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Sonntag, 21. November 2010

Zum Evangelium des Hochfestes Christus König (Lesejahr C)

Zum Evangelium des Christkönigssonntags: eine Einführung.

Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst.

Die Aussagen über das Königtum Christi stehen in den Evangelien vor allem in der Kindheitsgeschichte und in der Leidensgeschichte.
Die großen Worte des Engels bei der Verkündigung an Maria werden scheinbar vom Kreuz Lügen gestraft.
Der Messias, der König der Juden: aus den hohen Titeln sind Spottworte geworden.
Am Kreuz erscheint Jesus ohne Macht und ohne Ehre, als ein Besiegter, nicht als ein Sieger, als ein Objekt der Verspottung wegen seines von ihm erhobenen Anspruchs, ein König zu sein, und der nun so schmählich endet. Die Verbrecher rechts und links sind der verkörperte Hohn auf den Anspruch Jesu.
Aber ein Verbrecher, der mit ihm gekreuzigt ist, erkennt unter diesem Bild des verachteten und dem Tode nahen Menschen nicht nur einen Unschuldigen, der nichts Unrechtes getan hat; sondern sogar einen König, dem er sich anvertraut und dem er sich empfiehlt: Denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst. So haben die Beter in Israel seit Jahrhunderten zu Gott gerufen.
Jesus nimmt das Glaubensbekenntnis des reuigen Verbrechers an und antwortet als König, der Macht hat, mit der Verheißung des Paradieses.
Auch wir als Sünder sind aufgerufen, den König Christus unter dem Bild des Gekreuzigten zu erkennen und uns ihm mit großen Vertrauen und Hoffnung auszuliefern.
Dabei müssen wir uns nicht mit unseren Sünden aufhalten, auch nicht mit dem größten und schlimmsten. Wir sind erlöst und freigekauft durch das kostbare Blut Jesu, dass er für uns vergossen hat. Und durch diese unverdiente Liebe sind wir aufgenommen in das Reich Gottes.