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Freitag, 11. November 2022

Gottes Wille und "Angehörigkeit"

Heute, am 11. November, beim SCHLUSSGEBET der heiligen Messe am Fest des heiligen Martin, bemerkte ich etwas:

Zitat: "Hilf uns, nach dem Vorbild des heiligen Martin deinen Willen zu tun, damit gleich ihm dir wahrhaftig angehören."

Abstrakt: Hilf uns, deinen Willen zu tun, damit dir wahrhaftig angehören.

Aha, wir gehören Gott wahrhaftig an, wenn wir seinen Willen tun. Und wenn wir seinen Willen tun, gehören wir ihm wahrhaftig an. 

Während ich das SCHLUSSGEBET vortrug, liefen blitzschnell zwei Gedanken ab:

Erstens. Es kam die Erinnerung an meinen Unterricht im Noviziat - lang ist es her. Unser Novizenmeister, ein scholastisch gebildeter gütiger Pater, erklärte uns den Gehorsam:

Um das Gelübde des Gehorsams zu erfüllen, ist es notwendig und hinreichend, den Willen des Gehorchenden in die Richtung des Willens des Befehlenden zu bewegen. Dabei ist es nicht gefordert, die Erkenntnis (Einsicht) des Befehlenden zu kennen oder zu übernehmen: man dürfe die persönlich Erkenntnis bewahren. "Cool", würden heutige Novizen wohl sagen - wenn sie es denn verstanden haben.

Zweitens. Die geistliche Tradition und die mystisch-aszetische Theologie und offensichtlich dieses SCHLUSSGEBEGT bezeugen: Die Vereinigung der Seele mit Gott geschieht in der Angleichung des menschlichen Willens (Wille und Verstand = die zwei höchsten Kräfte der Seele) an den Willen Gottes. Cool.


Montag, 8. Februar 2016

Rosenkranz im Göttlichen Willen.
Eine Anregung.
(ohne Kirchliche Billigung, nur zum privaten Gebrauch)
von Pater Willibrord Driever OSB

Die folgenden Gesätze sind formuliert in der Spiritualität der Luisa Piccaretta; sie präsentieren wesentliche Aspekte der Spiritualität, ohne eine systematische oder logische Reihenfolge zu beanspruchen. Es ist nicht gedacht, alle zehn Gesätze zusammen in Einheit zu beten, es wäre zu viel. Sondern man möge das eine oder andere Gesätz auswählen, welches der momentanen persönlichen Situation des geistlichen Lebens am besten entspricht und es langsam, besinnlich und verweilend (eventuell in der Gegenwart des Eucharistischen Herrn) beten, betrachten und verinnerlichen. Die Formulierungen sind weniger für das gemeinschaftliche Gebet oder für das Gebet in einer Gruppe geeignet, sondern wollen eine Anregung und Vertiefung für das persönliche und private Beten sein.

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes:

o     Jesus, dem ich mein Leben übergebe.

o   Jesus, dem ich meinen Verstand, meinen Willen und mein Gedächtnis übergebe.

o   Jesus, der meinen Verstand, meinen Willen und mein Gedächtnis zu Eigen nimmt.

o    Jesus, den ich bitte, mich in seinen Göttlichen Willen aufzunehmen.

o    Jesus, der mich in seinen Göttlichen Willen aufnimmt.

o    Jesus, der mir erlaubt, mit ihm in seinem Göttlichen Willen zu leben.

o   Jesus, den ich liebe in seiner Liebe und mit seinem Göttlichen Willen, im Namen aller und für alle Seelen aller Zeiten.

o    Jesus, der seinen Göttlichen Willen in mich hineinfließen lässt.

o    Jesus, in dessen Liebe und in dessen Göttlichen Willen ich alle Sünden meines ganzen Lebens bereue.

o    Jesus, der mich zu einer lebendigen Opfergabe macht.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.