Montag, 14. Oktober 2019

Predigt am 28. Sonntag im JK LJ C


28. Sonntag im JK – Lesejahr C (13. Oktober 2019)
Konventamt St. Ottilien

Zur Ersten Lesung
Da gab es einen Hauptmann, Syrer, Naaman. Ein Nicht-jude. Aus jüdischer Perspektive: ein Heide. Hatte Aussatz und suchte Heilung.
Hatte gehört vom berühmten Propheten Elischa, der Wunder wirkte.
Ging zu ihm, erwartete ein großartiges spektakuläres Wunder durch Elischa. Sagen wir: Angemessene Therapie, eine standesgemäße Therapie für Privat-Patienten Erster Klasse.
Elischa gab Naaman Abfuhr, kalte Dusche, sollte 7x Jordan eintauchen.
Demütigung. Denn berühmte Flüsse mit Heilkraft gab es auch in Syrien.
Aber: Naaman, gehorchte und tat es. Wir können sagen: er glaubte (hier setzt Lesung ein)
Die Folge: er wurde vom Aussatz rein.
Aber er wurde nicht nur rein: er kam auch noch zum Glauben an den Gott Israels. „Jetzt weiß ich, dass es nirgends auf der Erde einen Gott gibt außer in Israel“. Das war sein Credo, sein Glaubensbekenntnis.
Und nun will er seinen Dank mit einem Geschenk zum Ausdruck bringen. Der Prophet Elischa lehnt ab.
d. h.: Wir können Gott nicht bezahlen. Gott lässt sich nicht bezahlen.
Gott schenkt das HEIL. wir können es weder verdienen, noch erwerben.
Gott möchte von uns anerkannt werden als der Gott unseres Lebens.

Evangelium nach Lukas
Auch die zehn Aussätzigen gehorchen dem Befehl Jesu und präsentieren sich den Priestern im Tempel zu Jerusalem. Sie befolgen und erfüllen das mosaische Gesetz. Darum wurden sie vom Aussatz gereinigt. Sie hatten es verdient, und sie hatten einen Anspruch auf die medizinische Heilung.
Übrigens: gibt es das auch bei uns? Wenn wir glauben, dieses und jenes für Gott zu tun, zu beten… - dann müsse das doch funktionieren, dann müsse Gott doch mit uns zufrieden sein, dann könne doch nichts mehr schief gehen im Leben, dann könne Gott uns doch nicht mehr dies und jenes zumuten, dann könne er uns doch nicht bestrafen…
Aber die Neun kommen nicht zum Glauben.
Nur einer der kultisch rein Gewordenen, medizinisch Geheilten kehrte zurück und lobte Gott mit lauter Stimme.
Warum ist der Geheilte dankbar? Weil er von der Krankheit geheilt worden ist?
Nicht weil die Therapie erfolgreich war, sondern weil er etwas verstanden hatte.
Er hatte begriffen: der unsichtbare Gott Israels ist in Jesus gegenwärtig und offenbart sich in Jesus und handelt durch Jesus und schenkt das Heil, die Rettung im eschatologischen Sinne. Die Heilung von Aussatz ist nur das Zeichen für die Rettung.
Jesus bestätigt den Geheilten: Dein Glaube hat dich gerettet.
„Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ (Lk-Evgl., Engel bei der Geburt Jesu)
Der Geheilte ist dankbar, weil er zum Glauben an Jesus gefunden hat!
Ähnlich wie anonyme Frau beim Gastmahl des Pharisäer Simon (Lk): Sie zeigte viel Liebe, weil ihr viel vergeben worden ist.
Jesus im Haus des Zollpächters Zachäus (Lk): Heute ist diesem Haus das Heil widerfahren.
Die Erste Lesung und das Evangelium wollen uns sagen:
-         D ewige, endgültige Heil kommt alleine von Gott + wird uns geschenkt durch Christus.
-         Der Mensch, der das begriffen hat, ist dankbar.
-         Und dieser Mensch gibt dann nicht etwas, sondern er gibt sich.
-         Und selbst das können wir nicht aus uns heraus tun.
-         Darum Bitte: Hochgebet: Er mache UNS auf immer zu einer GABE.
-         Auch dafür brauchen wir Seine Hilfe.
-         Tagesgebet: Deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns.
-         Gnade, Gott: kommt uns zuvor, begleitet uns, trägt uns, vollendet uns.
-         Lasst uns Gott „Gott sein lassen“. Lasst uns Gott feiern: jetzt in der Liturgie, in der Feier der Heiligen Messe, und danach im Leben

Sonntag, 13. Oktober 2019

Der Papst spricht etwas zu oft vom Teufel

1. Der Text

https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Jan-Heiner-Tueck-Der-Papst-spricht-etwas-zu-oft-vom-Teufel;art312,198935

2. Dazu: Hermeneutische Zwischenrufe

"Der Papst spricht etwas zu oft vom Teufel".
Bemerkungen zu einem Interview
(Pater Dr. Willibrord Driever OSB, St. Ottilien)

Prof. Jan-Heiner Tück warnt in einem Interview mit Regina Einig vor Entlastungsstrategien im Umgang mit der Missbrauchskrise (Die Tagespost vom 13. Juni 2019, Seite 12). Die Bemerkungen dazu folgen dem Verlauf des Textes.

1. Nach Prof. Tück verschiebt der Papst "das Problem von der menschlichen Verantwortung auf die geistliche Ebene", wenn er die sexuelle Gewalt der Kleriker "auf das Wirken des Teufels zurückführt".
Dazu: Wenn der Papst die Ausübung sexueller Gewalt auf das Wirken des Teufels zurückführt, dann ist doch allen klar, was gemeint ist, nämlich 1) dass der Teufel die psycho-emotionalen bzw. die psycho-sexuellen Defizite der Kleriker als "Einfallstore" für seine versucherischen Taktiken benutzt; 2) dass unsere Sünden „die Früchte unserer Zustimmung zur Versuchung“ sind (KKK 2846) und dass deswegen die „Sünde eine persönliche Handlung“ ist (KKK 1868); 3) dass die Kleriker, wenn diese der Versuchung zustimmen und in die Tat umsetzen, für ihr Tun verantwortlich sind. „Jede direkt gewollte Tat ist dem Handelnden anzurechnen“ (KKK 1736). 4) Durch die Nennung des Satans als Urheber der Versuchung wird weder die Freiheit des Handelns, noch die moralische Verantwortung der Täter aufgehoben.

2. Herr Prof. Tück erinnert daran:  "Nicht der Teufel ... steht hier im Raum", sondern die Schuld der Menschen.
Dazu: Der Papst hat nicht das behauptet, was Herr Tück nun glaubt, zurechtrücken zu müssen nach der Methode: erst ein Phantom aufbauen, um es dann zu erledigen.

3. Herr Tück bekennt: "Die Täter als Agenten des Satans hinzustellen, ... wirkt für mich wie eine pontifikale Entlastungsstrategie."
Dazu eine Anfrage: Wann und wo hat der Papst das Konzept „Agenten des Satans“ schriftlich oder mündlich eingeführt? Herr Tück möge bitte die verifizierbare Quelle benennen (Dokument, Predigt, Katechese)! Wenn der Papst das so nicht gesagt haben sollte, dann wäre die Rede von den „Agenten des Satans“ eine professorale Interpretation, eine seltsame neo-mythologische Terminologie, oder vielleicht sogar eine Unterstellung. Solches kann man dem Papst zwar unterstellen, aber damit ist die Wirklichkeit noch nicht zutreffend beschrieben.

4. "Gott ist gut, Satan ist böse - und das Leben der Menschen ist der Kampfplatz der Bewährung."
Dazu: Das kann man nicht einfach als "Sicht des Papstes" abtun und es ihm dann nachsehen, weil seine Sicht "in der geistlichen Tradition und insbesondere in den ignatianischen Exerzitien ihre Wurzeln hat." Das päpstliche Statement ist keine ignatianische Spezialität, sondern dabei handelt es sich um einen neutestamentlichen Topos (Eph 6,10-20; Röm 13,12; 2 Kor 6,7; 10,4; Jak 4,7; 1 Petr 5,8-9; 1 Joh 2,14), der einen Aspekt christlicher Existenz beschreibt. „Die dramatische Situation der ‚ganzen Welt‘, die ‚unter der Gewalt des Bösen‘ steht (1 Joh 5,19), macht das Leben des Menschen zu einem Kampf“ (KKK 409). „Die gesamte Geschichte der Menschen durchzieht nämlich ein hartes Ringen gegen die Mächte der Finsternis, ein Ringen, das schon am Anfang der Welt begann und nach dem Wort des Herrn bis zum letzten Tag andauern wird. In diesen Streit hineingezogen, muß sich der Mensch ständig darum bemühen, dem Guten anzuhangen, und er kann nicht ohne große Anstrengung in sich mit Gottes Gnadenhilfe die Einheit erlangen“ (II. Vatikanisches Konzil, GS 37,2).

5. Tück: "Aber das Problem des Bösen ist geblieben", trotz Aufklärung, Religionskritik und Entmythologisierung. Dafür nennt er vier Beispiele (barbarische Exzesse, Eskalation der Gewalt, Maskeraden der Ideologien, Verbiegung der Wahrheit), er nennt aber nicht den klerikalen Missbrauch.
Dazu: Könnte es nicht sein, dass die in Europa, Afrika und Nord-Amerika aufgedeckten Fälle von Missbrauch (sogar durch Bischöfe) etwas zu tun haben mit der Aktivität des Satans? Ist nicht der klerikale Missbrauch ein überzeugendes Beispiel für „das Problem des Bösen“? „Es gibt nicht nur Hüter und Wächter der menschlichen Hoffnung, sondern auch Neider, Feinde und Verführer, die die Sehnsucht und Hoffnung des Menschen verwirren, gewaltsam niederhalten oder ins Maßlose, ins Dämonische hinein übersteigern; es gibt den Teufel, den Vater der Lüge (vgl. 1 Joh 8,44). Er ist der Versucher, der uns den Himmel vergällen und verstellen will“ (Katholischer Erwachsenen-Katechismus. Das Glaubensbekenntnis der Kirche, hrsg. von der Deutschen Bischofskonferenz, 1985, Seite 111).

6. Nach Tück zeigt der Buchtitel Abschied vom Teufel "die Schwierigkeit an, unter modernen Verstehensvoraussetzungen von einer personalen Macht des Bösen zu sprechen."
Dazu: Muss sich die Theologie der Hermeneutik der "modernen Verstehensvoraussetzungen" (welchen?) unterwerfen und ihre eigene Erkenntnis entsprechend limitieren? Vielleicht stimmt etwas mit den "modernen Verstehensvoraussetzungen" nicht. Zur Erinnerung: Die Theologie stützt sich von ihrem Wesen her bei der Erforschung der Wahrheit auf das Merkmal der Kirchlichkeit und auf die Tradition des Gottesvolkes mit ihrer Vielfalt an Wissen und Kulturen in der Einheit des Glaubens (vgl. Fides et Ratio, Nr. 101).

7. Tück: "Ein Irrweg aber wäre es, den Teufel als Erklärungsmuster zu bemühen und konkrete menschliche Freiheitsakte auf 'seine unsichtbare Hand' zurückzuführen." 
Dazu: Hier wird wieder ein Phantom aufgebaut ("Erklärungsmuster"), um es dann abzutun. Aber schauen wir genauer hin: unsere Sünden sind als Zustimmung zur Versuchung und als "konkrete menschliche Freiheitsakte" sehr wohl auf die "unsichtbare Hand" Satans als des Versuchers zurückzuführen, siehe KKK 2846. Gerade darin zeigt sich doch das Mysterium iniquitatis, von dem Tück spricht. „Die Geschichte der Menschheit zeugt von Anfang an von schlimmen Geschehnissen und Unterdrückungen, die infolge eines Mißbrauchs der Freiheit aus dem Herzen des Menschen hervorgingen“ (KKK 1739).

8. Tück: "Wer Menschen als Agenten des Satans hinstellt, droht ihre moralische Verantwortung zu halbieren und sie zu dämonisieren."
Dazu: Der Satz nennt eine Voraussetzung und zwei Folgerungen. Zur Voraussetzung: Dass der Papst Täter als „Agenten des Satans“ hingestellt habe, ist eine bis jetzt unbewiesene Behauptung Tücks. Und nun zur Folge: Ich schlage vor, eine sachliche, moral-theologische Redeweise anzuwenden. Demgemäß haben die Täter dem Versucher ihre Zustimmung gegeben. Die Verantwortung der Täter wird dadurch nicht nur nicht halbiert, sondern bleibt voll erhalten, ohne eine „Dämonisierung“ zu bemühen. Gibt es da ein Problem?

9. Nach Tück sind zunächst „die systemischen Faktoren zu analysieren“, statt „auf die Ebene der Sündentheologie zu gehen“.

Dazu: Könnte es nicht auch so sein, dass die Suche nach den Fehlern im System oder in der Institution nicht nur zu einer Halbierung der persönlichen Schuld führt, sondern eine totale Exkulpierung der geweihten verbrecherischen Täter und eine Dämonisierung des Systems und der Institution zur Folge hat?, wenn schon das Konzept der Dämonisierung bemüht werden muss. 


Dienstag, 1. Oktober 2019

Predigt charismatischer GD in Illerberg


Donnerstag der 25. Woche Jahr I (26.9.2019) Illerberg

Lesung Hag 7,1-8
·         Situation nach der Heimkehr aus dem B Exil
·         Heimkehrer begonnen, Tempel aufzubauen.
·         Aber Stocken, denn jeder dachte nur an sein eigenes Haus.
·         Jeder dachte an sich. Kümmerte sich nicht um den Nachbarn, die Gemeinde war vernichtet.
·         Der Prophet: Gott segnet nicht das Werk des Wiederaufbaues.
·         Warum? Man hat Gott nicht mehr den ersten Platz gegeben.
·         Wiederaufbau Tempel: hätte die Heimkehrer vereint.
·         Nur der Aufbau einer Gemeinde im Glauben, im Gottesdienst, in einem gemeinsamen Projekt des Wiederaufbaues: nur darin kann man vertrauensvoll in die Zukunft schauen. Das ist eine immer gültige Perspektive. Nur Gott kann vereinen.

·         Gott ist der Erste, der sich für die Befreiung des Volkes einsetzt.
·         Haggai ist ein Vorbote Jesu Christi: Sucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und alles andere wird euch hinzugegeben werden.
·         Und wir: vor zwei Extremen hüten:
·         von Welt verschlingen lassen, „liebt nicht, was in der Welt ist“
·         dürfen uns nicht der Welt entfremden. „Gott hat die Welt so sehr geliebt“ – Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt (Joh 17,18)
·         Synodaler Weg: Gott zum Mittelpunkt und zum Zielpunkt der persönlichen christlichen Existenz und der Kirche machen.

Evangelium Lk 9,7-9
·         Lukas-Evangelium. Jesus ist wie ein Prophet im alten Israel aufgetreten.
·         Verkündet das Wort Gottes.
·         Stellt sich ins Zentrum seiner Botschaft.
·         Darum: ist wichtig, ihn zu sehen, um ihn zu verstehen. Oder umgekehrt: um ihn zu verstehen, muß man ihn sehen.
·         Wenn (Lk) Jesus als Prophet bezeichnet wird, dann wird damit ein großer Teil seiner irdischen Mission eingefangen: seine Predigt, seine Wunder, seine Aufrufe zur Bekehrung und zur Buße, seine Ansagen über das Ende der Zeiten, seine Treue bis in den Tod.
·         Herodes, ein aufgeklärter Mann, ist neugierig. Er will Jesus sehen. (wichtig für Lukas).
·         Er hat Jesus gesehen. Wann? Als Schmerzensmann. In seiner Passion.
·         Herodes hat sich nicht bekehrt.
·         Er hatte nicht die rechte Absicht. Er wollte nicht den Prophetischen Anspruch Jesu für sich gelten lassen. Er wollte sich nicht bekehren.
·         Und wir? Wir können Jesus nicht mehr sehen. Wir sehen ihn im Evangelium.
·         Das heißt: Nur im Licht von Passion und Auferstehung können wir Jesus sehen, d.h. erkennen.

Predigt 25. SO im JK, Heilig Geist, München


25. Sonntag im JK – LJ C (21./22.9.2019) Heilig Geist, München.
Vorabendmesse

Erste Lesung Amos 8,4-7
·         Androhung von Gericht. Was ist hier los?
·         In Krisen-Zeiten blüht der Schwarz-Markt, und bezahlt dafür? die Armen, die Freunde Jahwes.
·         Situation Zeit Amos, 8. Jh vor Christus.
·         Amos hat gegen rel u soz Mißstände im Land gekämpft.
·         reiche Oberschicht, gedankenlos, selbstsicher.
·         Die Reichen respektieren zwar den Sabbat (Handel verboten), aber denken schon nach, wie sie die Armen noch mehr Ausnützen können.
·         eine Gesamthaltung: die direkt dem widerspricht, was Jahwe von seinem Volk erwartet.
·         Gott bezieht Position für die Armen, verteidigt sie. Hat Gebote gegeben zum Schutz der Armen.
·         Aber Gebot Gottes werden nicht befolgt.      
·         Es geht um die Reichen. Sie müssen die ungerechten Güter verwandeln: aus Objekten der Beute – in Mitteln der Hilfe.
·         Diese Verwandlung ist eine Folge, wozu der Besitz des Reichtums verpflichtet.
·         Und die Gabe darf nicht den Anschein eines Almosen haben.
·         Der Arme in der Gemeinde hat seine Rechte, die respektiert werden müssen.
·         Der Reiche soll sich nicht wie ein Eigentümer, Besitzer fühlen, sondern wie ein aufmerksamer Wohltäter fühlen.
·         Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon

Zweite Lesung 1 Tim 2,1-8
·         Hinweise zur Ordnung der Gemeinde und des Gottesdienstes.
·         Für „Gebet“ stehen vier Wörter: Bitten, Gebete, Fürbitten, Danksagung.
·         4 Begriffe, weil: Dringlichkeit des Gebetes, umfassende Weite betont.
·         Keine Exklusion, immer inklusiv.
·         Fundament: der universale Heilswille Gottes; wurde uns offenbart durch das Heilswerk Jesu., der sein Leben für alle hingegeben hat.
·         Alles Gebet: an den EINEN Gott, durch den Mittler Jesus Christus.
·         Auch Heiden, Esoteriker beten. Aber wir beten durch Jesus Christus.
·         Rein: sonst hat das Gebet keinen Wert. Rein sind sie:  wenn sie zur Tat der Liebe bereit sind, wie der Gekreuzigte. 

Evangelium Lk 16,1-13
·         Ein ungerechter Verwalter, der sich Freunde macht mit den Gläubigern, und dabei seinen Herrn betrügt.
·         Was tut Jesus? Er lobt nicht die Gaunerei. Sondern seine Klugheit: er hat wenigstens am Schluß seine kritische Situation begriffen und klug gehandelt hat.
·         Jesus lobt die Fähigkeit im Umgang mit dem Geld.
·         Und diese Fähigkeit soll nun auf das christliche Leben übertragen werden.
·         Also: Wenn ein Christ in gerechter Weise mit dem Geld umgeht – was soll daran ungerecht sein?
·         Wenn der Christ mit seinem Reichtum irgendeiner Not abhilft mit Blick auf den Himmel (VV. 10-12)?
·         Wenn der Christ begreift, dass Gott der Einzige ist, der es wert ist, über alles geliebt zu werden? (Turmbau, Kriegsführung)
·         Wer ist klug? Wer an den Tag der Rechenschaft denkt! (Erste Lesung).
·         Reichtum ist keine Versicherung für die Ewigkeit.
·         Reichtum kann auch ungerecht sein: niemand hat ein Recht auf Überfluß, solange es Armut gibt.
·         Sich Freunde machen. Welche? Die, denen wir geholfen haben, werden beim Endgericht für uns eintreten als Zeugen unserer Wohltätigkeit.
·         Wenn wir unsere irdischen Güter so verwalten in diesem Geist des Evangeliums, dann gewinnen wir die ewigen Güter, für die wir bestimmt sind.

Predigt am DO., 19.9.2019 in Medjugorje


Donnerstag der 24. Woche – Jahr I
(19. September 2019, bei der Dt. Messe in Medjugorje)

Lesung 1 Tim 4,12-16
Liebe Christen, diese Lesung ist eigentlich nicht für SIE, sondern für die hier anwesenden Priester. Wir werden angesprochen.

·         „Gnade vernachlässigen“: dem übernommenen Auftrag untreu werden.
·         Pflichten 12-13 (sittliche Persönlichkeit, liturgische Feier, Schriftlesung, Predigt als Lehre und Mahnung
·         Den falschen Lehren widerstehen: ist wichtig.
·         Darum Predigt, aber auch das Beispiel eines neuen Lebens, transformiert durch Christus
·         Timotheus ist noch jung. Aber er kann überzeugend sein, wenn er eine gute Lebensführung an den Tag legt.
·         Der Bischof rettet sich dadurch, dass er die rettende Gnade Gottes weitergibt denen, die bereit sind, die Gnade anzunehmen.
·         Paulus besteht darauf: Evangelium verkünden durch die Authentizität des Lebens.
·         Totaler Einsatz, Körper, alle inneren Kräfte, Intelligenz, Sensibilität, Affektivität,
Die Gnade "nicht vernachlässigen" würde bedeuten: Gott für die Gnade der priesterlichen Berufung zu danken; für das, was er uns in der Weihe anvertraut hat, damit wir dem Volk Gottes dienen können.


Evangelium Lk 7,36-50
·         Jesus im Haus eines Pharisäers. Wichtig Pharisäer haben Willen Gottes verachtet.

·         Anonyme Frau im Haus des Pharisäers Simon, Sünderin, Dirne.
·         Anliegen Jesu? In seiner Beispielgeschichte. Zwei Schuldner, groß, klein, BEIDE können nicht bezahlen. Der Gläubiger SCHENKT beiden die Schuld
·         Jesus fragt: Wer wird mehr lieben? Antwort: Jener, dem MEHR vergeben worden ist.
·         ---
·         Hier erkennen wir, was Reue ist: Reue ist die Erkenntnis, die Liebe Gottes zu mir zurückgewiesen zu haben. Eine Person verletzt zu haben. Die Person Gottes. Gott ist Person.
·         Reue taucht erst auf, wenn Gott für mich zu einer Person geworden ist, die mich liebt.
·         wenn ich Gott SO erkenne, dann erkenne ich Barmherzigkeit.
·         Reue´ist Einschluß und Entscheidung: Glaube. Vertrauen in Vergebung.
·         Sehnsucht, versöhnt zu werden mit Gott durch die Zeichen der Kirche, Sakrament der Versöhnung.
·         Wir sind alle Sünder. Das sagt man so leicht dahin.
·         Aber Barmherzigkeit Gottes erfahren wir erst dann/ in dem Maße, wie wir uns vor Gott als Sünder bekennen.

Sonntag, 8. September 2019

Predigt am 23. Sonntag im JK LJ C (8. Sept. 2019) Wallfahrtskirche Vilgertshofen


Predigt 23. Sonntag im JK. LJC (8. Sept. 2019)
Vilgersthofen
Erste Lesung (Weis 9,13-19)
·         Im ersten Teil: negative, pessimistische Sicht des Menschen
·         Dann ein Gebet! DU. Lichtblick. Wodurch? Weisheit gegeben, Hl. Geist gesandt.
·         Folge davon: V. 18. Gerecht gemacht, wir lernen, was dir (Gott) gefällt
·         Paukenschlag: Durch die Weisheit wurden sie (wir) gerettet.
·         NT. Der ganze Heilsplan Gottes wird offenbart. Vielmehr verkünden wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung… wir verkünden, wie es in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Uns hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes. (1 Kor 2,7-8.10)
·         Heilsplan hat sich realisiert im Gekreuzigten. Wir verkünden Christus als den Gekreuzigten: Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (1 Kor 1,23-24).
·         Zusammenfassung:
·         Die Weisheit lehrt uns den Weg des Heiles.
·         Sie ist Gabe Gottes und Frucht des Heil. Geistes
·         Mit unseren menschlichen Möglichkeiten begreifen wir sie nicht.
·         Aber Gott lässt es nicht an Gnade fehlen.
·         In der Fülle der Zeiten hat er sein WORT gesandt: die ewige Weisheit, die Person JC
·         In ihm: Wort und Weg des Heiles (Joh)


Zweite Lesung (Phlm 9b-10.12-17)
·         Der Brief des Paulus an Philemon: sehr persönlicher Brief
·         Philemon (Christ) hatte einen heidnischen Sklaven Onesimus, war geflohen, besuchte Paulus im Gefängnis,
·         Paulus, als und gebrechlich, hatte ihn getauft, lieb gewonnen (Kind), schickt ihn nun an Philemon zurück, selber Christ.
·         Bittet NICHT um Freilassung des Onesimus
·         Rüttelt nicht am sozialen Gefüge seiner Zeit.
·         Vertraut darauf, dass Philemon nun den Onesimus anständig behandelt.
·         Warum? Wenn die Christen einander als Brüder annehmen („Bruder in Christus“), dann rechte soziale Ordnung; entsteht aus der Freiheit der Liebe, nicht aufgrund einer Anordnung.
·         Die zwei Prinzipien der christlichen Sozial-Lehre:
·         Bekehrung des Herzens und der Strukturen.
·         Der Brief des Paulus an Philemon ist der Anfang der christlichen Soziallehre.
·         Die echten Veränderungen der sozio-ökonomischen Ordnung geschehen nicht durch Gewalt; sondern durch tiefe Bekehrung des Herzens


Evangelium (Lk 14,25-33)
·         Jesus auf dem Weg Jerusalem, Golgota.
·         Viele Menschen begleiteten Jesus.
·         Da klärt er etwas.
·         Wer mit IHM gehen will, muss die Bedingungen kennen und darum wissen.
·         Es sind drei Schwierigkeiten:
·         Affektive (Familie)
·         Materielle (Besitz)
·         Bereitschaft zum Kreuz
·         Nun ist jeder verschieden
·         Und dreimal kommt die Bedingungen: sonst kann er nicht mein Jünger sein.
·         Jesus verlangt nicht von allen das Gleiche.
·         Von Niemandem das Unmögliche
·         Jeder hat seine eigene Berufung, jeder geht seinen Weg.
·         Das klingt ja alles sehr beruhigend. Aber hören wir doch noch mal auf das Evangelium:
·         Es ist nicht einfach, ein Jünger Jesu zu werden.
·         Es braucht Abwägung, Berechnung, Entscheidung.
·         Jeder muss seine eigenen Kräfte abwägen und sich dann entscheiden. (Turmbau, Kriegsrüstung)
·         Es ist eine Nachfolge, die eine Loslösung von allem fordert.
·         Was ist das Ziel?
·         Ziel: JChr ist das / der Absolute in unserem Leben.
·         So sehr: dass wir alle anderen notwendigen Beziehungen mit IHM und in IHM leben und wertschätzen und gestalten.
·         Vor Christus wird alles andere relativ.
·         Und dann geschieht etwas Überraschendes: Wenn wir Jesus die absolute Priorität geben, ihn über alle und alles lieben, dann lieben wir alle und alles andere in der rechten Weise. Wenn wir Jesus über alles lieben, dann lieben wir die Menschen in der rechten Weise, Maß.
·         Ein Jünger Jesu werden: dh. Sein Schicksal teilen.
·         Das ist gemeint mit „Kreuz tragen“
·         Und das wird in unserem Leben niemals fehlen.
·         Übernahme der Lebensart Jesu, ihm nachfolgen, Verzichten, das Kreuz tragen – das alles ist ja nur möglich, wenn ich Jesus liebe.
·         Und Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung.
·         Wie werden wir nun dem Anspruch dieses Evangeliums gerecht? Was ist unsere Antwort?
·         Zwei Dinge gehören zusammen: Liebe und Verzicht.
·         Und es gibt eine Beziehung zwischen beiden.
·         So groß wie die Liebe, so groß ist der Verzicht.
·         An der Größe des Verzichtes kann ich die Grüße meiner Liebe erkennen.
·         Was brauchen wir? Mut und Geduld.
·         Dazu hat Jesus und das Sakrament der Eucharistie geschenkt:
·         In der Eucharistie wird unser Mut gestärkt und unsere Geduld erneuert.

Montag, 15. Juli 2019

Predigt 15. Sonntag C, 13.7.2019, Heilig Geist München


Predigt: 15. Sonntag im Jahreskreis LJ C
13./14. Juli 2019
Heilig-Geist, München

Erste Lesung (Dtn 30,10-14)
·       Für Israel: Gott ist für uns unerreichbar.
·       Der einzige Weg, um Gott zu erreichen: Treue zu seinem Bund.
·       Gott rettet:
o   Aber nur die, die alles von ihm erwarten
o   Und die sein Gesetz befolgen.
·       Aber: ist das möglich? absolute Treue zum Gebot Gottes?
·       Nicht Widerspruch: so ein Anspruch – und unsere Gebrochenheit?
·       Hat auch Israel gespürt. Darum: Hoffnung auf Überwindung dieses Widerspruches. Hoffnung auf Messias.
Zweite Lesung (Kol 1,15-20)
·       Mit Christus: Hoffnung Israels erfüllt, über alle Maße.
·       Christus hat sich offenbart als das Abbild des Vaters.
·       Er ist der Mensch: er kann von Gott und zu Gott sprechen, wie ein echter Vermittler.
·       Gleichzeitig: Christus ist der wahre Gott-Mensch.
·       Er kann diese Widersprüche vereinen: Er ist das Bild des Vaters, und er ist zutiefst mit unserer menschlichen, irdischen Natur verbunden.
·       Am Kreuz: Jesus offenbart seine zweifache Liebe: seine Liebe zum Vater und seine Liebe zu den Menschen.
·       Daraus geht die Heilsgeschichte hervor.
·       Wir: in der Taufe und in den anderen Sakramenten IHM gleichgestaltet. Sakramentale Realität
·       Aber diese sakramentale Realität muß dann auch gelebt werden in den Ereignissen, Begegnungen, im Leben
·       Wenn wir dies leben, dann werden wir zum Samariter, erscheint die Liebe Christi in uns.
Evangelium (Lk 10,25-37)
·       Christus verhält sich zur Menschheit wie der Samaritaner zu dem Unbekannten
·       Zuerst kommt der Priester und der Levite. Sie (als Representanten einer Religions-Technik) wollten und konnten den Verwundeten nicht retten.
·       Dann kommt der Samariter. Ein Jude „zweiter Klasse“, verachtet.
·       In der Heilsgeschichte kommt Jesus unter der Gestalt des abgelehnten und verachteten Samariters:
·       Er erinnert an das, was die religiöse Technik hat vergessen lassen.
·       In Christus: Gott kommt zum Menschen in einer einfachen und menschlichen Weise.
·       Von hier Blick zurück auf die Erste Lesung: Der Gott, den wir kennen, er ist nicht weit weg. Und sein Gesetz ist uns nahe. In unserem Mund und in unserem Herzen. Damit wir es tun können.
·       Nur wenn wir das tun, was Jesus getan hat, so können wir Gott begegnen.
·       Wir kennen das Doppelgebot (Gott, Nächsten). Aber nun neue Bedeutung.
·       Die Frage ist nun nicht mehr: wer ist mein Nächster? Sondern: für WEN werde ich zum Nächsten?
·       Nach dem Abendmahl: ein neues Gebot habe ich euch gegeben.
·       Liebt so, wie ich euch geliebt habe. Billiger geht es nicht.