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Dienstag, 29. August 2023

"Gebet um Befreiung" und "Exorzismus": eine Konfrontation

 

„Gebet um Befreiung“ und „Exorzismus“: eine Konfrontation

Die Konfrontation zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Gebet um Befreiung

Exorzismus

·         Teil des kirchlichen Heilungsdienstes

·         Teil des kirchlichen Heilungsdienstes

·         Kirchlich nicht geordnet

·         Kirchlich geordnet

·         Es gibt kein Formular

·         Das Rituale

·         Jeder darf beten

·         Nur der Bischof und die von ihm autorisierten Priester

·         Ist immer und nur Gebet

·         Das Formular enthält die zwei Elemente:

- liturgisches Gebet und Psalmen,

- imperative Formeln gerichtet an den Dämon

Montag, 15. August 2016

Am 26. Juli 2016 wurde der Priester Jacques Hamel bei der Feier der Hl. Messe nicht erstochen, sondern ihm wurde schicht und einfach die Kehle durchgeschnitten... von zwei islamistischen Terroristen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/kisslers-konter-priestermord-in-frankreich-ein-angriff-auf-die-christenheit_id_5772192.html

Am 27. Juli 2016 feierte der Erzbischof von Paris, Kardinal André Vingt-Trois im Beisein des Präsidenten Frankreichs und des Premierministers ein Pontifikalrequiem für den ermordeten Priester.

http://www.euronews.com/2016/07/27/notre-dame-mass-commemorates-slain-priest-jacques-hamel

https://youtu.be/qBFFxvy2BVU (Video des Requiems).

Ich frage mich:
Wenn demnächst täglich ein Priester ermordet wird (was bei der irrationalen Logik der Terroristen und bei der ausbaufähigen Sicherheit Europas möglich ist), wird man dann täglich ein Requiem mit hochrangigen Vertretern der Staaten feiern?

Freitag, 27. August 2010

Die unerwartete Heiligkeit und der unerwartete Heilige

Predigt Charismatischer Gottesdienst Illerberg
26. August 2010
Donnerstag der 21. Woche im Jahreskreis
Lesung 1 Kor 1,1,-9
Evangelium Mt 24,42-51

Zu 1 Kor 1
Vers 1: Geheilige. Berufen als Geheiligte. War Privileg des alten Israel (Ex 19.6; 1 Petrus 2,9).
Kirche in Korinth = Nachfolgerin des alten Israel, herausgelöst aus der heidnischen Umwelt. Unmoral der heidnischen Umwelt ablehnen.
Gemeinschaft mit allen, die auf der ganzen Welt den Name Jesu anrufen. „überall“, d.h. auf der ganzen Welt.
AT: Der Name Jahwe. Antwortpsalm GL 527,1. D.h.: Wir haben Verantwortung für das Heil der Welt.
Vers 3: Gnade und Friede.
Was ist Gnade? – Beispiel: Brief einer Frau an mich: „Ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe.“ Kein Verdienst, eben Gnade, Wohlwollen – wie die Taufgnade.
Gnade. Woher? Von Gott – durch Christus – zu uns (Doxologie).
Wie gelangen wir in Gnade?
- Christus angehören
- In Christus sein
- Taufspiritualität
Was bewirkt die Gnade?
Sie ist Angeld. Voraus-Anteil an:
- Herrlichkeit
- Königtum
- Auferstehung
- Leben in Christus
- Auch das tragen wir seit der Taufe in uns.
Vers 5 „reich geworden in ihm“
- An Rede (Sprachengebet)
- An Erkenntns. Welche? – kein brüchiges Material. Keine Esoterik. Keine Weltweisheit, um sich selbst zu retten. Sondern: Das Zeugnis über Jesus Christus.: a) historischer Jesus, b) der auferstandene Christus, Gottes Handeln, Auferweckung
Vers 8 „festigen bis zum Ende“. Gottes Gaben retten uns nicht ein für allemal. Sondern wir sollen wachsen. Kraft verleihen. – Wenn man lange von Kirche entfernt gelegt hatte und in Esoterik unterwegs war, dann Bekehrung. Aber nach Bekehrung entdeckt man immer wieder neue Blockaden. Dann die Frage: „Hört das denn niemals auf…“ Es ist ein Glaubensweg. Ziel: Tag des Herrn, schuldlos dastehen. Am Tage der Offenbarung (V.7).
Wir können an Gottes Offenbarung in Herrlichkeit nicht teilhaben, wenn wir nicht jetzt schon in ihm sind – durch den Glauben. Kraft der Gaben, die er gewährt.
Vers 9 – 1. „Treu ist Gott“. Das wäre mal ein sinnvolles Mantra. 2. „berufen“. Wozu? Zur Gemeinschaft mit ihm.
Christen in Korinth lebten in einer Diaspora-Situation. Juden lebten zu dieser Zeit auch außerhalb von Jerusalem und in diesem Sinne auch in Diaspora-Situation. Aber sie hatten immer noch Hoffnung auf Wiederherstellung des Tempels in Jerusalem als politisches, nationales und religiöses Zentrum.
Aber: Die Christen in Korinth hatten kein solches Zentrum. Sie waren in Versuchung, sich auf Weltweisheit zu stützen.
1. Darum weist Paulus die Christen auf ihre wahre Stadt hin, die nun eine Person ist, nämlich Jesus Christus (5 mal)
2. Und Paulus gibt eine Richtung an und zeigt eine Dynamik auf, Zeitachse: „Der Tage Jesu“ (V.8). Der Tag seiner Offenbarung, Verherrlichung a) hat angefangen in uns, b) vollendet sich an einem Zeitpunkt.
Das ist unser christliches Leben:
a) Gott ist schon am Werk in uns.
B) Gott erwartet unsere Mitarbeit.
Zum Evangelium:
Zwei Gleichnisse, beide haben zur Voraussetzung: das Kommen des Herrn verzögert sich.
Das erste Gleichnis handelt von einem Dieb. Vielleicht ein bekannter Vorfall, ein Einbruch, der Hausherr wurde überrascht. Jesus nimmt dieses Ereignis zum Anlass, eine Lehre zu erteilen. Nämlich: Menschen leben so, als rechneten sie nicht mit seinem Kommen. Aber plötzlich ist er das, so plötzlich wie ein Dieb.
Was ist verlangt? Wachsamkeit und Treue.
Das zweite Gleichnis. Knecht hat Vertrauensposten erhalten.
„Knecht“. Jesus meinte Schriftgelehrte. Matthäus aktualisiert: Gemeindeleiter. Heute: Priester.
Jesus kündigt unerwartete Prüfung an. Die Treue des Führers muss sich dann zeigen. Eben Treue und Wachsamkeit.

Donnerstag, 4. März 2010

Missbrauch: Skandal und Erneuerung

Predigt
von Pater Willibrord Driever OSB,
Missionsbenediktiner in St. Ottilien,
in den Eucharistiefeiern am Zweiten Fastensonntag
(Pfarrkirche St. Michael in Abtsgmünd, 27./28. Februar 2010)


Liebe Brüder und Schwestern!

1. Wenn Sie in diesen Tagen aufmerksam die Tagesschau gesehen haben, dann haben Sie eine Vorstellung von dem Kloster, zu dem ich gehöre und aus dem ich komme: St. Ottilien ist in die Schlagzeilen geraten.
Nicht nur Amerika, nicht nur Irland, nicht nur die Jesuiten in Berlin…, jetzt auch die Benediktiner in Bayern.
Und ich glaube: das ist noch lange nicht das Ende, wir haben noch lange nicht den Abgrund erreicht, es kommt noch schlimmer.

2. Wir können uns dem Phänomen des Missbrauchs unter verschiedenen Aspekten nähern: moraltheologisch, juristisch, aber auch statistisch. Ich möchte Ihnen einige objektive Daten nennen.
Jährlich ca. 19.000 polizeilich gemeldete Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern. 2/3 im sog. sozialen Nah-Raum (Verwandte, Bekannte, Familie, oft durch Vater oder älteren Bruder). SPIEGEL: Knapp 100 Verdachtsfälle von Kindesmißbrauch in katholischen Einrichtungen Deutschlands seit 1995 hat der SPIEGEL zusammengezählt. Der Anteil katholischer Priester und Mitarbeiter (60.000) an der männlichen deutschen Bevölkerung über 21 Jahre (33 Millionen) beträgt knapp zwei Prozent. Verrechnet man die ihnen angelasteten Fälle von Kindesmißbrauch (100) mit den 210.000 deutschlandweit polizeilich gemeldeten Übergriffen seit 1995, beträgt der Anteil der katholischen Täter ganze 0,05 Prozent. Der durchschnittliche deutsche Mann wird mit 36-mal-größerer Wahrscheinlichkeit übergriffig als der katholische Priester.
Allein in Berlin wohnen etwa 10.000 Personen, denen Sexualdelikte aller Art vorgeworfen wurden. Sie machen 0,3 Prozent der Berliner Bevölkerung aus; das bedeutet, dass statistisch ein Angezeigter Sexualstraftäter auf 340 Bürger kommt. Und bei den Angezeigten handelt es sich nicht um Priester.
Soweit die Fakten. Diese statistischen Bemerkungen sollen nicht das Phänomen des Missbrauchs in der Kirche bagatellisieren, sondern nur kontextualisieren.

3. Die Kirche wurde immer geprüft, von außen und von innen. Die härtesten und demütigendsten Prüfungen der Kirche sind immer die, welche aus ihrem Inneren hervorgehen, und das insbesondere dann, wenn einige Männer der Kirche, die durch die Weihe in einen besonderen Dienst hineingenommen sind, in verdammenswerte Handlungen verwickelt sind.
Durch die (global betrachtet) millionenfachen Übergriffe werden Kinderseelen gemordet, wird entsetzliches Leid angerichtet. Das ist besonders schlimm, wenn Priester daran beteiligt sind.
Die Stürme, die die Kirche wegen der Sünden ihrer Mitglieder heimsuchen, können Angst machen. Die schlimmsten Stürme sind die, die den Gläubigen ans Herz gehen, die den Gläubigen den Glauben rauben und die das Vertrauen in Gott untergraben, die die Gläubigen aus der Kirche hinaustreiben.

4. Schauen wir noch einmal in unsere säkulare Umwelt: Angeblich will der Gesetzgeber durch seine Gesetzgebung seit Jahren das Leben schützen; tatsächlich aber wird die Abtreibung immer mehr vereinfacht, und die Zahlen der Abtreibungen nehmen zu. Die Produktion und der Konsum von Pornographie ist legalisiert. Der schulische Aufklärungsunterricht ist mehr eine Verführung zur Unkeuschheit als eine Hilfe, mit der gottgeschenkten Gabe der menschlichen Geschlechtlichkeit in einer menschenwürdigen Weise umzugehen. Das, was Gott Sünde nennt, wird in der Gesellschaft als lebenswert propagiert. Und gleichzeitig entrüstet sich diese Gesellschaft über die Sünden der Priester, die in viel größerem Umfang von Nicht-Priestern begangen wird.

5. Ich bin überzeugt, dass in diesen Wochen viele Katholiken sagen: „Das soll die heilige Kirche sein?!“ – „Mit diesem verrotteten Haufen will ich nichts zu tun haben, ich nehme jetzt endgültig meinen Abschied.“ Das erinnert mich irgendwie an die Pharisäer.
Ich möchte dann fragen: Was suchst du denn? Suchst du eine Kirche der moralisch Perfekten, der Super-Christen? Wo sollte diese Kirche denn sein? Bist du denn moralisch so perfekt, bist du denn ein solcher Super-Christ, dass du in eine solche Kirche hineingehören würdest? Und wenn es eine solche Kirche gäbe: Glaubst du, du würdest da aufgenommen werden?

5. Und die Heiligkeit der Kirche besteht nicht in der moralischen Perfektion ihrer Mitglieder bzw. ihrer Amtsträger. Die Kirche ist nicht deswegen heilig, weil ihre Mitglieder so anständig wären. Heiligkeit der Kirche bedeutet: daß Gott den Menschen in der Taufe heiligt. In der Taufe schenkt Gott dem Menschen seine heiligmachende Gnade (Gnade der Rechtfertigung), indem Gott dem Täufling seine Heiligkeit eingießt, gratis, und ihn solchermaßen heiligt. Die Getauften sind also die durch die Heiligkeit Gottes Geheiligten und als solche bilden sie die Kirche, und das ist die Heiligkeit der Kirche. Das ist die Taufgnade. Und damit ist auch eine Aufgabe gegeben: die Berufung, das ganz normale christliche Leben zu gestalten nach den Weisungen des Evangeliums in den Bereichen, wo Gott sie hingestellt hat. Aber eben aus der Kraft der Taufgnade.

6. Ausgerechnet im Priester-Jahr brechen diese Skandale auf. Hier leuchten mehrere Geheimnisse auf: Das Geheimnis Gottes. Gott erwählt nach seinem Ratschluß, nicht nach äußerem Augenschein oder nach dem, was wir für würdig erachten.
Krasser kann uns das Mysterium des Priestertums nicht vor Augen geführt werden: Gott beruft nicht nach Würdigkeit, sondern gemäß seiner Erwählung. Und das ist Sein Geheimnis. JEDER von Gott zum Priestertum berufene Mann ist unwürdig, es ist Gottes Geheimnis, warum er gerade diese Männer beruft.
Und noch etwas wird deutlich: das Geheimnis Jesu Christi. Der historische Jesus von Nazareth hatte, rein äußerlich betrachtet, auch nichts besonderes an sich. Darum taten sich die Jünger auch so schwer, das gott-menschliche Persongeheimnis Jesu zu begreifen. Im heutigen Evangelium von der Verklärung Jesu wird deutlich, dass in diesem Jesus von Nazareth noch mehr und Anderes ist: nämlich seine Göttlichkeit. Diese hat Gott den Augen der Jünger für einen kurzen Moment aufleuchten lassen.
Und das ist auch das Geheimnis der Kirche: sie hat eine Außen-Ansicht: Ämter, Menschen, Verwaltung, Organisation…, und eine Innen-Sicht: das ist der in der Kraft des Heiligen Geistes in der Kirche fortlebende Christus; das ist die in ihr aufbewahrte Gnade, die Gott der ganzen Menschheit durch die Kirche und ihre Mission und Evangelisierung zudienen will: kurz, ihre Heiligkeit.
Und wir alle verdunkeln durch unsere Sünden die Heiligkeit der Kirche, wir alle verdunkeln durch unsere Sünden das Erscheinungsbild der Kirche in der Welt. Wir müssen alle und immer an unsere Brust schlagen und Gott um Vergebung bitten.
Im Credo bekennen wir: Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Dann sollen wir daran denken, was Heiligkeit bedeutet, und wir sollen Gott danken für die Gnade, zu dieser Kirche gehören zu dürfen.

7. Wir sind in der Fastenzeit, in der österlichen Buß-Zeit, wir gehen auf Ostern zu. DIE Feier von Ostern: das ist die Osternacht, in der wir das Wasser weihen und unser Taufversprechen erneuern. Das soll nicht wieder ein Ritus werden, der an uns vorbeirauscht und der vorüber ist, bevor wir recht begriffen haben, was wir da getan haben.
Bei unserer Taufe waren wir unmündig, damals haben unsere Eltern und Paten für uns den Glauben bekannt und das Taufversprechen abgelegt. In der Osternacht hast du die Gelegenheit, ganz persönlich dein Taufversprechen zu erneuern, zu ratifizieren, deine Unterschrift zu geben. Nur du, ohne Stellvertretung.
Das ist Übergabe deines Lebens an deinen Herrn. Das ist deine Erlaubnis an den Heiligen Geist, in die wirken zu dürfen. Dann kann Christus bzw. der Heilige Geist alle deine natürlichen Fähigkeiten von Selbstbezogenheit reinigen und läutern und in Dienst nehmen, dann brechen deine Charismen auf. Dann wird Kirche lebendig.
Dann begreifen auch die Eheleute, was Ehesakrament bedeutet: dann fangen sie an, gemeinsam zu beten, auch mit den Kindern. Dann werden die Familien zu dem, was das Konzil von den Familien gesagt hat: sie sind „Kirche im kleinen“. Dann werden auch die Familien zu den ersten Priesterseminaren.
Die Christen wünschen sich gute Priester. Wo sollen die denn her kommen? Die fallen doch nicht vom Himmel! Wo wird denn noch in den Gemeinden um Priesterberufe und um deren Heiligung gebetet? Die Berufungen müssen doch aus unseren Gemeinden hervorgehen, die können doch nicht immer von Indien oder aus Polen kommen!
Wir brauchen heilige Ehen, heilige Familien, in denen geistliche Berufungen von den Kindern erkannt werden können, wo die Jugendlichen auf ihrem Berufungsweg bestätigt, ermutigt werden.

8. Ich bin überzeugt: was wir in diesen Wochen erleben ist providentiell. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Gott am Werk ist. Gott ist dabei, seine Kirche zu erneuern. Und das geschieht durch Aufdeckung und Buße. Wie würde es in der Kirche weitergehen, wenn diese Fälle weder in Amerika noch in Irland noch in Deutschland aufgedeckt worden wären! Die Sünde würde weiter schwären am Leib der Kirche. Nun ist Gott dabei, die Decke der Verschwiegenheit von den Sünden runterzureißen; damit die Kirche sich bekehrt und erneuert. Gott erneuert seine Kirche. In diesem Sinne dürfen wir froh darum sein, was jetzt geschieht.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Der vielgeschmähte KKK

Es gehört ja schon lange zum "guten Ton" des kirchlichen mainstreams und der "politischen Richtigkeit", über den KKK zu lästern, die Nase zu rümpfen, ohne ihn zu kennen. (Die Vertreter dieses "Sinus-Milieus" wirken auf mich wir frustrierte Spät68ger, die noch gar nicht begriffen haben, dass deren Zug schon lange abgefahren und eine neue Generation gekommen ist.)
Diesen Personen wünsche ich, einen Teil der Katechese von Papst Benedikt XVI in der Generalaudienz am 30. Dezember 2009 gehört zu haben oder hier zu lesen. Ich bin natürlich nicht so naiv zu glauben, dass dies im großen Stil geschehen wird. Dennoch, der Christ ist ja ein Hoffender.

Deswegen hier die Worte des Papstes:
"Ich möchte hervorheben, dass die organische Darstellung des Glaubens eine unverzichtbare Erfordernis ist. Auf diese Weise erleuchten die einzelnen Glaubenswahrheiten einander, und in ihrer einheitlichen Gesamtschau erscheint die Harmonie des göttlichen Heilsplans und die Zentralität des Christusgeheimnisses. Ich lade alle Theologen und Priester dazu ein, sich (...) gegen die heutige Fragmentierung oder der Entwertung einzelner Wahrheiten immer die Gesamtschau der christichen Lehre vor Augen zu halten. Der Katechismus der Katholischen Kirche sowie auch das Kompendium des Katechismus bieten uns eben dieses vollständige Bild der christlichen Offenbarung, die glaubend und dankbar angenommen werden muss.
Ich möchte daher auch die einzelnen Gläubigen und die christlichen Gemeinschaften dazu ermutigen, von diesen Hilfsmitteln Gebrauch zu machen, um die Inhalte unseres Glaubens kennenzulernen und zu vertiefen. So wird er uns wie eine wunderbare Sinfonie erscheinen, die von Gott und von seiner Liebe spricht und auf unsere feste Zustimmung und unsere tatkräftige Antwort drängt" (zitiert nach TP vom 5. Januar 2010, Nr. 1, S. 6).