Mittwoch, 9. September 2020

Predigt am 9. September 2020 in Heilig Geist, München

 

Mittwoch der 23. Woche im JK (9.9.2020)

Heilig Geist, München

 

Nach der Lesung (1 Kor 7,25-31)

·         In diesem Kapitel: Paulus beantwortet Fragen aus der Gemeinde von Korinth. Hier: Ehe und Ehelosigkeit.

·         Grundsätzlich Ja zur Ehe, aber die Ehe als Zugeständnis, nicht als Verpflichtung.

·         Paulus war unverheiratet. Seine Gründe:

o   Die bevorstehende Not, die jetzt schon hereinbricht: die Bedrängnisse der hereinbrechenden Endzeit

o   Die Kürze der noch verbleibenden Zeit bis zur Wiederkunft des Herrn. Das Verständnis von Zeit: Zeit ist nicht mehr ein endloses Dahin-gleiten, sondern ein Hinein-Drängen in die neue Welt Gottes.

o   Die Vergänglichkeit der Welt, d.h.:

o   Die Freiheit, um ungeteilt und ungestört dem Herrn zur Verfügung zu stehen (Jungfräulichkeit). Die christliche Ehelosigkeit (wenn sie denn christlich motiviert ist) ist Ermöglichung des Bleibens beim Herrn und Verfügbarkeit für die Sache des Herrn.

·         Was ergibt sich daraus?

·         In dieser eschatologischen Perspektive beschreibt Paulus die Superiorität der Ehelosigkeit über die Ehe.

·         Wie ist das zu verstehen?

·         Die Ankunft Christi in seiner Menschwerdung und die Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten (Vollendung): die Gegenwart mit ihren Werten ist relativ in Bezug auf die Zukunft.

·         Die weltlichen, zeitlichen Realitäten und ihre Werte (Ehe): alles erlaubt und gut. ABER: sie haben nicht mehr eine absoluten Wert. Der absolute Wert ist die kommende Welt Gottes.

·         Diese eschatologische Perspektive initiiert einen relativierenden Prozess für alle heutigen Werte und für alle menschlichen Situationen. Alles wird relativiert im Blick auf die von Gott geschenkte Vollendung.


 

Nach dem Evangelium (Lk 6,20-26)

·         Hier die sog. Feldrede (bei Mt die Bergpredigt)

·         Jesus ist vom Berg herabgestiegen, in der Ebene strömen die Menschen zusammen

·         Jesus spricht zu der großen Schar der Jünger, alle Nachfolgenden.

·         Die Rede hat zwei Teile. Der zweite Teil besteht aus den sog. Wehe-Rufen und endet negativ, depressiv. Darum beginne ich mit der Auslegung des zweiten Teils, um dann mit den positiven Seligpreisungen abschließen zu können.

·         Zweiter Teil: Wehe-Rufe, keine Drohungen, sondern eher Mitleid. Wem gelten die Wehe-Rufe? Denen, die so gelebt haben, als wären die zeitlichen Güter die letzten und endgültigen und bleibenden Werte. Die so gelebt haben, als gäbe es keine transzendenten Werte. Sie haben damit alles verloren, für die Zeit und wenn sie an ihrer Entscheidung auch für die Ewigkeit festhalten – dann haben auch noch für die Ewigkeit alles verloren. Darum das Wehe.

·         Die Seligpreisungen sind eigentlich Glückwünsche: 1) die Armen, 2) die Hungernden, 3) die Weinenden, dann die 4) Gruppe: die gehasst werden, die aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden, die beschimpft werden, die in Verruf gebracht werden – um Jesu willen.

·         Nicht die Armut, der Hunger, das Weinen, die Trauer, nicht die gesellschaftliche Ausgrenzung… wird seliggepriesen.

·         Wer sind die Menschen der Seligpreisung?

·         Jene, die so leben, wie Jesus gelebt hat.

·         Und wie hat Jesus gelebt?

·         Jesus hat nichts von der Welt erwartet. Er war total auf seinen Vater hingeordnet. Und das wurde deutlich in seiner Taufe.

·         Jesus preist selig jene Menschen, die so leben wir er gelebt hat.

·         Die Menschen werden seliggepriesen, die nichts mehr von der Welt erwarten, sondern alles von Gott erwarten.

·         Menschen, die gleichsam die Welt aus dem Blickwinkel Gottes anschauen, von Oben nach Unten (nicht im Sinne des Hochmutes, nicht von Oben herab), sondern aus der Perspektive Gottes.

·         Diese Menschen haben sich total für Gott geöffnet.

·         Sie empfangen einen tiefen Frieden inmitten ihrer irdischen Existenz, die nicht immer sehr attraktiv ist.

·         Gott ist der Reichtum, er sättigt, tröstet und gibt Gemeinschaft, macht sie zu seinen Söhnen und Töchtern. Darum werden diese Personen beglückwünscht.

·         Das ist keine Vorherbestimmung, kein Automatismus. Sondern das ist Gott selber und seine Dynamik. ER wird zur Sättigung, zur Tröstung, zur Gemeinschaft, zur Erfüllung und Stillung unserer tiefsten Sehnsucht, die ER mit unserer Schöpfung in unser Herz gelegt hat.

Sonntag, 16. August 2020

Predigt 20. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A (16. August 2020) St. Ottilien

Predigt 20. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr A (16. August 2020) St. Ottilien

Liebe Brüder und Schwestern,

betrachten wir das Wort Gottes, welches die Kirche uns heute vorlegt.

Um die Botschaft dieses Sonntages zu erfassen, müssen wir wissen:

Aus der Perspektive der Juden: wird die ganze Menschheit in zwei Blöcke eingeteilt:

-         Da ist das Volk Israel, das heilige Volk Gottes

-         Und dann der ganze Rest der Menschheit: einfach die anderen, die Völker, die Nationen, die Heiden im Sinne der Nicht-Juden, eben: die Hunde, von denen im Evangelium die Rede ist. Nebenbei: In diesem Sinne gehören wir Christen zu den Heiden.

-         Gott hatte Israel auserwählt, um durch Israel alle anderen Völker und die ganze Menschheit zu retten. Das war die Berufung Israels.

Das ist der Hintergrund der Lesungen dieses Sonntages.

Das Evangelium von heute steht in einem größeren Zusammenhang, in dem Jesus auf die Fragen der Jünger antwortet.

Aber es sind auch die Fragen aus der Gemeinde des Matthäus, für die er sein Evangelium geschrieben hatte.

Die Gemeinde des Matthäus bestand aus Juden, die Jesus als Messias angenommen hatten und Christen geworden waren.

Und diese bekehrten Juden fragten sich nun:

Dürfen auch die Heiden, also die Nicht-Juden, in die christliche Gemeinde aufgenommen werden?

Jesus gibt eine doppelte Antwort:

1.      Er sagt etwas. An einer Stelle im Matthäus-Evangelium sagt er: „Lasst sie, es sind blinde Blindenführer, beide werden in die Grube fallen.“ Das ist schon ein Abschied. Denn Jesus hatte erfahren, dass sein eigenes Volk (Israel), ihn und seine Botschaft ablehnt.

2.      Und er tut etwas: er zog sich zurück in das Gebiet von Tyrus und Sidon, in das heidnische Gebiet. Das ist keine geographische Angabe, sondern eine theologische Ansage.

Jesus wusste um seine primäre Sendung an Israel: „Es ist nicht recht, das Brot den Kindern zu nehmen und es den Hunden hinzuwerfen.“

Aber nachdem er von seinem Volk abgelehnt worden war, überschreitet Jesus die engen Grenzen Israels und wendet sich an die Heiden.

In diesem Licht müssen wir das Wort Jesu verstehen.

1.      Die Ablehnung Jesu durch sein Volk erscheint jetzt noch schuldhafter.

2.      Daneben steht die Frau als Repräsentantin der gläubigen Heiden. Ihre demütige Haltung ist beispielhaft für den Glauben, der rettet. Die heidnische Frau weiß um ihre Erlösungsbedürftigkeit. Und sie weiß, dass sie keinen Anspruch darauf hat. Israel hatte das nicht begriffen.

Damit öffnet Jesus die Türe zu einem evangelischen Universalismus, der so sehr evangelisch, so dass er wieder katholische ist.

Das ist das Thema der zweiten Lesung aus dem Römerbrief: Der universale Heilswille Gottes. Gott will alle Völker retten. Das hatte er schon immer gewollt, und dazu hatte er Israel berufen.

Israel hat seine missionarische Berufung und Sendung für alle Völker nicht erkannt und  das von Gott in Christus angebotene Heil abgelehnt.

Paulus benennt diese Schuld Israels.

Und jetzt setzt die wunderbare Pädagogik Gottes ein:

er wendet die schuldhafte Verweigerung Israels zum Heil für alle Völker.

Das kann auch in unserem kleinen, persönlichen, privaten Leben passieren: Wie Gott unsere Verweigerungen, Fehlentscheidungen, unsere Irrtümer und unseren Ungehorsam in den Dienst des Besseren stellen kann.

Und es geht noch weiter.

Das Heil der Heiden provoziert das Heil der Juden.

Woher nimmt Paulus seine Sicherheit? Er hat zwei Argumente.

1.      Die Treue Gottes, die niemals weniger wird. „Unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt.“ – In dieser Treue Gottes stehen Israel und wir.

2.      Das Erbarmen Gottes. In dieser Lesung kommt viermal das Wort Erbarmen vor.

Das Erbarmen korrespondiert mit dem Ungehorsam, kommt auch viermal vor.

Es scheint so, als provoziere der menschliche Ungehorsam das göttliche Erbarmen.

Brauchen wir kein Erbarmen? Wenn ja: Warum brauchen wir das Erbarmen?

Wir brauchen Erbarmen, weil wir ungehorsam sind.

Worin besteht denn unser Ungehorsam?

Eine Antwort gibt uns die Erste Lesung Jesaja.

Da ist eine Verheißung Gottes für die Fremden, für die Nicht-Juden, also auch für uns:

„Die Fremden, die sich dem Herrn angeschlossen haben, die ihm dienen und seinen Namen lieben…“ Diese sogenannten Fremden, diese von Israel verachteten Heiden, ruft der Herr in seine besondere Nähe.

Dafür nennt der Herrn zwei Bedingungen: ihm dienen und seinen Namen lieben.

1.      da ist die Rede von „meinen Bund halten“, „mein heiliger Berg“, „mein Bethaus“, „mein Altar“, „mein Haus“. Es ist so, als wenn Gott sich geradezu in Erinnerung bringen müsste. Es scheint eine Gottvergessenheit zu geben: persönlich, individuell, gesellschaftlich, in der Rechtsprechung, in der Kultur, politisch, global, vielleicht sogar auch kirchlich. Gottvergessenheit!

Das ist unser Ungehorsam. Unser Nicht-hören auf Gott. Ihn nicht mehr ernstnehmen. Dagegen: Gott bringt sich in Erinnerung. Gott macht sich zum Zielpunkt und zum Mittelpunkt des Individuums und der gesamten Menschheitsgeschichte.

Aber nicht automatisch und nicht despotisch, sondern in Abhängigkeit von unserer Zustimmung.

2.      Seinen Namen lieben. Gott lieben. Wie geht das? Die Antwort gibt Jesus im Johannes-Evangelium: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es der mich liebt.

Dieses Thema ist schon im Tagesgebet angeklungen.

„was kein Auge geschaut und kein Ohr gehört hat, das hast du denen bereitet, die dich lieben.

Lieben: ein spezifisches und qualifiziertes Lieben.

Gott lieben an erster Stelle, und die Schöpfung und die Geschöpfe lieben an zweiter Stelle: den Gatten, die Gattin, die Kinder, die Eltern…

Gib uns ein Herz, das dich in allem und über alles liebt.“ In allem und über alles lieben.

Wenn wir so lieben: Gott über alles und in allem, dann lieben wir alle und alles in der rechten Weise.

Und niemand kommt zu kurz.

Und wir bekommen mehr als wir ersehen, als wir erahnen und uns vorstellen können.

Das ist doch mal eine gute Nachricht.

Samstag, 1. August 2020

Predigt in Heilig Geist München am 29. Juli 2020 - Hl. Marta

Predigt

Heilige Messe in Heilig-Geist, München

29. Juli 2020, Gedenktag der hl. Marta

 

Lesung 1 Joh 4,7-16

Worin besteht die Liebe?

Darin dass Gott uns geliebt hat.

Was ist das für eine Liebe? Eben göttlich. Dh: nicht menschlich.

Unsere menschliche Liebe: wie wir (begrenzt, bedingt)

Gott unbegrenzt, unbedingt.

Wenn wir das be-greifen, werden wir liebesfähig.

Göttliche Liebe will in uns gott-menschliche Liebe werden.

Nicht irgendeine Tugendübung.

Sie macht unser Tun erst menschlich.

Ohne diese Liebe ist unser Tun – vielleicht sehr eifrig, aber unmenschlich, unchristlich.

Schenkende, helfende, verzeihende Liebe Ist Antwort auf die Liebe Gottes zu uns. – Größe unserer Berufung.

 

 

Evangelium Lk 10,38-42:

Das ist die Geschichte vom Besuch Jesu bei Martha und Maria.

Lukas erzählt in seinem Sondergut von einer Frau namens Marta, die Jesus in ihrem Haus Unterkunft gewährte.

Nur nebenbei kommt die Rede auf Maria, die Schwester der Gastgeberin: sie setzt sich zu Füßen nieder und hört auf sein Wort.

Die Szene springt sofort wieder zurück zu der geschäftigen Maria; sie ist um das leibliche Wohl des Gastes besorgt, und sie beschwert sich bei Jesus über die Untätigkeit ihrer Schwester Maria.

Jesus antwortet nun der Marta und spricht sie direkt an: Dadurch tritt Maria auf der thematischen Ebene in den Mittelpunkt: Sie hat den besseren Teil erwählt, der ihr nicht genommen wird.

Was ist denn dieses „Eine Notwendige“, der „Bessere Teil“?

Es geht um Probleme in der Gemeinde, und diese werden in den Verhaltensweisen der beiden Schwestern dargestellt.

In der Gemeinde des Lukas scheint sich ein geschäftlicher christlicher Aktivismus breitgemacht zu haben.

Möglicherweise will Lukas mit seiner verhaltenen Kritik an der dienenden Marta ein Korrektiv zur Werkfrömmigkeit geben: Der Liebesdienst ist wichtig, aber er darf den Wort-Dienst, das Hören des Worte, nicht verdrängen.

Der Liebesdienst darf uns nicht taub machen für das Hören des Wortes Gottes.

Die Prioritäten waren also in der Gemeinde falsch gesetzt.

Das scheint also scheint nach Lukas das „Eine Notwendige“ zu sein: Der Bessere Teil.

Blicken wir uns noch etwas um im Lukas-Evangelium, ob wir dafür eine Bestätigung finden. Ich werde jetzt einfach die Stellen aus dem Lukas-Evangelium vorlesen, an denen vom Hören des Wortes die Rede ist.

·        Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? (6,46) – Unsere Taten zeigen besser als unsere Reden, was wirklich in uns steckt.

·        Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. (6.47.48) – Das Gleichnis vom Hausbau bildet bei Lukas den Abschluß der Feldrede. Beim Bauen kommt alles auf das feste Fundament an, beim Hören des Wortes kommt es auf das Tun an.

·        Wer Ohren hat zum Hören, der höre! (8,8) – Viele Menschen kamen zu Jesus und hörten ihm zu, aber nur wenige hielten bei ihm und seinem Wort aus.

·        Auf guten Boden ist der Same bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und durch ihre Ausdauer Frucht bringen. (8,15). – Der Ackerboden kann nichts dafür, dass er gut oder schlecht ist. Aber von uns, den Hörern des Wortes wird verlangt, dass wir „mit gutem und aufrichtigem Herzen“ hören und Frucht bringen.

·        Gebt also acht, dass ihr richtig zuhört! (8,18) – Die Leute in Nazareth haben auch „gehört“, aber in einer solchen Weise, dass sie Jesus ablehnten. Nur wenn wir die Botschaft richtig gehört und in uns aufgenommen haben, können wir sie anderen weitergeben.

·        Meine Mutter und eine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln. (8,21). – Vom Hören des Wortes Gottes war im Gleichnis vom Sämann und in der Auslegung dieses Gleichnisses die Rede. Das rechte Hören, das Festhalten am Wort und das Leben nach dem Wort Jesu – das und nichts anderes führt in seine Nähe. Nicht durch blutmäßige Abstammung wird man Verwandter Jesu. Das müssen seine Blutsverwandten lernen, die aus Nazareth gekommen sind, um ihn zu sehen.

·        Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu (10,39). – Jesus lässt sich bewirten, „aber nur eines ist notwendig“: die Gabe, die er bringt und die er selber ist. Jesus ist Wort: in dem, was er sagt, und in dem, was er tut oder leidet. Dieses Wort hören oder aufnehmen, das ist das eine Notwendige. – Was heißt Lieben? Lieben heißt, aus dem HÖREN des Wortes heraus handeln. Diese Erzählung handelt vom Geheimnis des Redens Jesu und vom Hören des Menschen. Wo gehört wird, kommt es zum rechten Handeln.

·        Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen (11,28). – Wo Jesus spricht und handelt, kommt über die Menschen Gottes Herrschaft und sein Reich. Und der hörende Mensch empfängt eine neue Fähigkeit zur Mitfreude, zur Freiheit am Wort. Das hat die Frau erfahren, die auf einmal nicht mehr schweigen konnte und die Mutter Jesu glücklich preisen musste. Daraufhin stellt Jesus etwas klar:

1. Maria ist nicht deswegen glücklich zu preisen, weil sie die Mutter Jesu ist, sondern weil sie zu denen gehört, „die das Wort Gottes hören und es befolgen“;

2. Maria ist die vollkommene Hörerin des Wortes, aber sie ist nicht die einzige; alle, die das Worte hören und es befolgen, haben Gemeinschaft mit Jesus, und sie alle sind glücklich zu preisen.

So dürfte deutlich geworden sein, was mit dem „Einen Notwendigen“ gemeint ist.

An die Stelle der vielen Sorgen um das Irdische muss die zentrale Sorge um das Reich Gottes treten. Und das Reich Gottes kann man ja nur erlangen durch das Hören auf das Wort Jesu.

Die Herausforderung an mich besteht darin, beides zu sein: Martha und Maria, der im Tätigsein kontemplative Mensch, dessen Arbeit für den Herrn durch ständigen vertrauten Umgang mit ihm belebt wird.

Ist das für mich eine Herausforderung, oder habe ich mich für ein Tätigsein entschieden, welches vorher und nachher von einigen Gebeten eingerahmt ist?

Wie kann ich dann unterscheiden: den Anruf Jesu an mich – von den Anforderungen, die ich an mich stelle und mit denen ich mich eventuell überfordere?

Die Kritik Jesu an Marta:

1.      Marta ist tätig, ohne Betrachtung

2.      Tätig-sein, ohne Gottes-Bezug

3.      Marta will alles selber machen, lässt Gott nicht mehr handeln, lässt keinen Raum für Gott: fehlender Glaube und fehlende Hoffnung, Misstrauen.

4.      Glaube und Hoffnung fehlen, weil die Liebe fehlt

5.      Aktivität anstelle der Liebe

6.      Botschaft an uns: Wachstum in der Liebe, dann wissen wir auch, was wir in Glaube und Hoffnung tun sollen.


Montag, 27. Juli 2020

Predigt in Heilig Geist, München, Hl. Messe zum 17. Sonntag im JK (LJ a) am 25. Juli 2020

Erste Lesung 1 Kön 3,5.7-12

·        Salomon ist König geworden 

·        Fühlt sich zu jung, darum zu schwach 

·        Dann der Blick auf seine Situation: darum die Bitte um ein hörendes Herz, Unterscheidung und Entscheidung. 

·        Ein gutes Gebet: Anamnese, zunächst Erinnerung an die Großtaten Gottes, dann auf dieser Grundlage die Bitte. 

·        Hat Gott die Bitte erfüllt? Ja. Gott selber sagt es: Ich gebe dir… 

·        Aber im Fortgang seiner Lebensgeschichte: 1 Kön 11 

·        700 Hauptfrauen, 300 Nebenfrauen. Problem: nicht Polygamie. 

·        Verbot: Frauen fremder Völker, Warnung: Herz abtrünnig; im Alter: Verführung zur Verehrung fremder Götter (manche werden im Alter klüger, Alter schützt vor Torheit nicht); Strafe: Erhebung von Gegner, Entzug des Königtums 

·        Dem hörenden Herzen treu bleiben, horchen, gehorchen

 

Zweite Lesung: Röm 8,28-30

Frage: welchen Raum, Umfang hat unser Leben?

Der Zeitraum zwischen Geburt und Tod? Das wäre wenig.

Viele Zeitgenossen begnügen sich damit: „Wenn ich in der Kiste liege, dann ist eben nichts mehr.“

Gott (Röm) hat mehr zu bieten: einen ewigen Ursprung u ein ewiges Ziel.

Unsere ewige Berufung und Bestimmung: Christus ähnlich werden und an seinem Leben teilhaben.

Das ist: Gottes Absicht und unsere Hoffnung.

Hoffnung? „Wir wissen“

Ziel Lesung: uns mit Sicherheit über unser Heil erfüllen (Heils-Sicherheit, Heils-Gewissheit).

Das geschieht mittels einer Reflexion über den Heilsplan Gottes.

Gemäß Heilsplan: Gott hat uns von Ewigkeit schon gekannt und geliebt.

Dazu bestimmt: dem Bild seines Sohnes ähnlich zu werden.

Das war schon seit Ewigkeit in Gott.

Jetzt aber: konkret geworden. Wann? In unserer Taufe!

Seitens Gottes ist da so sicher: hat! (Perfekt)


 

Evangelium Mt 13,44-52

·         Abschluß einer großen Gleichnis-Rede: Ziel, das Mysterium des Reiches Gottes erklären. 

·         Am Ende drei Gleichnisse: Reich Gottes: 

·         wie 1 Acker, 2 Perle (Akzent: alles tun, um RG zu erhalten), 

·         3 Netz (gute und schlechte Fische, ähnlich wie Gleichnis vom Unkraut im Weizen, vergangener Sonntag). Akzent: auf Scheidung, die am Ende stattfinden wird, und auf das Los der Gescheiterten. 

·         Jesus fragt: Habt ihr das alles verstanden? 

·         Was heißt „verstehen“? mit dem Verstand? Ja. Intellektuell. 

·         Es gibt noch eine zweite Ebene des Verstehens: mit dem Herzen. Was heißt das? 

·         Dem Wort Gottes Raum geben in uns, damit es in uns wachsen. Damit wir wachsen, Frucht bringen auf der Grundlage des Wortes Gottes. 

·         Und darauf kommt es an: hier fallen die kleinen Entscheidungen des Alltags und die großen Entscheidungen meines Lebens. 

·         Jesus fragt: Habt ihr das alles verstanden? 

·         Nur wer das verstanden hat, ist ein echter Jünger Jesu und kann dann auch anderen die Geheimnisse des RG verkünden.


Sonntag, 21. Juni 2020

"Wenn einer Gay ist und den Herrn sucht..."

Zeit und Ort:

PRESSEKONFERENZ DES HEILIGEN VATERS
AUF DEM RÜCKFLUG AUS BRASILIEN

Sonntag, 28. Juli 2013

Frage von Ilze Scamparini:
„Ich möchte um Erlaubnis bitten, eine etwas heikle Frage zu stellen: Noch ein anderes Bild ist gewissermaßen um die Welt gegangen, und zwar das von Mons. Ricca mit den Nachrichten über seinen Umgang. Ich möchte wissen, Heiligkeit, was sie in dieser Frage zu tun gedenken. Wie ist diese Frage anzugehen, und wie gedenkt Seine Heiligkeit, die ganze Frage der Gay-Lobby anzugehen?“

Antwort von Papst Franziskus:
Dann sprachen Sie von der Gay-Lobby. Ach, es wird so viel über die Gay-Lobby geschrieben … Ich glaube, wenn jemand sich einem solchen Menschen gegenüber sieht, muss er das Faktum, „Gay“ zu sein, von dem Faktum unterscheiden, daraus eine Lobby zu machen. Denn die Lobbies – alle Lobbies – sind nicht gut … Wenn einer Gay ist und den Herrn sucht und guten Willen hat – wer bin dann ich, ihn zu verurteilen? Der Katechismus der Katholischen Kirche erklärt das sehr schön, aber er sagt: Halt! Diese Menschen dürfen nicht an den Rand gedrängt werden, sie müssen in die Gesellschaft integriert werden. Das Problem liegt nicht darin, diese Tendenz zu haben, nein, wir müssen Brüder und Schwestern sein, denn das ist nur ein Problem von vielen. Das eigentliche Problem ist, wenn man aus dieser Tendenz eine Lobby macht: Lobby der Geizhälse, Lobby der Politiker, Lobby der Freimaurer – so viele Lobbies. Das ist für mich das schwerwiegendere Problem. Und ich danke Ihnen sehr, dass Sie diese Frage gestellt haben.“

Soweit der Ausschnitt aus der Pressekonferenz.
Was geschah danach?
Zwei sehr verschiedene Gruppen haben diesen einen Satz von Papst Franziskus falsch verstanden:
Gruppe A: HuK, LSVD, die Vertreter einer Queer-Theologie und die darin vertretenen und damit sympathisierenden Katholiken.
Gruppe B: die Katholiken, die dem Lehramt der Kirche folgen.

Beide Gruppen haben den Satz so verstanden, als habe der Papst damit den homosexuellen Lebensstil und die homosexuellen Handlungen barmherzig "durchgewunken"; die einen habe gejubelt, die anderen waren verunsichert.
Und beide haben sich geirrt und den Papst und seine Aussage falsch verstanden.

Und worum geht es dann?
Beide haben den in der päpstlichen Aussage enthaltenen Wunsch nach Bekehrung nicht erkannt.

Hier folgt der Beweis.
2016 erschien im Kösel-Verlag die deutsche Übersetzung eines Interviews:
Papst Franziskus, Der Name Gottes ist Barmherzigkeit. 
Ein Gespräch mit Andrea Tornielli.

Frage von Andrea Tornielli:
Darf ich Sie fragen, welche Erfahrung Sie in der Beichte mit homosexuellen Menschen gemacht haben? Ihre Antwort auf eine entsprechende Frage bei der Pressekonferenz anlässlich Ihres Rückfluges von Rio de Janeiro lautete ja: "Wer bin ich, dass ich mir ein Urteil anmaße?" Sie hat viel Aufsehen erregt.

Antwort von Papst Franziskus:
Bei dieser Gelegenheit habe ich damals gesagt: Wenn ein Mensch schwul oder lesbisch und guten Willens ist und den Herrn sucht, wer bin ich, ihn verurteilen zu wollen? Ich habe den Katechismus der katholischen Kirche zitiert, wo es heißt, man müsse solche Menschen mit Zartgefühl behandeln und dürfe sie nicht an den Rand drängen. Vor allem finde ich es richtig, von "homosexuellen Menschen" zu sprechen: Denn zuerst ist da der Mensch in seiner Ganzheit und Würde. Der Mensch wird ja nicht nur durch seine Sexualität definiert: Vergessen wir nicht, dass wir alle von Gott geliebte Geschöpfe sind, denen er seine unendliche Liebe zuteilwerden lässt. Mir wäre es lieber, dass homosexuelle Menschen auch zur Beichte kommen, dass sie dem Herrn nahe bleiben, dass man miteinander beten kann. Dann kann man ihnen zum Gebet raten, zum guten Willen. Man kann ihnen den Weg weisen und sie begleiten. (Seite 83f.)

Die Botschaft ist eigentlich klar: Der Papst wollte nicht von den "Homosexuellen", sondern von homosexuellen Menschen sprechen, da der Mensch nicht durch seine Sexualität definiert wird.

Das Aufkommen des Missverständnisses ist verständlich.
Und der Papst selber dazu beigetragen.
Wie?
Indem er sich mit seiner Rede von "homosexuelle Menschen" (wohl ungewollt und unbewußt) der Queer-Terminologie bedient hat: "Wenn einer Gay ist", so als gäbe es ein drittes Geschlecht der "homosexuellen Menschen", neben den schöpfungsmäßig aufeinander bezogenen (komplementären) Männern und Frauen, von denen das biblische Zeugnis spricht (Genesis). Diese Terminologie ist kirchenamtlich nicht rezipiert.
Eindeutiger wäre es gewesen, wenn er von "Personen mit gleichgeschlechtlicher Neigung" gesprochen hätte.

Samstag, 21. März 2020

Corona und Abtreibung

In diesen Zeiten heißt es immer wieder, diese Zeit sei auch eine Chance, zur Ruhe zu kommen und Einkehr zu halten, zu entschleunigen, sich zu besinnen.
Und was könnte uns dann aufgehen?
Zum Beispiel dies...

Nachdenkliches zum Ersten:

„Weltweit werden jedes Jahr 57 Millionen Schwangerschaftsabbrüche durch­geführt, fast die Hälfte davon unter unsicheren medizinischen Bedingungen. Dies geht aus einer Untersuchung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hervor, die anlässlich des „International Safe Abortion Day“ im Lancet (2017; doi: 10.1016/S0140-6736(17)31794-4) veröffentlicht wurde.“
Das sind 125.000 pro Tag.

oder dies:

Statistik zu Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland bis 2019
Veröffentlicht von Statista Research Department, 09.03.2020: Im Jahr 2019 wurden deutschlandweit 100.893 Schwangerschaftsabbrüche gezählt. 

Soweit die Statistiken.

Machen wir eine Rechnung:
1. Rechnung: Im Jahr 2019 wurden in Deutschland pro Woche 1.940 Personen durch Abtreibung getötet.
2. Rechnung: Im Jahr 2019 wurden in Deutschland bei einer Arbeitswoche von fünf Tagen (MO bis FR) täglich 388 Personen durch Abtreibung getötet.

Nachdenkliches zum Zweiten: 

Die Corona-Statistik für den 21. März 2020: 75 Verstorbene in Deutschland. Tendenz: Steigend.

Nachdenkliches zum Dritten: die Synthese
  • Am 21. März 2020 wurden 5x mehr Personen durch Abtreibung getötet als an einer Seuche verstorben sind.
  • Die durch Abtreibung getöteten Personen und die von der Seuche Dahingerafften haben etwas gemeinsam: beide sind unschuldig.
  • Und es gibt einen Unterschied: die einen wurden von Menschenhand getötet, die anderen starben an einer Erkrankung.
  • und jeder Mensch, sei er durch Abtreibung getötet oder sei er eines natürlichen Todes gestorben, hat ein Gesicht und ist vom Herrn und Schöpfer des Lebens unendlich geliebt (vgl. die heutige Predigt im Konventamt)
  • Das Bistum Augsburg hat eine Novene veröffentlicht: "Novene auf die Fürsprache der Heiligen Corona um die Befreiung von Krankheit und Not in der Bedrohung durch das Corona Virus." Das ist gut.
  • Die stillen Beter auf den Gehsteigen vor den Abtreibungskliniken haben keine gute Lobby, auch nicht in der Kirche.
  • Aber dafür beten wir ja alle fleißig um ein baldiges Ende der Epidemie und besonders um persönliche Verschonung. Warum eigentlich? Um hinterher genau so weitermachen zu können wie vorher?
  • Wir die Epidemie national oder global gesellschaftlich oder kirchlich als Aufruf zur Besinnung, zur Umkehr und zur Bekehrung interpretiert?
Ich höre schon die Aufschreie der Entrüstung und das Empörungs-Getöse. Oder sollten diese Stimmen schon verstummt sein? Es könnte ja sein, dass durch die Aufzählung dieser Fakten die „Rüstung“ unbrauchbar wurde und so „Entrüstung“ geschehen ist.

Kein Problem. 

Zynismus? Realismus!

Zynismus ist es wenn man die Tötung durch Abtreibung

1. als „prokreative Gesundheit“ deklariert und

2. als Pro Familia bezeichnet. 

Jetzt fällt mir ein Vers aus dem AT ein: Am 7,13 In Bet-El darfst du nicht mehr prophezeien; denn das hier ist das königliche Heiligtum und der Reichstempel.

Montag, 2. Dezember 2019

Predigt charismatischer Gd Illerberg DO 28.12.2019


Donnerstag der 34. Woche (28.11.2019)
Charismatischer Gottesdienst in Illerberg
Lesung Daniel 6
Gott beschützt  treuen Diener, Gebet hingegeben. Thema Buch Daniel.
Unterstützung der Glaubenstreuen, die wegen ihres Glaubens reale Verfolgung erleiden.
Die Glaubenstreue Daniels angesichts der Folter und die wunderbare Errettung haben Folgen: König Darius bekehrt sich.
Historischer Kern, wurde umgeformt von der Volksfrömmigkeit, zu einer theologischen und moralischen Lehr-Erzählung.
Gegenwart der Engel: Gott ist nahe. Gott rettet, ohne das Daniel irgendwas getan hätte: er glaubt nur und betet 3x am Tage, ohne Angst, ohne Komplexe, hat nicht provoziert.
Er hat einfach nur gebetet. Offene Fenster. Totalitäre Systeme und Ideologien dulden keine offenen Fenster.
Wer ist dieser Gott? Dekret des Königs Darius gibt Antwort.
Diese Verkündigung müsste in unseren atheistischen Zeiten bei vielen Menschen Aufmerksamkeit erwecken.
Wir Christen leben in einer Zeit des geistlichen Widerstandes gegen das neue Heidentum. (Hellowen, Potter).
Es ändern Details, Personen. Die Löwen sitzen nicht mehr in der Grube.
Daniel: gesetzestreuer Juden, Glauben treu, auch wenn es nicht lohnt.
Aber die Welt braucht Gott. Und sie braucht Menschen, die Gott erfahren haben und davon Zeugnis geben.
Die Bitte an uns, Kinder Gottes sind und Jesus nachzufolgen.
Evangelium Lk 21
Zerstörung Jerusalems: nach Lukas ein Strafgericht. Aber kein definitives Strafgericht.
Jesus errichtet das Reich Gottes auf Erden.
Jesus identifiziert das Ende der Welt mit seinem Kommen.
Und was ist die Folge: Ein Freudenruf: Die Erlösung ist nahe!
Das herrliche Erscheinen des Herrn am Ende der Zeiten ist Heil und endgültige Befreiung für uns Menschen.
Das Ende der Welt ist für uns Christen:
·         Der Akt, welcher die Geschichte der Menschheit beendet
·         Die endgültige Erlösung.
Also: Jesus wird wiederkommen und er wird sich jedem zeigen, und wir werden ihn sehen können von Angesicht zu Angesicht.
HG III: Wir verkünden sein heilbringendes Leiden, seine glorreiche Auferstehung und Himmelfahrt und erwarten seine Wiederkunft.
HG IV: wir bekennen seine Auferstehung und Himmelfahrt und erwarten sein Kommen in Herrlichkeit.
Nach der Wandlung: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, - wie lange? bis du kommst in Herrlichkeit.
Nach dem VU: Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das KOMMEN unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.

Von wo? Woher kommt er? Antwort im Credo:
Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit. (Großes Credo)
Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen. (Apost. GlaubensBek)
Wozu kommt er? Zu richten die Lebenden und die Toten (Gr. Credo; GL 568)
Wie kommt er?
1.      Er kommt ständig auf uns zu.
Seit seiner Erhöhung und Himmelfahrt. Er kommt jetzt. Eucharistie
Er kommt in jedem Augenblick deiner Existenz.
Er kommt immer auf uns zu. Wir haben immer Zukunft
Weil ER immer auf uns zukommt. Das ist unsere Zukunft. Die Zukunft der Kirche. ER ist unsere Zukunft.
2.      Einmal kommt er endgültig. Und dies zweifach
a.       Und er kommt bei der Vollendung der Zeiten. Für alle. Gleichzeitig. Das ist das Geheimnis des Advent. Die ersten drei Wochen des Advent dienen dazu, uns das Mysterium der Parusie Jesu Christi bewusst zu machen. Nur die letzten sieben Tage des Advent (ab 17. Dezember) dienen der Vorbereitung auf die Feier des Geburtsfestes Jesu.
b.      Und Er kommt für dich ganz persönlich in der Stunde deines Todes. Du warst dem Tod noch nie so nahe wie jetzt. Und auch das stimmt immer. Das ist in jedem Augenblick war. Du warst dem Tod noch nie so nahe wie jetzt.

Bist du bereit, IHM zu begegnen?
Wenn wir ihn wie einen Freund gesucht haben, dann werden wir ihm mit Freude begegnen.
Wenn wir ihn verraten, vergessen haben, dann wird sich diese Begegnung in Angst und Schrecken ereignen.
Heil oder Verdammung, Untergang oder Befreiung, Glückseligkeit oder Verzweiflung: die Wahl treffen wir jetzt schon, in unserem Leben in der Zeit, für die Ewigkeit.