sind keine Bestrafungen, sondern die inneren Folgen der von uns gesetzten Taten.)
3. Perché il tempo speso nel peccare è sprecato per sempre
3. Weil die Zeit, die wir für das Sündigen aufgewandt haben, für immer verloren ist.
4. Perché il mio peccato non compiace mai ma addolora il Signore che mi ama.
4. Weil meine Sünde niemals meinem Herrn gefällt, sondern ihn betrübt, der mich liebt.
5. Perché il mio peccato pone un grande peso sui miei responsabili spirituali.
5. Weil meine Sünde mein geistliches Leben beschwert.
6. Perché nel tempo il mio peccato avvilisce il mio cuore.
6. Weil mit der Zeit meine Sünde mein Herz beschwert.
7. Perché faccio quello che non devo fare.
7. Weil ich dann etwas tue, was ich nicht tun soll.
8. Perché il mio peccato sminuisce ciò che sono.
8. Weil meine Sünde das vermindert, was ich bin.
9. Perché gli altri, inclusa la mia famiglia, soffrono le conseguenze del mio peccare.
9. Weil die anderen, einschließlich meine Familie, unter den Folgen meiner Sünde leiden.
10. Perché il mio peccato rattrista mio fratello in Cristo.
10. Weil meine Sünde meinen Bruder in Christus betrübt.
11. Perché il mio peccato rallegra i nemici di Dio.
11. Weil meine Sünde die Feinde Gottes erfreut.
12. Perché il peccato mi fa credere di averci guadagnato qualcosa mentre in realtà ho solo perso.
12. Weil die Sünde mich glauben lässt, etwas gewonnen zu haben, während ich doch in Wirklichkeit nur verloren habe.
13. Perché il peccato mi allontana dalla possibilità di svolgere compiti di responsabilità spirituale.
13. Weil die Sünde mich von der Möglichkeit abhält, meine geistliche Verantwortung wahrzunehmen.
14. Perché i cosiddetti benefici del mio peccato non potranno mai superare le conseguenze della disubbidienza.
14. Weil die sog. Vorteile der Sünde niemals die Folgen meines Ungehorsams ausgleichen können.
15. Perché pentirsi del peccato commesso è un processo doloroso, eppure devo pentirmi.
15. Weil die Reue über die begangene Sünde ein schmerzhafter Prozess ist, und dennoch muß ich bereuen.
16. Perché il peccato è un piacere molto breve che produce una perdita eterna.
16. Weil die Sünde nur einen kurzfristigen Genuß verschafft, aber einen ewigen Verlust nach sich zieht.
17. Perché il mio peccato può indurre anche altri a peccare.
17. Weil meine Sünde auch andere zur Sünde verführen kann.
18. Perché il mio peccato può escludere altri dal conoscere Cristo.
18. Weil meine Sünde andere von der Erkenntnis Jesu Christi ausschließen kann.
19. Perché il peccato non dà peso alla croce, sulla quale Cristo è morto per cancellare il mio peccato.
19. Weil die Sünde nicht das Kreuz würdigt, an dem Christus gestorben ist, um meine Sünde auszulöschen.
20. Perché è impossibile peccare e seguire lo Spirito Santo allo stesso tempo.
20. Weil es unmöglich ist, zu sündigen und gleichzeitig dem Heiligen Geist zu folgen.
21. Perché Dio non adempie le preghiere di chi alimenta il proprio peccato.
21. Weil Gott nicht das Gebet dessen erhört, der fortwährend seine Sünde vermehrt.
22. Perché il peccato danneggia la mia testimonianza e disonora l’Evangelo.
22. Weil die Sünde mein lebensmäßiges Zeugnis (für den Herrn)unglaubwürdig mach und das Evangelium verunehrt.
23. Perché altri ancor più seri di me sono stati distrutti dal peccato.
23. Weil andere Menschen, die schon viel weiter auf ihrem geistlichen Weg vorangeschritten waren, durch die Sünde zugrundegegangen sind.
24. Perché sia gli abitanti del cielo sia quelli dell’inferno potrebbero testimoniare dell’insensatezza del peccato.
24. Weil sowohl die Bewohner des Himmels wie auch die der Hölle die Torheit der Sünde bezeugen können.
25. Perché il peccato e la colpa possono ferire sia la mente sia il corpo.
25. Weil die Sünde und die Schuld sowohl die Seele als auch dem Körper schaden. (Hier möchte ich die biblisch-christliche Anthropologie der Katholischen Theologie einbringen: Durch unsere Sünde verunstalten wir unsere Seele, nicht den Geist -la mente.)
26. Perché i peccati insieme al servizio mi rendono un ipocrita.
26. Weil alle Sünden zusammengenommen mich zu einem Heuchler machen.
27. Perché soffrire per il peccato non dà né gioia né ricompensa, mentre soffrire per la giustizia dà entrambi.
27. Weil das Leiden aufgrund der Sünde weder Freude noch Belohnung schenkt, während das Leiden wegen der Gerechtigkeit beides gewährt.
28. Perché il mio peccato vuol dire commettere adulterio con il mondo.
28. Weil meine Sünde immer eine Angleichung an die "Welt" ist.
29. Perché, anche se perdonato, rivedrò questo peccato nel giorno del Giudizio quando saranno applicate la perdita e il guadagno delle ricompense eterne.
29. Weil - auch wenn sie vergeben ist - ich diese Sünde am Tag des Endgerichtes wieder sehen werde, wenn es um die ewige Vergeltung gehen wird.
30. Perché non saprò mai prima del tempo quanto può essere severa la disciplina che dovrò subire a causa del mio peccato.
30. Weil ich niemals vor der Zeit wissen kann, wie schwer die Strafe sein wird, die ich für meine Sünde werde erleiden müssen.
31. Perché il mio peccato può essere l’indicazione di uno stato di sviamento.
31. Weil meine Sünde ein Aufweis meines Abweges sein kann.
32. Perché peccare vuol dire non amare Cristo.
32. Weil "sündigen" soviel bedeutet wie "Christus nicht lieben".
33. Perché la mia riluttanza nel rigettare il peccato gli conferisce un’autorità su di me più grande di quanto possa immaginare.
33. Weil ich durch meine Trägheit im Kampf gegen die Sünde eben jener Sünde eine Macht über mich verleihe, die größer ist, als ich mir vorstellen kann.
34. Perché il peccato glorifica Dio soltanto quando è da Lui giudicato e lo trasforma in bene, non perché valga qualcosa di per sé.
34. Weil die Sünde nur insofern Gott verherrlicht, wenn sie von Gott gerichtet und von ihm zum Guten gewandt wird, nicht aber weil die Sünde schon in sich einen Wert hätte.
35. Perché ho promesso a Dio che sarebbe stato il Signore della mia vita.
35. Weil ich Gott (in der Taufe) versprochen habe, dass er der Herr meines Lebens sein soll.
Freitag, 10. Juni 2011
Meine letzte Predigt vor meiner Abreise nach Rom
Am Mittwoch, 1. Juni, dem Vorabend des Hochfestes Christi Himmelfahrt, habe ich in der Kirche Heilig Geist in München die Messe mit Predigt gehalten.
Das Video mit meiner letzten Predigt vor meiner Abreise nach Rom finden Sie auf
www.EsGibtMehr.TV
(Deeplink:
http://www.lobpreisradio.de/es-gibt-mehr-tv-webtv-live-video/antworten-fuer-das-leben-video.html#c484)
LobpreisRadio.de - Die moderne christliche Musikwelle
Unser tägliches Radio-Programm:
* 5-25 Uhr mit Lobpreis- und Anbetungsmusik
* täglich Tagesevangelium ab 7 Uhr alle drei Stunden
* täglich Predigt über das Tagesevangelium um 10, 15 und 20 Uhr
* instrumentale Anbetungsstunde mit Impuls täglich 7 und 20 Uhr
www.lobpreisradio.de
Anbetung.TV - Erlebe Anbetung!
www.anbetung.tv
Das Video mit meiner letzten Predigt vor meiner Abreise nach Rom finden Sie auf
www.EsGibtMehr.TV
(Deeplink:
http://www.lobpreisradio.de/es-gibt-mehr-tv-webtv-live-video/antworten-fuer-das-leben-video.html#c484)
LobpreisRadio.de - Die moderne christliche Musikwelle
Unser tägliches Radio-Programm:
* 5-25 Uhr mit Lobpreis- und Anbetungsmusik
* täglich Tagesevangelium ab 7 Uhr alle drei Stunden
* täglich Predigt über das Tagesevangelium um 10, 15 und 20 Uhr
* instrumentale Anbetungsstunde mit Impuls täglich 7 und 20 Uhr
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Donnerstag, 2. Juni 2011
Abschied und Neuaufbruch
Liebe Freunde!
Der Abtprimas der Benediktinischen Konföderation, Notker Wolf OSB, hat meinen Erzabt von St. Ottilien, Jeremias Schröder OSB, gebeten, mich als einen zweiten Sekretär an seiner Kurie in Rom www.santanselmo.net zur Verfügung zu stellen, und mein Erzabt hat diese Bitte an mich weitergereicht.
Was war vorausgegangen? Anfang des Jahres hatte der Abtprimas einen seiner Sekretäre für eine andere Aufgabe freigeben müssen, so daß die deutschsprachige Sektion im Sekretariat unbesetzt war, die ich nun übernehmen soll.
Warum ich? Zwei Gründe mögen ihn bewogen haben, dabei an mich zu denken: zum einen, nach meiner ersten Profeß hatte ich eine Spezialausbildung in Sant’Anselmo gemacht (1989-1991), zum anderen war ich einige Jahre sein „Hilfs-Sekretär“, als er noch Erzabt von St. Ottilien war.
Diese Bitte durch meine rechtmäßigen kirchlichen Oberen höre ich im Licht des Wortes Gottes und denke an Abraham, der von Gott den Ruf vernahm: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus, und der diesem Ruf folgte (Genesis 12,1.4); so habe ich dieser Bitte entsprochen.
Einerseits fühle ich mich durch diese neue Aufgabe, dem Orden zu dienen und mein Heimatkloster St. Ottilien in Rom vertreten zu dürfen, und durch das in mich gesetzte Vertrauen geehrt, anderseits weiß ich aber auch, wie viele Menschen und Aufgaben ich hier zurücklasse. Jedoch als Missionsbenediktiner mache ich mich gerne auf den Weg. Es ist ein Aufbrauch und ein Neuanfang, und dem wohnt immer ein Zauber inne.
Meinen neuen Dienst in der Zentrale des Benediktinerordens, der zunächst für zwei Jahre vorgesehen ist, soll ich möglichst bald beginnen. Montag nach Pfingsten werde ich nach Rom übersiedeln.
So verbleibe ich mit priesterlichen Segenswünschen
Euer Pater Willibrord
Der Abtprimas der Benediktinischen Konföderation, Notker Wolf OSB, hat meinen Erzabt von St. Ottilien, Jeremias Schröder OSB, gebeten, mich als einen zweiten Sekretär an seiner Kurie in Rom www.santanselmo.net zur Verfügung zu stellen, und mein Erzabt hat diese Bitte an mich weitergereicht.
Was war vorausgegangen? Anfang des Jahres hatte der Abtprimas einen seiner Sekretäre für eine andere Aufgabe freigeben müssen, so daß die deutschsprachige Sektion im Sekretariat unbesetzt war, die ich nun übernehmen soll.
Warum ich? Zwei Gründe mögen ihn bewogen haben, dabei an mich zu denken: zum einen, nach meiner ersten Profeß hatte ich eine Spezialausbildung in Sant’Anselmo gemacht (1989-1991), zum anderen war ich einige Jahre sein „Hilfs-Sekretär“, als er noch Erzabt von St. Ottilien war.
Diese Bitte durch meine rechtmäßigen kirchlichen Oberen höre ich im Licht des Wortes Gottes und denke an Abraham, der von Gott den Ruf vernahm: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus, und der diesem Ruf folgte (Genesis 12,1.4); so habe ich dieser Bitte entsprochen.
Einerseits fühle ich mich durch diese neue Aufgabe, dem Orden zu dienen und mein Heimatkloster St. Ottilien in Rom vertreten zu dürfen, und durch das in mich gesetzte Vertrauen geehrt, anderseits weiß ich aber auch, wie viele Menschen und Aufgaben ich hier zurücklasse. Jedoch als Missionsbenediktiner mache ich mich gerne auf den Weg. Es ist ein Aufbrauch und ein Neuanfang, und dem wohnt immer ein Zauber inne.
Meinen neuen Dienst in der Zentrale des Benediktinerordens, der zunächst für zwei Jahre vorgesehen ist, soll ich möglichst bald beginnen. Montag nach Pfingsten werde ich nach Rom übersiedeln.
So verbleibe ich mit priesterlichen Segenswünschen
Euer Pater Willibrord
Donnerstag, 26. Mai 2011
"Nun singt dem Herrn ein neues Lied"
Predigt am 5. Sonntag der Osterzeit
22. Mai 2011, Konventamt in St. Ottilien
Liebe Christen!
Sieben Wochen gehen wir in der Osterzeit.
Es braucht Zeit, um das Ostergeheimnis zu ergehen.
Viele Lieder in unserem Gotteslob besingen und entfalten das Ostergeheimnis.
Heute möchte ich versuchen, das Lied unter der Nummer 220 ein wenig zu erschließen.
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
Das ist der Tag, den Gott gemacht. Das ist der Ostertag. Und dieser Tag hat die Länge von 50 Tagen. Sieben Wochen feiern wir Ostern.
Jede Woche hat sieben Tage. 7 x 7 = 49. Aber das reicht immer noch nicht. Da muß noch ein Tag drauf. Dann haben wir 50 Tage. 50 heißt auf Griechisch: Pentekoste, das klingt wie Pfingsten.
Und tatsächlich: Pfingsten ist der 50. Ostertag.
Was ist das für ein Tag? Es ist der erste Tag der Woche, jedenfalls nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes. Da lesen und hören wir: Am ersten Tag der Woche kamen die Frauen zum Grab.
Der Freitag war der Todestag Jesu.
Der folgende Tag war Sabbat, der letzte Tag der jüdischen Woche;
Dieser Tag entspricht unserem Samstag. Das war der Tag der Grabesruhe Jesu.
Und am ersten Tag der neuen jüdischen Woche kamen die Frauen zum Grab und hatten die Erscheinung des Engels. Sie erhielten die Botschaft von der Auferweckung Jesu und den Auftrag, dies seinen Jüngern zu verkünden. Das ist der Ursprung unserer jährlichen und unserer sonntäglichen Osterfeier. Jeden Sonntag Ostern feiern.
„Denn Wunder hat der Herr getan.“ Wer ist dieser Herr?
Das ist der Gott Vater, der sich dem Moses im brennenden Dornbusch unter dem Namen Jahwe offenbart hatte.
Und um welches Wunder handelt es sich?
Das Wunder der Auferweckung Jesu.
Dieses Wunder feiern wir an jedem Sonntag:
„Darum kommen wir vor dein Angesicht und feiern mit der ganzen Kirche den ersten Tag der Woche als den Tag, an dem Christus von den Toten erstanden ist.“
Das ist ein wichtiger Impuls für unser Leben:
Wir beginnen die Woche mit dem, was Gott schon getan hat. An diesem Tag, dem ersten Tag der Woche, können wir wirklich die Hände in den Schoss legen und erst mal ausruhen. Relaxen. Stressfrei. Weil Gott seinen Teil getan hat. Und das feiern wir am sonntäglichen Ostertag.
Am Montag, dem zweiten Tag der Woche und dem ersten Arbeitstag, fangen wir dann an.
Es blieb dem Europäischen Normenausschuß vorbehalten, diesen biblischen Sacherverhalt zu verkennen und den Montag als den ersten Tag der Woche zu erklären.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
Verklärt ist alles Leid der Welt.
Das Leid der Welt ist da, millionenfach. Es wird weder negiert noch bagatellisiert. Es wird gesehen und wahrgenommen und ernstgenommen.
Aber das Leid ist nicht das Letzte und nicht das Einzige.
Es wird verwandelt. In der verwandelnden Macht Jahwes beginnt es zu leuchten, so wie die Wunden der Passion am verklärten Leib des Herrn auch nicht ausgelöscht werden. Sie bleiben. Der vom Vater auferweckte und verklärte und in die Herrlichkeit des Himmels erhöhte Herr Jesus Christus trägt immer noch die Zeichen seiner Passion an seinem verklärten Leib und zeigt sie immerfort dem Vater.
Das verwandelte Leid. Wieder ein Impuls, wie wir unser Leben verstehen:
Leid gibt es auch in unserem Leben. Wie damit umgehen? Leid vermeiden und lindern, wo immer dies uns möglich ist. Aber viel Leid bleibt. Wie damit umgehen?
Wir können unser Leid annehmen und im Blick auf die Passion des Herrn mit seinem Leid verbinden und es dem Vater anbieten, damit ER es zum Heil verwandeln kann – für uns und viele andere.
Der Herr erstand in Gottes Macht.
Das entspricht genau dem ältesten Zeugnis des Neuen Testamentes. Unzählige Male hören wir: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hat ihn, den ihr ermordet habt, auferweckt. Jesus ist auferweckt worden durch die Macht Gottes. Dieses Zeugnis wird angedeutet in der Liedzeile: Der Herr erstand in Gottes Macht.
Und: hat neues Leben uns gebracht.
Ein Leben, das völlig anders ist als jenes Leben, welches wir von Natur aus haben.
Ein Leben, welches unser natürliches Leben unendlich übersteigt, welches einer anderen Wirklichkeit und einer anderen Dimension angehört, ein unzerstörbares Leben, welches weder gemindert wird noch in seiner Qualität abnimmt. Eben ein ewiges Leben.
Ein Leben, wonach sich jeder Mensch sehnt und welches so viele Religionen, Personen, Ideologien, Systeme und esoterische Theorien und Praktiken zwar versprechen, aber nicht vermitteln können.
Dieses unvergängliche, unzerstörbare, ewige Leben ist der ganzen Menschheit aller Orten und aller Zeiten und jedem Menschen von Gott durch die Erlösung geschenkt und angeboten worden. Gratia gratis data. Free net. 0,0 cent.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heil’ger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
Das ist es. Das Sakrament der Taufe.
Zu Beginn dieser Eucharistiefeier haben wir gebetet:
“Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen.“
In der Taufe hat Gott uns alles geschenkt:
• sein göttliches, ewiges, unzerstörbares Leben;
• er hat einen Bund mit uns geschlossen, den ER niemals brechen wird;
• er hat uns die Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe geschenkt;
• er hat uns 100 % Heiligen Geist geschenkt.
Das alles hat Gott uns in der Taufe geschenkt. Wir müssen die Taufgnade annehmen: Dem Heiligen Geist erlauben, in uns zu wirken; eine persönliche Entscheidung treffen. Das geschieht in der Firmung. In der Firmung wird uns nicht der Heilige Geist geschenkt. Den haben wir schon in der Taufe empfangen. Sondern:
Die Firmung ist das Sakrament der Mündigkeit. Da können wir die persönliche Taufentscheidung nachholen. In der Firmung wird der Heilige Geist freigesetzt, und wir werden für einen Dienst in der kirchlichen Gemeinschaft gestärkt und ausgerüstet. („Abschiedsfest“)
Und wir sind jetzt schon auferweckt. Wir leben jetzt schon das ewige Leben. Wir können nicht sterben. Der Heilige Geist ist das Leben, das kein Tod entreißt.
Das ist genau das Thema des Johannesevangeliums.
In der 50tägigen Osterzeit hören wir jeden Tag einen Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium.
Immer wieder versichert uns der johanneische Christus: Wer an mich glaubt, hat jetzt schon das ewige Leben.
Wer an mich glaubt, wird nicht sterben.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
In dieser Liedstrophe klingt das Mysterium der sog. „Himmelfahrt“, der Erhöhung des Herrn an.
Im Schlussgebet der Messe am Fest Christi Himmelfahrt werden wir beten: „Lenke unser Sinnen und Verlangen zum Himmel, wo Christus als Erster der Menschen bei dir ist.“
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
In dieser Liedstrophe begegnet uns der hl. Paulus.
Er beschreibt das Mysterium Christi und der Kirche mit dem Bild des Leibes: Christus ist das Haupt des Leibes, und wir Getauften sind die Glieder dieses Leibes. Und Haupt und Glieder zusammen und gemeinsam bilden den Leib Christi, und das ist die Kirche.
Und das ist die Heiligkeit der Kirche. Und alle Sünden der Glieder der Kirche, der Laien und der Priester, die Sünden, die global offensichtlich geworden sind, können niemals diese Heiligkeit der Kirche mindern. Wohl aber verdunkeln sie das Erscheinungsbild der Kirche in der Welt und ihre Glaubwürdigkeit und ihre Wirksamkeit. Das sind die hausgemachten Probleme der Kirche. Und die haben wir gemacht. Das ist unsere Schuld, und das verlangt Erkenntnis und Reue und Umkehr.
Erlöst ist, wer an Christus glaubt.
Heute haben wir im Tagesgebet gebetet: Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe.
Christus sagt heute im Evangelium: Glaubt an Gott, d. h.: glaubt an mich.
Christus präsentiert sich heute als der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Er ist der Weg zum Vater, weil er uns vereinigt mit seiner Hingabe an den Vater.
Er ist die Wahrheit, weil er sich uns zu erkennen gibt und weil er immer tiefer unsere Herzen durchdringt durch das verkündete und gehörte Wort Gottes.
Er ist das Leben: uns gegeben am Tisch der Eucharistie.
Christus ist der Weg zum Vater, weil er die Wahrheit ist. Er ist das Bild des Vaters in der Welt. Und er ist das Leben für den, der an ihn glaubt.
An Christus glauben: eine tiefe Beziehung zu ihm haben.
Ihm das ganze Leben anvertrauen und übergeben.
Eine andere Hoffnung gibt es nicht.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Das neue Lied, seit 2000 Jahren in den Charts: das ist das Halleluja. Eine Zusammensetzung aus Hallelu – Lobt!
Und der Kurzform von Jah-we.
Also: Lobt Gott! Durch diese 50 Tage erklingt es immer wieder. Hallelu-Jahwe.
In aller Welt ist Freud und Fried. – Stimmt das? Wenn man der Tagesschau und den Tagesthemen glaubt, dann stimmt das so nicht. Wie aber dann?
In aller Welt ist Freud und Fried insofern als die Welt mit dem erfüllt ist, was Gott getan hat: nämlich das Wunder der Auferweckung Jesu.
Dieses Geschehen ist nun einmal in die Weltgeschichte hineingeschrieben. Und keine Macht der Welt und der Unterwelt kann das auslöschen oder ungeschehen machen. Die Welt ist verändert. Aber sie erkennt das noch nicht und lebt das noch nicht. Nicht die Welt, besser gesagt: die einzelnen Menschen, und auch wir.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
Wenn es Freude und Friede ist der Welt gibt, dann nicht deswegen, weil wir das auf die Reihe kriegen. Das ist ja alles so schrecklich brüchig.
Sondern weil der Herr-Gott DAS Wunder getan hat. Deinen Tod, o Jesus, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir. Jetzt. Bis du kommst in Herrlichkeit.
22. Mai 2011, Konventamt in St. Ottilien
Liebe Christen!
Sieben Wochen gehen wir in der Osterzeit.
Es braucht Zeit, um das Ostergeheimnis zu ergehen.
Viele Lieder in unserem Gotteslob besingen und entfalten das Ostergeheimnis.
Heute möchte ich versuchen, das Lied unter der Nummer 220 ein wenig zu erschließen.
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
Das ist der Tag, den Gott gemacht. Das ist der Ostertag. Und dieser Tag hat die Länge von 50 Tagen. Sieben Wochen feiern wir Ostern.
Jede Woche hat sieben Tage. 7 x 7 = 49. Aber das reicht immer noch nicht. Da muß noch ein Tag drauf. Dann haben wir 50 Tage. 50 heißt auf Griechisch: Pentekoste, das klingt wie Pfingsten.
Und tatsächlich: Pfingsten ist der 50. Ostertag.
Was ist das für ein Tag? Es ist der erste Tag der Woche, jedenfalls nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes. Da lesen und hören wir: Am ersten Tag der Woche kamen die Frauen zum Grab.
Der Freitag war der Todestag Jesu.
Der folgende Tag war Sabbat, der letzte Tag der jüdischen Woche;
Dieser Tag entspricht unserem Samstag. Das war der Tag der Grabesruhe Jesu.
Und am ersten Tag der neuen jüdischen Woche kamen die Frauen zum Grab und hatten die Erscheinung des Engels. Sie erhielten die Botschaft von der Auferweckung Jesu und den Auftrag, dies seinen Jüngern zu verkünden. Das ist der Ursprung unserer jährlichen und unserer sonntäglichen Osterfeier. Jeden Sonntag Ostern feiern.
„Denn Wunder hat der Herr getan.“ Wer ist dieser Herr?
Das ist der Gott Vater, der sich dem Moses im brennenden Dornbusch unter dem Namen Jahwe offenbart hatte.
Und um welches Wunder handelt es sich?
Das Wunder der Auferweckung Jesu.
Dieses Wunder feiern wir an jedem Sonntag:
„Darum kommen wir vor dein Angesicht und feiern mit der ganzen Kirche den ersten Tag der Woche als den Tag, an dem Christus von den Toten erstanden ist.“
Das ist ein wichtiger Impuls für unser Leben:
Wir beginnen die Woche mit dem, was Gott schon getan hat. An diesem Tag, dem ersten Tag der Woche, können wir wirklich die Hände in den Schoss legen und erst mal ausruhen. Relaxen. Stressfrei. Weil Gott seinen Teil getan hat. Und das feiern wir am sonntäglichen Ostertag.
Am Montag, dem zweiten Tag der Woche und dem ersten Arbeitstag, fangen wir dann an.
Es blieb dem Europäischen Normenausschuß vorbehalten, diesen biblischen Sacherverhalt zu verkennen und den Montag als den ersten Tag der Woche zu erklären.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
Verklärt ist alles Leid der Welt.
Das Leid der Welt ist da, millionenfach. Es wird weder negiert noch bagatellisiert. Es wird gesehen und wahrgenommen und ernstgenommen.
Aber das Leid ist nicht das Letzte und nicht das Einzige.
Es wird verwandelt. In der verwandelnden Macht Jahwes beginnt es zu leuchten, so wie die Wunden der Passion am verklärten Leib des Herrn auch nicht ausgelöscht werden. Sie bleiben. Der vom Vater auferweckte und verklärte und in die Herrlichkeit des Himmels erhöhte Herr Jesus Christus trägt immer noch die Zeichen seiner Passion an seinem verklärten Leib und zeigt sie immerfort dem Vater.
Das verwandelte Leid. Wieder ein Impuls, wie wir unser Leben verstehen:
Leid gibt es auch in unserem Leben. Wie damit umgehen? Leid vermeiden und lindern, wo immer dies uns möglich ist. Aber viel Leid bleibt. Wie damit umgehen?
Wir können unser Leid annehmen und im Blick auf die Passion des Herrn mit seinem Leid verbinden und es dem Vater anbieten, damit ER es zum Heil verwandeln kann – für uns und viele andere.
Der Herr erstand in Gottes Macht.
Das entspricht genau dem ältesten Zeugnis des Neuen Testamentes. Unzählige Male hören wir: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hat ihn, den ihr ermordet habt, auferweckt. Jesus ist auferweckt worden durch die Macht Gottes. Dieses Zeugnis wird angedeutet in der Liedzeile: Der Herr erstand in Gottes Macht.
Und: hat neues Leben uns gebracht.
Ein Leben, das völlig anders ist als jenes Leben, welches wir von Natur aus haben.
Ein Leben, welches unser natürliches Leben unendlich übersteigt, welches einer anderen Wirklichkeit und einer anderen Dimension angehört, ein unzerstörbares Leben, welches weder gemindert wird noch in seiner Qualität abnimmt. Eben ein ewiges Leben.
Ein Leben, wonach sich jeder Mensch sehnt und welches so viele Religionen, Personen, Ideologien, Systeme und esoterische Theorien und Praktiken zwar versprechen, aber nicht vermitteln können.
Dieses unvergängliche, unzerstörbare, ewige Leben ist der ganzen Menschheit aller Orten und aller Zeiten und jedem Menschen von Gott durch die Erlösung geschenkt und angeboten worden. Gratia gratis data. Free net. 0,0 cent.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heil’ger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
Das ist es. Das Sakrament der Taufe.
Zu Beginn dieser Eucharistiefeier haben wir gebetet:
“Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen.“
In der Taufe hat Gott uns alles geschenkt:
• sein göttliches, ewiges, unzerstörbares Leben;
• er hat einen Bund mit uns geschlossen, den ER niemals brechen wird;
• er hat uns die Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe geschenkt;
• er hat uns 100 % Heiligen Geist geschenkt.
Das alles hat Gott uns in der Taufe geschenkt. Wir müssen die Taufgnade annehmen: Dem Heiligen Geist erlauben, in uns zu wirken; eine persönliche Entscheidung treffen. Das geschieht in der Firmung. In der Firmung wird uns nicht der Heilige Geist geschenkt. Den haben wir schon in der Taufe empfangen. Sondern:
Die Firmung ist das Sakrament der Mündigkeit. Da können wir die persönliche Taufentscheidung nachholen. In der Firmung wird der Heilige Geist freigesetzt, und wir werden für einen Dienst in der kirchlichen Gemeinschaft gestärkt und ausgerüstet. („Abschiedsfest“)
Und wir sind jetzt schon auferweckt. Wir leben jetzt schon das ewige Leben. Wir können nicht sterben. Der Heilige Geist ist das Leben, das kein Tod entreißt.
Das ist genau das Thema des Johannesevangeliums.
In der 50tägigen Osterzeit hören wir jeden Tag einen Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium.
Immer wieder versichert uns der johanneische Christus: Wer an mich glaubt, hat jetzt schon das ewige Leben.
Wer an mich glaubt, wird nicht sterben.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
In dieser Liedstrophe klingt das Mysterium der sog. „Himmelfahrt“, der Erhöhung des Herrn an.
Im Schlussgebet der Messe am Fest Christi Himmelfahrt werden wir beten: „Lenke unser Sinnen und Verlangen zum Himmel, wo Christus als Erster der Menschen bei dir ist.“
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
In dieser Liedstrophe begegnet uns der hl. Paulus.
Er beschreibt das Mysterium Christi und der Kirche mit dem Bild des Leibes: Christus ist das Haupt des Leibes, und wir Getauften sind die Glieder dieses Leibes. Und Haupt und Glieder zusammen und gemeinsam bilden den Leib Christi, und das ist die Kirche.
Und das ist die Heiligkeit der Kirche. Und alle Sünden der Glieder der Kirche, der Laien und der Priester, die Sünden, die global offensichtlich geworden sind, können niemals diese Heiligkeit der Kirche mindern. Wohl aber verdunkeln sie das Erscheinungsbild der Kirche in der Welt und ihre Glaubwürdigkeit und ihre Wirksamkeit. Das sind die hausgemachten Probleme der Kirche. Und die haben wir gemacht. Das ist unsere Schuld, und das verlangt Erkenntnis und Reue und Umkehr.
Erlöst ist, wer an Christus glaubt.
Heute haben wir im Tagesgebet gebetet: Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe.
Christus sagt heute im Evangelium: Glaubt an Gott, d. h.: glaubt an mich.
Christus präsentiert sich heute als der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Er ist der Weg zum Vater, weil er uns vereinigt mit seiner Hingabe an den Vater.
Er ist die Wahrheit, weil er sich uns zu erkennen gibt und weil er immer tiefer unsere Herzen durchdringt durch das verkündete und gehörte Wort Gottes.
Er ist das Leben: uns gegeben am Tisch der Eucharistie.
Christus ist der Weg zum Vater, weil er die Wahrheit ist. Er ist das Bild des Vaters in der Welt. Und er ist das Leben für den, der an ihn glaubt.
An Christus glauben: eine tiefe Beziehung zu ihm haben.
Ihm das ganze Leben anvertrauen und übergeben.
Eine andere Hoffnung gibt es nicht.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Das neue Lied, seit 2000 Jahren in den Charts: das ist das Halleluja. Eine Zusammensetzung aus Hallelu – Lobt!
Und der Kurzform von Jah-we.
Also: Lobt Gott! Durch diese 50 Tage erklingt es immer wieder. Hallelu-Jahwe.
In aller Welt ist Freud und Fried. – Stimmt das? Wenn man der Tagesschau und den Tagesthemen glaubt, dann stimmt das so nicht. Wie aber dann?
In aller Welt ist Freud und Fried insofern als die Welt mit dem erfüllt ist, was Gott getan hat: nämlich das Wunder der Auferweckung Jesu.
Dieses Geschehen ist nun einmal in die Weltgeschichte hineingeschrieben. Und keine Macht der Welt und der Unterwelt kann das auslöschen oder ungeschehen machen. Die Welt ist verändert. Aber sie erkennt das noch nicht und lebt das noch nicht. Nicht die Welt, besser gesagt: die einzelnen Menschen, und auch wir.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
Wenn es Freude und Friede ist der Welt gibt, dann nicht deswegen, weil wir das auf die Reihe kriegen. Das ist ja alles so schrecklich brüchig.
Sondern weil der Herr-Gott DAS Wunder getan hat. Deinen Tod, o Jesus, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir. Jetzt. Bis du kommst in Herrlichkeit.
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