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Donnerstag, 30. Januar 2025

"Die Beichte als Voraussetzung für die Erstkommunion gehört abgeschafft"


Das ist die Meinung von Frau Gabriele Höfling, Redakteurin bei katholisch.de (15.1.2025). Sie schreibt:

Die bisherige, im Kirchenrecht verankerte Praxis, den Erstkommunionempfang von 8- oder 9-Jährigen an die Bedingung der vorherigen Beichte zu knüpfen, ist hochproblematisch. Das zeigt eine ganze Reihe von Argumenten: Einerseits sind Kinder entwicklungspsychologisch laut Experten in diesem Alter noch gar nicht in der Lage, Konzepte wie Schuld und Sünde richtig zu begreifen.

Meine Frage: Sind denn die Kinder in diesem Alter fähig, das Mysterium der Eucharistie „richtig zu begreifen“? Meine Erfahrungen: Wenn ich die Kommunion austeile an Kinder in diesem Alter, dann habe ich den Eindruck, dass sie nicht wissen, was sie empfangen. Dabei bin ich mir nicht sicher, woran es liegt: an der mangelnden Intelligenz der Kinder? Oder gibt es noch einen anderen Grund? In den Gemeinden sind es meist die einsatzfreudigen sogenannten Kommunionmütter. Wer katechetisiert die Katecheten?

Da man aber landauf landab nicht daran denkt oder es nicht wagt, über den rechten Zeitpunkt der Erstkommunion nachzudenken, scheint man also der Meinung zu sein, die Kinder in diesem Alter seien zwar entwicklungspsychologisch nicht in der Lage, Konzept wie Schuld und Sünde richtig zu begreifen, aber sie seien dennoch in der Lage, das Konzept der Eucharistie zu begreifen. Denn da werden bis jetzt keine Bedenken geäußert. Warum eigentlich nicht?

Also: Wenn man den Kindern zutraut, das Mysterium der Eucharistie „richtig zu begreifen“ und sich dem entsprechend zu verhalten, und das sollte sich eigentlich zeigen in einem andächtigen und ehrfürchtigen Empfang des Leibes des Herrn, dann sind sie auch fähig, Wesen und Bedeutung des Sakramentes der Versöhnung „richtig zu begreifen“, vorausgesetzt, es wird ihnen von Katecheten recht vermittelt, die – im Ideal-Fall – selber eine ordentliche Beichtpraxis pflegen. Meine Erfahrungen beim Hören dieser Erstbeichten waren für mich erschreckend: weder ein (kindgemäßes) Sündenbewusstsein noch eine (kindgemäße) Sündenerkenntnis der Beichtenden! Ich fragte mich danach: wie und von wem sind diese Kinder nur vorbereitet worden?

Studien haben zudem belegt, dass die Beichte anfällig ist für die Anbahnung von Kindesmissbrauch.

Mein Zwischenruf: Um genau das zu verhindern, haben wir die gute alte Tradition von Beichtstühlen, die aber seit Jahren als Abstellkammern für Staubsauer und Putzmaterial missbraucht werden, wenn sie denn nicht schon entsorgt worden sind.

Zudem wirkt in einer Zeit, in der auch bei Erwachsenen die Beichtpraxis stark zurückgeht, ein Beichtzwang für Kinder grotesk.

Zwischenrufe: Sollte der Rückgang der Beichtpraxis bei Erwachsenen eine Handlungsorientierung für die nachwachsende Generation der Zukunft sein? Weil die Erwachsenen nicht beichten, deswegen sollen die Kinder nicht vernünftig zur Beichte geführt werden? Was ist das denn für eine Logik? Dabei ist doch eine kindgemäße Beichtkatechese und Beichtpastoral die Chance für die Zukunft, dieses wunderbare Sakrament allmählich wieder in die normale Pastoral einzuführen! Das pastorale Personal könnte doch mit Katechesen zum Sakrament der Beichte beginnen. Dazu muss man keine Klimmzüge machen. Das GOTTESLOB bietet ausgezeichnetes Material: 597 DIE (ERST-)BEICHTE VON KINDERN und 598 HILFEN ZUR GEWISSENSERFORSCHUNG FÜR KINDER. Die beste Voraussetzung dafür ist eine gute Beichtpraxis der Katecheten, welche die Kinder zur Beichte hinführen wollen. Die Verwirrung scheint nicht gering, selbst bei Priestern. Als ich in einer sakramentalen Beichte das Bekenntnis meiner Sünden abgelegt hatte, sagte mir der Beichtpriester, der es sicher nur gut meinte: „Aber Herr Pater, Sie müssen doch auch sehen, was Sie Gutes getan haben!“ Vielleicht dachte er, ich sei depressiv, und glaubte, mich trösten und mir einen guten Zuspruch geben zu müssen. Ich antwortete: „Ich dachte, in der Beichte solle ich alle meine Sünden und nur meine Sünden bekennen, und nicht meine guten Taten aufzählen.“ Danach fragte ich mich, was dieser Priester in seiner Pfarrei den Kindern zur Vorbereitung der Beichte erzählen wird, vielleicht in dem Stil: „Liebe Kinder, ihr könnt ganz beruhigt alle eure Probleme erzählen. Der Priester wird euch gut zuhören und ihr braucht keine Angst zu haben.“ Dann kann es passieren, dass die Kinder in der Beichte ihre Probleme mit den Eltern erzählen und von dem Stress, den sie mit ihnen haben, erzählen, aber nicht ihre Sünden bekennen.

Schließlich ist die Erstkommunionkatechese inzwischen für nicht wenige Familien der erste tiefere Berührungspunkt mit der Kirche. Dann gleich mit dem hochtheologischen Sakrament der Buße und Versöhnung zu kommen, kann leicht überfordern.

Zwischenrufe: Ist das Sakrament der Eucharistie weniger „hochtheologisch“? Wenn es aber ebenso hochtheologisch ist wie das Sakrament der Buße, dann ist es konsequent, auch für dieses Sakrament einen geeigneteren zeitlichen Ansatz zu finden. Aber diese Frage scheint nicht im Fokus zu stehen. Warum nicht? Vielleicht deswegen nicht, weil mit dieser Feier sentimentale, nostalgische, romantische Bedürfnisse befriedigt werden; oder gibt es einen „Gottesbedarf“? Ich bin mir nicht sicher, denn nach dem Weißen Sonntag ist kein Gottesbedarf mehr vorhanden.

Eine negative erste Beichterfahrung ist für den weiteren Zugang zur Beichte aber wohl eher abträglich. Das wäre tragisch, denn bei einem richtigen Verständnis kann das Sakrament tatsächlich eine positive, befreiende und stärkende Wirkung haben.

Richtig. Die Lösung ist eine adressaten-adäquate Beichtkatechese.

Ansätze, die bisherige Herangehensweise zu ändern, gab und gibt es schon: Die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Freiburg etwa forderte 2024 eine Verlegung der ersten Beichte auf das Jugendalter.

Zwischenruf: Super! Dann doch bitte auch die Zulassung zum Empfang der Eucharistie. Aber jetzt mal ehrlich: ist denn das die Lösung? Eine „Verlegung der ersten Beichte auf das Jugendalter“ kann die Lösung sein, wenn die Vorbereitung auf die Beichte mystagogisch gestaltet wird. Und es bleibt die Frage nach dem rechten Zeitpunkt für die ersten Empfang der Eucharistie. Kann denn das so bleiben? Ist denn das alles so ok? Oder scheut man sich nur deswegen, dieser Frage nachzugehen, weil man jetzt schon den Aufschrei der (nicht praktizierenden) Eltern scheut?

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gab es laut der Theologin Birgit Jeggle-Merz bis in die 1970er-Jahre vorübergehend Ausnahmegenehmigungen, die die Beichte erst nach der Erstkommunion ermöglichten.

Zwischenfrage: Was ist der Vorteil? Und überhaupt: warum soll denn die Erstkommunion so früh erfolgen?

Jetzt gilt es, das Thema umfassend anzugehen.

Richtig, dann aber auch bitte wirklich umfassend, und nicht nur im Blick auf die Beichte. Und damit meine ich: den Weg der Initialisierung in die Christwerdung bei Beibehaltung der bei uns bis jetzt immer noch üblichen Kindertaufe.

Vielleicht könnte für Papst Franziskus ja das gerade begonnene Heilige Jahr der Versöhnung ein Anlass sein, das Kirchenrecht in Bezug auf die Kinderbeichte ändern.

Zwischenrufe: Das ist zu kurz gedacht. Es braucht mehr. Ganz besonders ein Überdenken der aktuellen Praxis der Spendung des Sakramentes der Firmung. Machen wir uns doch nichts vor: paradoxer oder perverser Weise: ausgerechnet das Sakrament der Mündigkeit ist zum großen Abschiedsfest von der Kirche geworden. Und alle spielen mit, besonders die Bischöfe.

Donnerstag, 26. Mai 2011

"Nun singt dem Herrn ein neues Lied"

Predigt am 5. Sonntag der Osterzeit
22. Mai 2011, Konventamt in St. Ottilien

Liebe Christen!

Sieben Wochen gehen wir in der Osterzeit.
Es braucht Zeit, um das Ostergeheimnis zu ergehen.
Viele Lieder in unserem Gotteslob besingen und entfalten das Ostergeheimnis.
Heute möchte ich versuchen, das Lied unter der Nummer 220 ein wenig zu erschließen.

1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.

Das ist der Tag, den Gott gemacht. Das ist der Ostertag. Und dieser Tag hat die Länge von 50 Tagen. Sieben Wochen feiern wir Ostern.
Jede Woche hat sieben Tage. 7 x 7 = 49. Aber das reicht immer noch nicht. Da muß noch ein Tag drauf. Dann haben wir 50 Tage. 50 heißt auf Griechisch: Pentekoste, das klingt wie Pfingsten.
Und tatsächlich: Pfingsten ist der 50. Ostertag.
Was ist das für ein Tag? Es ist der erste Tag der Woche, jedenfalls nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes. Da lesen und hören wir: Am ersten Tag der Woche kamen die Frauen zum Grab.
Der Freitag war der Todestag Jesu.
Der folgende Tag war Sabbat, der letzte Tag der jüdischen Woche;
Dieser Tag entspricht unserem Samstag. Das war der Tag der Grabesruhe Jesu.
Und am ersten Tag der neuen jüdischen Woche kamen die Frauen zum Grab und hatten die Erscheinung des Engels. Sie erhielten die Botschaft von der Auferweckung Jesu und den Auftrag, dies seinen Jüngern zu verkünden. Das ist der Ursprung unserer jährlichen und unserer sonntäglichen Osterfeier. Jeden Sonntag Ostern feiern.

„Denn Wunder hat der Herr getan.“ Wer ist dieser Herr?
Das ist der Gott Vater, der sich dem Moses im brennenden Dornbusch unter dem Namen Jahwe offenbart hatte.
Und um welches Wunder handelt es sich?
Das Wunder der Auferweckung Jesu.
Dieses Wunder feiern wir an jedem Sonntag:
„Darum kommen wir vor dein Angesicht und feiern mit der ganzen Kirche den ersten Tag der Woche als den Tag, an dem Christus von den Toten erstanden ist.“
Das ist ein wichtiger Impuls für unser Leben:
Wir beginnen die Woche mit dem, was Gott schon getan hat. An diesem Tag, dem ersten Tag der Woche, können wir wirklich die Hände in den Schoss legen und erst mal ausruhen. Relaxen. Stressfrei. Weil Gott seinen Teil getan hat. Und das feiern wir am sonntäglichen Ostertag.
Am Montag, dem zweiten Tag der Woche und dem ersten Arbeitstag, fangen wir dann an.
Es blieb dem Europäischen Normenausschuß vorbehalten, diesen biblischen Sacherverhalt zu verkennen und den Montag als den ersten Tag der Woche zu erklären.

2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.

Verklärt ist alles Leid der Welt.
Das Leid der Welt ist da, millionenfach. Es wird weder negiert noch bagatellisiert. Es wird gesehen und wahrgenommen und ernstgenommen.
Aber das Leid ist nicht das Letzte und nicht das Einzige.
Es wird verwandelt. In der verwandelnden Macht Jahwes beginnt es zu leuchten, so wie die Wunden der Passion am verklärten Leib des Herrn auch nicht ausgelöscht werden. Sie bleiben. Der vom Vater auferweckte und verklärte und in die Herrlichkeit des Himmels erhöhte Herr Jesus Christus trägt immer noch die Zeichen seiner Passion an seinem verklärten Leib und zeigt sie immerfort dem Vater.

Das verwandelte Leid. Wieder ein Impuls, wie wir unser Leben verstehen:
Leid gibt es auch in unserem Leben. Wie damit umgehen? Leid vermeiden und lindern, wo immer dies uns möglich ist. Aber viel Leid bleibt. Wie damit umgehen?
Wir können unser Leid annehmen und im Blick auf die Passion des Herrn mit seinem Leid verbinden und es dem Vater anbieten, damit ER es zum Heil verwandeln kann – für uns und viele andere.

Der Herr erstand in Gottes Macht.
Das entspricht genau dem ältesten Zeugnis des Neuen Testamentes. Unzählige Male hören wir: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hat ihn, den ihr ermordet habt, auferweckt. Jesus ist auferweckt worden durch die Macht Gottes. Dieses Zeugnis wird angedeutet in der Liedzeile: Der Herr erstand in Gottes Macht.

Und: hat neues Leben uns gebracht.
Ein Leben, das völlig anders ist als jenes Leben, welches wir von Natur aus haben.
Ein Leben, welches unser natürliches Leben unendlich übersteigt, welches einer anderen Wirklichkeit und einer anderen Dimension angehört, ein unzerstörbares Leben, welches weder gemindert wird noch in seiner Qualität abnimmt. Eben ein ewiges Leben.
Ein Leben, wonach sich jeder Mensch sehnt und welches so viele Religionen, Personen, Ideologien, Systeme und esoterische Theorien und Praktiken zwar versprechen, aber nicht vermitteln können.

Dieses unvergängliche, unzerstörbare, ewige Leben ist der ganzen Menschheit aller Orten und aller Zeiten und jedem Menschen von Gott durch die Erlösung geschenkt und angeboten worden. Gratia gratis data. Free net. 0,0 cent.

3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heil’ger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.

Das ist es. Das Sakrament der Taufe.
Zu Beginn dieser Eucharistiefeier haben wir gebetet:
“Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen.“
In der Taufe hat Gott uns alles geschenkt:
• sein göttliches, ewiges, unzerstörbares Leben;
• er hat einen Bund mit uns geschlossen, den ER niemals brechen wird;
• er hat uns die Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe geschenkt;
• er hat uns 100 % Heiligen Geist geschenkt.

Das alles hat Gott uns in der Taufe geschenkt. Wir müssen die Taufgnade annehmen: Dem Heiligen Geist erlauben, in uns zu wirken; eine persönliche Entscheidung treffen. Das geschieht in der Firmung. In der Firmung wird uns nicht der Heilige Geist geschenkt. Den haben wir schon in der Taufe empfangen. Sondern:

Die Firmung ist das Sakrament der Mündigkeit. Da können wir die persönliche Taufentscheidung nachholen. In der Firmung wird der Heilige Geist freigesetzt, und wir werden für einen Dienst in der kirchlichen Gemeinschaft gestärkt und ausgerüstet. („Abschiedsfest“)

Und wir sind jetzt schon auferweckt. Wir leben jetzt schon das ewige Leben. Wir können nicht sterben. Der Heilige Geist ist das Leben, das kein Tod entreißt.
Das ist genau das Thema des Johannesevangeliums.
In der 50tägigen Osterzeit hören wir jeden Tag einen Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium.
Immer wieder versichert uns der johanneische Christus: Wer an mich glaubt, hat jetzt schon das ewige Leben.
Wer an mich glaubt, wird nicht sterben.

4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.

In dieser Liedstrophe klingt das Mysterium der sog. „Himmelfahrt“, der Erhöhung des Herrn an.
Im Schlussgebet der Messe am Fest Christi Himmelfahrt werden wir beten: „Lenke unser Sinnen und Verlangen zum Himmel, wo Christus als Erster der Menschen bei dir ist.“

Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.

In dieser Liedstrophe begegnet uns der hl. Paulus.
Er beschreibt das Mysterium Christi und der Kirche mit dem Bild des Leibes: Christus ist das Haupt des Leibes, und wir Getauften sind die Glieder dieses Leibes. Und Haupt und Glieder zusammen und gemeinsam bilden den Leib Christi, und das ist die Kirche.

Und das ist die Heiligkeit der Kirche. Und alle Sünden der Glieder der Kirche, der Laien und der Priester, die Sünden, die global offensichtlich geworden sind, können niemals diese Heiligkeit der Kirche mindern. Wohl aber verdunkeln sie das Erscheinungsbild der Kirche in der Welt und ihre Glaubwürdigkeit und ihre Wirksamkeit. Das sind die hausgemachten Probleme der Kirche. Und die haben wir gemacht. Das ist unsere Schuld, und das verlangt Erkenntnis und Reue und Umkehr.

Erlöst ist, wer an Christus glaubt.
Heute haben wir im Tagesgebet gebetet: Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe.

Christus sagt heute im Evangelium: Glaubt an Gott, d. h.: glaubt an mich.
Christus präsentiert sich heute als der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Er ist der Weg zum Vater, weil er uns vereinigt mit seiner Hingabe an den Vater.
Er ist die Wahrheit, weil er sich uns zu erkennen gibt und weil er immer tiefer unsere Herzen durchdringt durch das verkündete und gehörte Wort Gottes.
Er ist das Leben: uns gegeben am Tisch der Eucharistie.
Christus ist der Weg zum Vater, weil er die Wahrheit ist. Er ist das Bild des Vaters in der Welt. Und er ist das Leben für den, der an ihn glaubt.

An Christus glauben: eine tiefe Beziehung zu ihm haben.
Ihm das ganze Leben anvertrauen und übergeben.
Eine andere Hoffnung gibt es nicht.

5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.

Das neue Lied, seit 2000 Jahren in den Charts: das ist das Halleluja. Eine Zusammensetzung aus Hallelu – Lobt!
Und der Kurzform von Jah-we.
Also: Lobt Gott! Durch diese 50 Tage erklingt es immer wieder. Hallelu-Jahwe.

In aller Welt ist Freud und Fried. – Stimmt das? Wenn man der Tagesschau und den Tagesthemen glaubt, dann stimmt das so nicht. Wie aber dann?
In aller Welt ist Freud und Fried insofern als die Welt mit dem erfüllt ist, was Gott getan hat: nämlich das Wunder der Auferweckung Jesu.
Dieses Geschehen ist nun einmal in die Weltgeschichte hineingeschrieben. Und keine Macht der Welt und der Unterwelt kann das auslöschen oder ungeschehen machen. Die Welt ist verändert. Aber sie erkennt das noch nicht und lebt das noch nicht. Nicht die Welt, besser gesagt: die einzelnen Menschen, und auch wir.

Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.

Wenn es Freude und Friede ist der Welt gibt, dann nicht deswegen, weil wir das auf die Reihe kriegen. Das ist ja alles so schrecklich brüchig.
Sondern weil der Herr-Gott DAS Wunder getan hat. Deinen Tod, o Jesus, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir. Jetzt. Bis du kommst in Herrlichkeit.