Donnerstag, 9. Mai 2019

Predigt am Mittwoch der 3. Osterwoche (8. März 2019), Heilig Geist, München


Predigt am Mittwoch der 3. Osterwoche
8. März 2019
Heilige Geist, München

Lesung
Steinigung des Stephanus, Periode der Verfolgung für die Kirche.
Ereignis (menschlich: traurig) wird providenziell.
Wer weiss, wie lange die Kirche auf Jeusalem beschränkt geblieben wäre, wenn es keine Verfolgung gegeben hätte.
Paradox: der Geist Gottes führt die Kirche durch die Verfolgung, zu den Samaritanern  (Volk der Halb-Hebräer, verachtet von Juden). Hier zeigt sich schon der Universalismus der Kirche, wie er von Jesus gewollt ist.
Und es ist das österliche Paradox: das Leben kommt aus dem Tod und aus dem Leiden.
Der Diakon Philippus: bringt Befreiung und Freude zu den Samaritanern durch die Verkündigung.
Freude: ist Gabe des Heiligen Geistes und eine Frucht des Glaubens, und der Glaube kommt aus der Verkündigung des Wortes Gottes und aus dem Hören der Verkündigung.
Und wir: können wir die Zeichen des Heiligen Geistes lesen in den Ereignissen unserer Zeit?
Die dunklen Zeiten der Kirche enthalten die noch unerkannten Gnaden Gottes – auf unserem Weg zum himmlischen Vaterhaus

Evangelium Joh 6,35-40
Wir können sehen, blicken, kurz mal drauf schauen oder drüber schauen.
Und wir können anschauen, betrachten, intensiv schauen, liebevoll schauen, mit den Blicken verweilen, durchblicken, tiefer schauen
Auch in diesem Evangelium heute
V. 36: - Ihr habt (mich) zwar gesehen, aber ihr glaubt nicht
V. 40: - jeder den Sohn Schauende und an ihn Glaubende
Das Thema Sehen und Glauben
Wir sind im Johannes-Evangelium. Im Joh-E: was bedeutet Glauben? Wie geht Glauben?
Antwort: Glauben ist und geht so: Gemeinschaft haben mit Jesus.
Glauben“ ist: den Sohn so anschauen, betrachten, in seiner Beziehung zum Vater.
Die Beziehung Jesu zu seinem Vater zeigt sich in seinem Gehorsam gegenüber dem Vater.
Und sie zeigt sich in seiner Sendung, die er vom Vater empfangen hat.
Glauben bedeutet dann auch: zu ihm kommen. Ihm gegeben sein, vom Vater.
Wir gehören zu Jesus, ja. Aber nicht aufgrund unserer Initiative.
Sondern weil der Vater uns ihm gegeben hat.
Unser JA-Wort zu Jesus – kann nur definitiv und endgültig sein.
Ist auch noch mehr als ein Wort, ist eigentlich kein Wort: sondern es ist eine Gabe, die Gabe unser selbst, unser Selbst-Hingabe, Lebensweihe.
Das ist unsere Verbindung mit Jesus.
So werden wir mit ihm zu einer Einheit.
Und deswegen haben wir jetzt schon das ewige Leben in uns, aufgrund unserer Einheit mit Jesus.
Das ist die Bestimmung für jeden Menschen. Und von Jesus aus betrachtet, kann sich diese unsere Bestimmung niemals mehr ändern.
Am letzten Tag wird sich nichts mehr verändern.
Der letzte Tag wird nur das verewigt, was jetzt schon Realität ist.
Wer das Leben hat und wer das Leben nicht hat – das wird dann endgültig.
Das Heil ist für alle bestimmt. Das ist der Wille Gottes.
Wenn Menschen das Leben nicht habe wollen und verloren gehen sollten, so ist das gegen die Absicht Gottes.

Sonntag, 5. Mai 2019

Predigt am 3. Sonntag der Osterzeit (5. Mai 2019), St. Alban


3. Sonntag der Osterzeit, St. Alban
5. Mai 2019

Zwei Dimensionen von Ostern (Tod und Auferstehung) immer präsent in der Dynamik im Leben unter der Führung des Heiligen Geistes.

1.     Die versammelte Gemeinde:  Sakrament der Totalität
Zweite Lesung: Liturgie des Himmels. Es stand das geschlachtete Lamm (die zwei Dimension von Pascha: Tod und Auferstehung).
Ein Hymnus erhebt sich: kosmische Stimmen, Engel und Heilige, dann die Geretten aus allen Völkern
Liturgie nimmt kosmische Dimensionen an, um das österliche Geheimnis zu feiern, von Gott und Christus gewirkt.
Mit dieser himmlischen Liturgie verbindet sich unsere irdische Liturgie.
Auch unsere Versammlung; zusammengesetzt aus verschiedenen Personen: Situationen, soziale Hintergründe, Glaubensniveau, religiöse Interessen und Motive, Charismen.
Aber alle versammelt zum gemeinsamen Lob vor Christus, dem geschlachteten Lamm.
Unsere irdische Liturgie, diese konkrete Versammlung ist ein Bild für und eine Vorwegnahme der himmlischen, eschatologischen Liturgie – und Vergegenwärtigung des Totalen Christus (alle Geretteten aller Zeiten, die Menschen aller Breitengrade, die himmlischen Geister, der verherrlichten Heiligen, die ganze Schöpfung.
Die kosmische Liturgie der Apokalypse realisiert sich in unserer Liturgie, wir bringen da Lob, Ehre dem Lamm, das uns hier versammelt hat.

2.     Gerettet, um das Lob des Vaters zu verkünden
Der österliche Sinn der Liturgie, die Erkenntnis, dass die Rettung von Gott kommt und vom dem Gekreuzigten und Auferweckten – was hat das mit uns zu tun? Das alles muß unser Leben durchdringen.
(Erste Lesung) Petrus und die Apostel wurden verhört.
Petrus (im Namen aller und vom Hl. Geist gestärkt und erleuchtet) gibt die Antwort: freimütig und kraftvoll als Zeuge der Auferstehung.
Um sie zum Schweigen zu bringen, werden sie gegeißelt. Und was tun sie? Freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für Jesu Namen Schmach zu erleiden.
Dasselbe Bekenntnis des Petrus (im Kontext einer Ostererscheinung, Evangelium). Nach der Verleugnung, Vergebung. Beteuert seine Liebe zum Herrn, wird als Hirte für die Herde eingesetzt.
Petrus wird mit einer Mission beauftragt – auf der Basis seines Glaubens und seiner Liebe zum auferstandenen Herrn.
Diese Logik gilt nicht nur für Petrus und für die anderen Apostel, sondern für jeden Christen – wenn wir glauben, dass Christus uns gerettet hat, wenn wir an die Mission Jesu glauben, der gekommen ist, alle Menschen zu retten, und wenn wir uns aufgerufen fühlen, zusammen und gemeinsam mit dem Retter Jesus nun selber zu Rettern für andere zu werden. Wie geht das? Indem wir ein christliches Leben führen, Taufgnade (Das ist gemeint: Ihr werdet meine Werke tun und noch größere Werke tun.)
Jeden Morgen steht Jesus an den Ufern unserer Existenz, und jeden Tag beginnen wir neu, unsere Werke zu tun.

3.     Zeugen in der Welt
Wir leben in der Welt. Wir gehen dieselben Straßen wir unsere Mitmenschen.  Und doch tragen wir etwas in uns, was die rein irdischen Dynamismen übersteigt.
Wir wollen Gutes tun wie alle anderen auch, und doch als Christen und mit Jesus bleiben wir nicht auf der Ebene der Strukturen, sondern schauen wir tiefer. Wir tun dasselbe wie die anderen auch, aber wir tun es anders. Wir tun dasselbe – im Licht des Glaubens und aus unserer liebevollen Beziehung zu Jesus. So werden wir zu Zeugen Jesu und seiner Auferstehung – ohne ein Wort zu sagen.

Predigt im Charismatischen Gottesdienst in Vilgertshofen 3. Mai 2019


Predigt Charismatischer Gottesdienst
in der Wallfahrtskirche Vilgertshofen
FEst der hll. Apostel Jakobus und Philippus 
3. Mai 2019

Lesung
Osterglaube: beruht nicht auf leeren Behauptungen
Paulus verkündet die Botschaft: „unser Glaube“, Botschaft aller Apostel
Zwei Grundaussagen: Christus gestorben – auferstanden.
Zwei weitere Aussagen: begraben – wurde gesehen (erschienen)
Immer: gemäß der Schrift: gemäß dem Plan Gottes
Der Sinn: für uns, um unseres Heiles Willen
Auferstehung Jesus: kann nicht bewiesen werden, keine Beweise.
Die Grundlinien des Credo
Sondern nur Zeugen: die Frauen, Kephas, die Zwölf,
und viele andere (Valtorta)
Paulus geht einfach v. d. Tatsache aus.
Das ist die Sicherheit des Glaubens
Warum spricht Paulus so ausführlich v. d. A. – bei den Korinthern?
Nur so können sie (wir) unsere Existenz als Christen in der Gegenwart begreifen; Fundament für unseren Glauben
Nur so für die Zukunft Hoffnung haben.


Evangelium
Philippus ist vielleicht etwas enthusiastisch: Gottesoffenbarung wie im AT: Erdbeben und Blitz und Donner, Sinai, Mose.
Aber es ist jetzt anders.
Der unsichtbare Gott hat ein menschliches Gesicht angenommen, ist in Jesus sichtbar und greifbar geworden.
Seit Jesus: müssen wir das Angesicht Gottes suchen im Angesicht Jesu.
Diese Einheit (V-S) ist nun die Art und Weise, wie wir beide finden: Jesus und den Vater, in dieser gegenseitigen Beziehung.
Selbst die Apostel hatten das nicht begriffen.
Thomas: Ich glaube nicht. Philippus: Zeig uns den Vater.
Die Jünger haben Mühe, Jesus zu verstehen. Auch wir Mühe.
Jesus erklärt: Einheit von Vater und Sohn. Vater tut alles durch Jesus.
Wir dürfen um alles bitten: im Namen Jesu. Wir richten unsere Gebete durch Jesus an den Vater. in seiner Person, nach seiner Meinung, in seiner Gesinnung.
Das Ziel unseres Lebens ist der Vater. Der Weg dorthin ist der Sohn.
Zwischen Vater und Sohn ist eine so enge Einheit:
Wenn wir EINER Person anhängen, denn sind auch mit der ANDEREN Person verbunden.
Wie ist das nun mit den „Größeren Werken“?
Jesus hat; größte Werke getan ( Heilu. Blindgeborenen, Auferweckung Lazarus).
Können wir größere Werke tun als Jesus sie getan hat. Wie ist das zu verstehen?
Wir können die Werke Jesu nur dadurch übertreffen, dass wir den größeren Werken Jesu eine größere Wirkung geben.
Warum? Und wie? (nicht äußere Expansion, sichtbare Erfolge. Nicht d Größere)
Überall da, wir unser Leben gestalten (Taufgnade), da bezeugen wir das Wirken Jesu und geben seinen Werken eine größere, weitere, neue, aktuelle Wirkung.

Predigt am Mittwoch der Osteroktav (24. April 2019) Hl. Geist München


Mittwoch der Osteroktav ( 24. April 2019)
Heilig-Geist-Kirche, München

Lesung
Zwischen dem Gelähmten und Petrus entsteht ein Dialog – ohne Worte, aber dennoch interpretierbar.
Der Gelähmte: ein Armer, Krank, Einsam, er erwartet eine sofortige Gabe.
Petrus will nicht die Erwartung dieses Armen enttäuschen.
Aber er kann ihm weder Geld noch Silber geben.
Was gibt er ihm? Die physische Gesundheit – und die ist nur ein Zeichen für: eine vollständige, eschatologische Heilung.
Petrus handelt im Namen eines anderen.
Er gibt etwas, was ihm nicht gehört. Es ist die Kraft des Namens Jesu (gekreuzigt, auferst.), der solche Wunder wirkt.
Die Kirche definiert sich in Beziehung zum Auferstandenen Herrn.
Sie kann sich nicht selbst verstehen, kann nichts tun, kann nicht wachsen… wenn nicht in Beziehung zu ihrem Herrn.
Für die Kirche reicht es, Christus zu verkünden.
Reichtümer, Wissenschaft, Kunst … das gehört nicht zum Bild der Kirche, wie Lukas es zeichnet.
Die einzige Vollmacht dieser neuen Gemeinschaft ist die Macht des Namens Jesu: der auferstandene Herr, lebendig und gegenwärtig in seiner Kirche in der Macht seiner Auferstehung.
Die Kirche ist Zeugin. Nicht nur in dem Sinne, dass sie die Worte Jesu widerholt, die sie von ihm empfangen hat,
sondern: indem sie die Gegenwart des Herrn in ihrem Leben bezeugt.
Das Wunder des Petrus ist nichts anderes als ein anderes Wunder der Wunder Jesu.
Das erkennen wir, wenn wir dieses Wunder vergleichen mit den Wundern, die von Jesus berichtet werden.
Heilung der10 Aussätzigen: Einer (der 10) kehrte um und lobte Gott. (Ziel des Wunders)
Der Gelähmte sprang umher und lobte Gott. – alle, die ihn sahen, lobten Gott.
Gott war in Jesus präsent und handelte in Jesus – Gott ist in der Kirche präsent und handelt in der Kirche. Wirkt Wunder, bewegt zum Lobpreis.
Evangelium
Zwei Engel: Funktion als Gesprächspartner. Sie stellen eine Frage.
Maria Magdalena gibt eine Erklärung ab: gestohlen; „meinen Herrn“ – das ist interessant: Maria Magdalena gibt einen Namen.
Dann folgt die Vision des Auferstandenen. Der Herr ruft sie bei ihrem Namen. Und sie antwortet mit dem Namen Jesu während seines irdischen Lebens. Rabbi. Rabbuni – ist eine familiäre Form von Rabbi.
Sie will ihn berühren.
Aber der Herr gibt ihr einen Auftrag an die Jünger.
 Die dreifache Dimension von Erscheinungs-Berichten: 1) Initiative, 2) Das Wieder-Erkennen und 3) die Sendung.
MM sucht einen TOTEN, aber Christus erweist sich als der Lebendige.
Aber, obwohl es eine Begegnung ist, bleibt Jesus für sie un-erkannt. Es ist noch kein Wieder-Erkennen.
Dazu fehlt noch etwas, dazu braucht es noch etwas: Das Gerufen-Werden beim Namen; ein personaler An-Spruch: Maria, Renate, Christian, Maximilian, Thomas…
Und dann kommt eine typisch menschliche Reaktion: das Festhalten.
Aber dann kommt die Offenbarung dessen, worum es eigentlich geht: einerseits die Rückkehr Jesu zu seinem Vater, andererseits die Mission der MM.
Was beabsichtigt der Evangelist Johannes mit dieser Erzähung (MM und Jesus)?
Zwei Wahrheiten:
1.      Johannes will uns begreiflich machen, die neue Präsenz Jesu, paradox: er ist da (bei den Seinen) als der zum Vater Heimgekehrte. Auferstehung und Himmelfahrt: beide zusammen sind seine Erhöhung zum Vater.
2.      Die neue Weise, wie wir mit Jesus in Kontakt treten können.
Und wir? Was können wir tun?
Mit Ostern hat eine mächtige Bewegung begonnen: Die Bewegung Jesu hin zum Vater.
Wir können uns hineinnehmen lassen in diese Mächtige Bewegung Jesu zum Vater.
Wir sind schon hineingenommen in diese Bewegung (sakramental) durch die Taufe.
Diese Bewegung wird genährt durch den Empfang der Eucharistie.
Es bleibt unsere Zustimmung, unser JA, unser Sich-darauf-Einlassen.

Samstag, 30. März 2019

Matthias Dippel, Pater Pio. Mission der 7 Wege

Matthias Dippel, Pater Pio. Mission der 7 Wege
Eine Einschätzung von Pater Willibrord Driever OSB, St. Ottilien

(1)                       Zum Inhalt
·       Ich beziehe mich hier in der Analyse nur auf die „Sieben Wege zum ewigen Leben“, wie sie veröffentlicht sind: https://adorare.ch/ppio7wege.html.
·       Die Botschaft des 1. Weges ist im Grunde die Aufforderung zur täglichen, abendlichen Gewissenserforschung.
·       Die Botschaft des 2. Weges ist die Wiederholung der Aufforderung unseres Herrn im Evangelium zur Vergebung (Mt 6,15.15; 18,35; Lk 6,27.28).
·       Die Botschaft des 3. Weges ist identisch mit der Gerichtsrede des Herrn (Mt 25,31-46). Der Hinweis auf Talente entspricht Mt 25,14-30. „Richtet nicht“ (vgl. Mt 7,1-5). Gott lässt die Sonne aufgehen über den Gerechten und Ungerechten, vgl. Mt 5,45.
·       Das Thema der Selbstverleugnung in der Botschaft des 4. Weges findet sich auch in Mt 16,24; Mk 8,34; Lk 9,23). Das Thema des Sich-selbst-verlierens: Mt 16,25; Mk 8,35; Lk 9,24).
·       Das Thema der Anfeindungen und Verleumdungen in der Botschaft des 5. Weges findet sich in Mt 5,10.11; 10,22; 1 Petr 3,14; 1 Petr 4,14).
·       Zum Thema der Beeinflussung unseres Lebens durch unsere Gedanken (Botschaft des 6. Weges) findet sich in Mt 15,19; Mk 7,21; Lk 6,45.
·       Botschaft des 7. Weges: Zustand der Welt heute (Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden? Lk 18,8).

(2)                       Anfragen
·       An wen richten sich die Botschaften: an die schon Getauften? Aber diese haben doch schon die Hl. Schrift. An die Nicht-Christen? Aber warum dann kein Hinweis auf die Hl. Schrift, auf die Kirche, auf die Sakramente? Bietet Pater Pio hier einen Weg zum Himmel „an der Kirche vorbei“?
·       Im Vorwort heißt es, dieses Buch sei „ein wahrhaftes Geschenk des Himmels“; „diese Buch ist kein normales und gewöhnliches Buch. Man kann dieses Buch nicht in einer Buchhandlung kaufen, denn dieses Buch ist nicht von dieser Welt.“ Das klingt esoterisch, als werde hier (endlich) eine Geheimlehre offenbart. Es ist – wenn überhaupt – nur deshalb ein Geschenk des Himmels, weil es die wesentlichen Aussagen des Neuen Testamentes widergibt, allerdings ohne darauf zu verweisen. In den mir vorliegenden Text-Passagen ist weder von der Bibel noch vom Neuen Testament die Rede.
·       „Alles göttliche Wissen ruht in euch, denn nur dann kann das Himmelreich in euch sein. Meine Botschaften an euch sollen das Wasser sein, um die göttlichen Samenkörner in euch zum Aufgehen zu bringen…“ (Botschaft des 4. Weges). Dann braucht es keine Mission, keine Evangelisierung und keine Katechese.
·       „Jesus hat euch das geistige Vermögen hinterlassen, mit dem Himmelreich in Verbindung zu treten“ (5. Weg). Das klingt, als könnten wir aus uns etwas machen. Zunächst aber ist „der Himmel“ mit uns in Verbindung getreten (Offenbarung Gottes in Jesus Christus), wir antworten, reagieren.
·       „Gebete sind gute, göttliche Gedanken, die von Herzen kommen, nicht von eurem Verstand.“ Aus dem Herzen – ja, aber nicht ohne Verstand: Gebet ist nicht unvernünftig, irrational. „Im Gebet erneuert oder stärkt ihr eure Nabelschnur zwischen Geschöpf und Schöpfer.“ Das soll Pater Pio gesagt haben? Das ist keine christliche Gebetslehre.  (6 Weg).
·       Ein Widerspruch: „Gott könnt ihr nur in der Stille und in der Einsamkeit finden“ (6. Weg) – Die wichtigste Tat ist die Nächstenliebe (Kampf um die Seelen). „Dies geschieht aber nicht in der Abgeschiedenheit und im stillen Gebet“ (7. Weg).
·       „Deshalb habe ich dich ausgewählt, dieses Buch zu schreiben.“ Das klingt wie in der Berufungs-Szene des Apostels Johannes auf der Insel Patmos (Offb 1). „Bringe dieses Buch unter die Menschen und lasse meinen Geist aus diesem Buch in euch fließen.“ Wohlgemerkt: der Geist Pater Pios, nicht der Heilige Geist. „Wer dieses Buch öffnet, dem öffnet sich der Himmel.“ Diese Bemerkung erinnert an das siebenfach versiegelte Buch der Offenbarung (Offb 5.6.8). Also, wenn man das Buch von Matthias Dippel kauft, dann „öffnet sich der Himmel“.
·       Und hier irrt der „Pater Pio“ von M. Dippel sich, wenn er sagt: „Ihr kennt die Worte Jesu: Wachset und mehret euch“. Die Worte, die „Pater Pio“ zitiert, sind nicht die Worte Jesu, die dann im Neuen Testament stehen müssten, sondern die Worte des Schöpfer-Gottes, wie sie im Alten Testament überliefert werden, siehe Genesis 1,22.

(3)                       Bewertung
·       Mein Eindruck: bei diesem Buch handelt es sich um eine Mischung von Passagen aus dem Neuen Testament und von Gedankengut, wie es aus der esoterischen Literatur bekannt ist.
·       Man „riecht und schmeckt“ die Esoterik.
·       In seinem Buch berichtet Matthias Dippel von vielen Begebenheiten, in denen er Pater Pio in seinem Leben begegnete. Nach seinen eigenen Angaben, fuhr er im August 2009 für drei Tage mit dem Zug nach San Giovanni Rotondo auf einer privaten Pilgerreise, zum Grab des aufgebahrten Pater Pio. Obwohl sich Tausende von Menschen in langen Schlangen zur Krypta anstellen, ist Matthias plötzlich mit einem alten Mann allein vor dem Grab und wird von der Stimme Pater Pios angesprochen: "Ich brauche dich, Matthias. Hilf mir, viele Seelen zu retten!"
·       Diese Beschreibung klingt sehr fromm und ist so glaubwürdig wie der Autor glaubwürdig ist. Aber es braucht eine genaue Untersuchung der behaupteten Ereignisse, um zu einer moralischen Gewissheit oder wenigstens zu einer großen Wahrscheinlichkeit über die Wirklichkeit des Ereignisses zu gelangen.
·       Denn jeder kann ähnliches behaupten. Und dazu muß man nicht einmal nach San Giovanni Rotondo fahren, man kann auch behaupten, dort gewesen zu sein, ohne dass diese Aussagen mit der Realität korrespondieren. Man kann auch behaupten, Pater Pio sei daheim in der Pfarrkirche oder im Wohnzimmer erschienen. Ich sage nicht, dass der Autor die Unwahrheit sagt; sondern ich sage: 1) dass die Aussagen jene Glaubwürdigkeit haben, welche den Autor auszeichnet, 2) dass die Aussagen (noch) nicht bewiesen sind.
·       Dass der Autor den „Auftrag“ vor dem Sarg des Verstorbenen erhält, erhöht die Dramatik, und ist wohl auch der Versuch, die Geschichte glaubhafter erscheinen zu lassen. Die Anzahl der sieben Weg scheint eine Angleichung auf die sieben Sendschreiben der Offenbarung (Offb 1-3).
·       Die hier analysierten Texte sind zum größten Teil (aber nicht immer) widerspruchsfrei zum Dogma (Glauben) und zur Moral der Kirche.
·       Man muß aber nicht zwingend annehmen, dass die Text vom Himmel offenbart worden seien, denn dafür sind die Inhalte zu bekannt und zu allgemein (NT), aber auch zu widersprüchlich.
·       Die Kriterien der Glaubenskongregation:
o   Es steht fest, dass das Ereignis übernatürlich ist.
o   Es steht nicht fest, dass es übernatürlich ist.
o   Es steht fest, dass es nicht übernatürlich ist.
·       Jeder kann nun entscheiden, zu welchem Urteil er gekommen ist.
·       Fazit:
A) Der glaubende Mensch, der schon in der Nachfolge Jesu geht, hat die Heilige Schrift, die Liturgie der Kirche und das sakramentale Leben.
B) Der suchende, noch nicht glaubende Mensch sollte zum NT und zum KKK greifen.

C) Der Parvis-Verlag und der Autor mögen daran verdienen; aber eine Lektüre des Buches lohnt sich nicht, das Geld kann man sich sparen.


Montag, 18. März 2019

Vorbereitung auf die Lebensübergabe

Vollkommene Hingabe und österliche Bußzeit

Die vollkommene Hingabe
Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort hat "den Christen die Weihe an Christus durch die Hände Marias als wirksames Mittel" empfohlen, "um die Taufverpflichtung treu zu leben." (Hl. Papst Johannes Paul II., Enzyklika Redemtoris Mater, 25. März 1987 (Über die selige Jungfrau Maria im Leben der pilgernden Kirche).
Unsere Taufverpflichtung folgt aus der Taufgnade, und unsere Taufgnade wurzelt im österlichen Mysterium.
Auf der Grundlage der Schrift des Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (Das Goldene Buch) sind zwei Hilfen erschienen:
1.) 33 Schritte. Mit Maria zu Jesus! Vorbereitungsheft. Lebensübergabe an Christus durch die Hände Mariens.
2.) Weihe an die Allerheiligste Dreifaltigkeit durch das Unbefleckte Herz Mariens. Texte zur Vorbereitung.
Vor Jahren habe ich diese Weihe vollzogen und auch im Zusammenhang mit den großen Festen erneuert (25. März und 8. Dezember). Dabei hatte ich schon immer den Eindruck, diese geistliche Übung sei nicht so recht mit dem liturgischen Rahmen verbunden.
Beide Entscheidungen (die Entscheidung für die Erneuerung unseres Taufversprechens und die Entscheidung für die Weihe bzw. ihre Erneuerung) brauchen eine Zeit der Vorbereitung.

Die Fastenzeit als eine Zeit der Vorbereitung
Zur Eröffnung der Liturgie des Palmsonntages begrüßt der Priester die Gemeinde mit den Worten: "In den Tagen der Fastenzeit haben wir uns auf Ostern vorbereitet; wir haben uns bemüht um die Bekehrung unseres Herzens und um tätige Nächstenliebe."
In der Ostervigil werden wir das Taufversprechen erneuern.
Vor der Erneuerung des Taufversprechens (innerhalb der Feier der Osternacht) sagt der Priester:
"Wir alles sind einst durch das österliche Geheimnis der Taufe mit Christus begraben worden, damit wir mit ihm auferstehen zu einem neuen Leben. Nach den vierzig Tagen der Fastenzeit, in denen wir uns auf Ostern vorbereitet haben, wollen wir darum das Taufversprechen erneuern, mit dem wir einst dem Satan abgeschworen und Gott versprochen haben, ihm, unserem Herrn, in der heiligen katholischen Kirche zu dienen."

Die Vorbereitung der Weihe
Hier folgt die Struktur der Vorbereitung und Weihe:
Erste Woche - "Weihe unseres Leibes" bzw. "Eine Woche in Nazaret"
Zweite Woche - "Weihe unseres inneren Seins" bzw. "Eine Woche im Schoß des Vaters"
Dritte Woche - "Weihe unseres inneren Seins" bzw. "Eine Woche im Herzen Jesu"
Vierte Woche - "Weihe unserer Lebensbereiche" bzw. "Eine Woche im Schatten des Heiligen Geistes"
Fünfte Woche - Weihe an die Heiligste Dreifaltigkeit" bzw. "Eine Woche im Herzen der Dreifaltigkeit"

Die Verbindung
Die Österliche Bußzeit besteht aus fünf Wochen (danach folgt die Karwoche). So kann man schön die vier Wochen der Vorbereitung auf die 1. bis 4. Woche der Fastenzeit und die 5 Tage der Weihe auf die 5. Woche der Fastenzeit verteilen, so daß man sich ganz auf die Feier der Karwoche einlassen kann.
So lässt sich die Vorbereitung auf die Weihe sehr schön mit der Österlichen Bußzeit verbinden. Und zwar aus drei Gründen:
1.) weil die Fastenzeit neben Werken der Buße und der Nächstenliebe besonders auch eine Zeit des vermehrten Gebetes ist;
2.) weil die Fastenzeit eine Zeit der Vorbereitung auf Ostern ist. "Hilf uns, die vierzig Tage der Buße in rechter Gesinnung zu begehen, damit wir das heilige Osterfest mit geläutertem Herzen feiern." (Gebet bei der Segnung und Austeilung der Asche am Aschermittwoch.)
3.) weil sowohl die Struktur der Weihe-Vorbereitung wie auch die Struktur der Fastenzeit in wunderbarer Weise zeitlich und sachlich harmonieren.

Das Ziel
Wir wollen besser und tiefer aus der Kraft der Taufgnade unsere Taufverpflichtung leben und erfüllen. Nicht mehr und nicht weniger. Der Katechismus der Katholischen Kirche sagt es mit diesen Worten: Gott hat uns erschaffen, damit an seinem glückseligen Leben teilhaben. Er ruft uns und hilft uns, ihn zu erkennen und ihn mit all unseren Kräften zu lieben. In Christus und durch ihn beruft er die Menschen, im Heiligen Geist seine Kinder zu werden und sein glückselige Lebe zu erben (vgl. KKK 1).









Dienstag, 12. März 2019


Predigt Konventamt St. Ottilien
am 1. Fastensonntag, 10. März 2019

Liebe Brüder und Schwestern
Ein neuer Weg auf Ostern hat sich aufgetan. In der Ostervigil erneuern wir unser Tauf-Versprechen.
Die Fastenzeit dient der Vorbereitung und lädt uns ein:
-         Auf das Wort Gottes zu hören
-         Uns erneut Gott zuzuwenden
-         Mehr Zeit für das Gebet aufzuwenden
-         Die Nächstenliebe intensiver zu leben
-         Gott schenkt uns diese hl. vierzig Tage als eine Zeit der Umkehr und der Buße (Tagesgebet).
Wozu?
-         Damit wir in der Erkenntnis Jesu Christi voranschreiten
-         Und die Kraft seiner Erlösungstat durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen. (Tagesgebet)
-         Also: erkennen und sichtbar machen.
-         Es geht um unsere Zugehörigkeit zum Herrn
-         und um unsere persönliche Berufung.
-         Dafür ist die Fastenzeit besonders geeignet.
-         Denn sie ist eine lebendige Erinnerung und eine Aktualisierung des Weges, den Jesus gegangen ist.
-         Sie ist eine lebendige Erinnerung und Aktualisierung seines Ja-Wortes an den Willen des Vaters.
-         Und diesen Weg gehen wir innerhalb der Kirchlichen Gemeinschaft.
-         Die ganze Kirche geht diesen Weg der Bekehrung, und sie bekehrt sich nur in dem Maße, wie sich der einzelne Christ sich bekehrt, sei er nun Kardinal oder Laie.

1.     Eine Zeit der Entscheidungen
Es gibt Momente in unserem Leben, da wir Entscheidungen treffen müssen:
In Bezug auf den Beruf, für die Familie, für die Ausbildung der Kinder, oder noch bedeutender: welche Richtung will ich meinem Leben geben: auf welche Werte oder Pseudo-Werte richte ich mein Leben aus?
Als Getaufte haben wir schon eine fundamentale Entscheidung getroffen:
-         Für Christus
-         Und für die Werte des Evangeli., von denen wir unser Leben bestimmen lassen.
Aber nun leben wir in der Welt:
-         Wir leben in diesem weltlichen Klima, in der weltlichen Atmosphäre
-         Wir stehen unter negativen Einflüssen
-         Zuweilen sind wir versucht, gewissen Mythen zu verfallen: des Profits, des Konsumismus, mehr dem Haben als dem Sein zu vertrauen.
-         Diese Mythen sind verlockend und können uns verleiten, unsere fundamentale Entscheidung in Frage zu stellen, besonders wenn uns der kritische Verstand abgeht.
-         Wie können wir diesen Manipulationen der Wahrheit begegnen?
-         Wie können wir diese Verführungen erkennen?
-         Die Antwort gibt uns das Evangelium:
-         Nur das Wort Gottes:
-         es ist das Kriterium der Unterscheidung und es ist eine befreiende Gnade.
-         Darum werden wir zum Schluss der Messe Gott bitten:
-         Stärke uns mit jedem Wort, das aus deinem Mund hervorgeht.
-         Christus macht die teuflische List des Versuchers zunichte
-         Und lässt uns die Bosheit des Feindes durchschauen. (Präfation)
Die Liturgie des 1. Fastensonntages stellt uns Jesus als den neuen Adam vor – Jesus als der Anfang einer neuen Menschheit. (Evangelium Lukas)
In der Wüste macht auch er die Erfahrung der Unsicherheit. Es ist die Frage:
soll ich der Versuchung zur Macht und zum raschen Erfolg nachgeben?
Oder soll ich mich meinem himmlischen Vater anvertrauen?
Er entscheidet sich für den Willen des Vaters.
Neben seinem Vater gibt es keine anderen Geschöpfe, die es verdienen vergöttert zu werden.
Gegenüber allen Täuschungen des Versuchers und aller Verführung zur Macht – Jesus erneuert seine Entscheidung für seinen Vater. „Gott allen anbeten und nur ihm dienen.“
Der absolute Primat Gottes! Gott an die erste Stelle treten lassen.
Das heißt in der Folge davon: den Menschen in den Blick nehmen.
Gott lehrt mich, dem Menschen gerecht zu werden.

2.     Ein Blick auf die Erste Lesung
Das Volk Israel hat immer die Erinnerung an die Großtaten des Herrn wachgehalten, besonders die Erinnerung an den Exodus: an die Befreiung aus der Versklavung.
Israel hat seine Existenz mit einem Glaubensbekenntnis zusammengefasst, es ist eine Kurzform der Heilsgeschichte. Wir haben es in der Ersten Lesung gehört.
Israel bekennt: seine Würde als Volk Gottes und die Gabe des Landes – das sind Werke Gottes. ER ist der Herr der Geschichte.
Dieses Glaubensbekenntnis hat etwas bewirkt:
-         ein klares Wissen davon, dass Gott die Initiative ergreift
-         und das Vertrauen, dass Gott mitgeht, dabeibleibt, dass er hilft.
Das ist die Struktur des Glaubens:
-         erst muß Gott sich zu erfahren geben, er muß seine Nähe, sein Mit-gehen, sein Da-sein unter Beweis stellen
-         erst müssen wir Gott erfahren.
-         Dann können wir bekennen: alles ist gut ausgegangen: denn Gott hat alles in der Hand, er hat mich geführt. Dann können wir uns ihm auch für die Zukunft anvertrauen.
-         Wer Gott glaubt, der radikalisiert sich in Gott.
-         Der lässt sich vom Wort Gottes leiten.
-         Und der kann – wie Jesus – die Schwierigkeiten des Lebens überwinden: der schreitet über Löwen und Nattern, tritt nieder Löwen und Drachen. Und dessen Fuß stößt nicht an einem Stein: nicht weil es keine Schwierigkeiten gäbe. Sondern weil er die Schwierigkeiten im Licht des Wortes sieht und sie angeht.
Dasselbe Thema begegnet uns in der Zweiten Lesung.
Paulus fordert uns auf, in Tod und Auferstehung Jesu das Fundament und das Zentrum unseres christlichen Lebens zu erkennen.
Das Glaubensbekenntnis des neuen Gottesvolkes, also der Kirche, unser Credo, mein Glaubensbekenntnis lautet: Gott hat Jesus von den Toten auferweckt und zum Herrn der Menschheit gemacht, des Universums, der Geschichte.
Dieses Anerkennen schließt Mund und Herz ein: „mit dem Mund bekennen und im Herzen glauben“.
Es geht also um dich als ganzen Menschen in deiner Offenheit für den Glauben, für deine fundamentale Entscheidung für die Taufgnade, für dein Zeugnis eines christlichen Lebens – oft genug ohne Worte.

3.     Fastenzeit als eine Zeit für das Gebet
Jesus als den Herrn meines Lebens anerkennen – das bedeutet,
-         dass ich nicht neutral bleiben kann gegenüber den Verpflichtungen, die sich aus der Taufe ergeben,
-         dass ich eine Position für Jesus beziehen muss.
Es gibt eine privilegierte Zeit und einen privilegierten Ort für mein Bekenntnis des Glaubens: das Gebet:
-         das Gebet ist Ausdruck deiner Anerkenntnis der Herrschaft Gottes über dein Leben
-         das Gebet ist der Ausdruck deiner Gotteskindschaft, damit antwortest du deinem himmlischen Vater.
Neben Fasten/Werken der Nächstenliebe ist das Gebet das stärkste Element der Fastenzeit.
Es wäre unehrlich, wenn wir jetzt sagen: Das ganze Leben sei Gebet. Das kann richtig sein. Diese Rede kann aber auch eine Methode sein, um in eleganter und frommer Weise unsere Faulheit zu verschleiern.
Wenn wir uns vor qualifizierten und spezifischen Zeiten des Gebets drücken, dann könnte das ein Hinweis darauf sein, dass wir einen schwachen Glauben haben. Die Krise des Glaubens hat zur Folge die Krise der Moral. Und diese zeigt sich in unserer Anfälligkeit für die Sünde.
Andererseits: um unseren Glauben wahrhaftig zu bekennen, reicht es nicht aus, wenn wir leere Gebetsformeln sprechen – ohne authentisch zu beten.
Was zählt, das ist unsere Übereinstimmung mit dem liebenden Willen des himmlischen Vaters.
Wenn wir so leben, dann können wir im Alltag die rechte evangeliumsgemäße Wahl treffen. Und dann erfahren wir die wahre Freiheit als Kinder Gottes.
Darum werden wir zum Schluss der Messe Gott bitten:
Stärke uns mit jedem Wort, das aus deinem Mund hervorgeht.