Hl. Messe mit Gebetskreis Coenacolo
Aschermittwoch, 9. März 2011, 19 Uhr
Heilig-Geist-Kirche, München
Begrüßung, Einführung
Wir betreten den Weg der 40 Tage durch die Fastenzeit. Das Ziel ist Ostern. Eine Erinnerung, die die Gnade der Passion und des Todes unseres Herrn erneuert.
Es ist eine Zeit der Buße: d. h.: Umkehr, der Bekehrung, man kehrt um, dreht um auf seinem falschen Weg.
auch eine Zeit des Kampfes: gegen den bösen Feind.
Es ist eine Zeit der Befreiung: von der Sünde, die der Ursprung des Todes ist.
So wird unser Leben nach dem Bild des auferstandenen Herrn umgestaltet.
Das Vorbild der Fastenzeit ist das 40tägige Fasten Jesu in der Wüste.
- Seine Entscheidung: die Angriffe und Versuchungen des alten Feindes zurückzuschlagen.
- Sein Hören auf das Wort Gottes.
Die Fastenzeit erinnert uns auch an Moses. Nach einer 40tägigen Fastenzeit empfing er auf dem Berg die 10 Weisungen.
Wir haben das Evangelium. Unter seiner Führung wollen wir den Weg der Erneuerung in diesen heiligen 40 Tagen gehen.
Predigt
Erste Lesung: Joel 2,12-18
Zweite Lesung: 2 Kor 5,20-6,2
Evangelium: Mt 6,1-6.16-18
Liebe Gemeinde!
Zur Ersten Lesung
400 v. Chr. Heuschreckenplage, Land kahl gefressen, wie Wüste, sogar Opfer am Tempel waren nicht mehr möglich.
Tritt Prophet Joel auf:
- Er verlangt ein Fasten; denn Gott kann die Plage beenden.
- Dann deutet er die Heuschreckenplage als ein Vorzeichen für den Tag Jahwes, für das Gericht Gottes in der Endzeit.
Katastrophe ist nicht das letzte Wort Jahwes an sein Volk.
Auch jetzt besteht noch Möglichkeit, dass sich die Dinge wenden, daß Gott wieder Segen spendet.
Wendung der Unheilssituation – ist gebunden an die Wendung des Volkes, Umkehr.
Zeichen dafür: Fasten.
Aber mit Qualitätsmerkmal: aus ganzem Herzen, wahre innere Umkehr, gemeinsame Sache des ganzen Volkes.
Die Liturgie der Kirche bringt es man wieder auf den Punkt:
"Allmächtiger Gott, du siehst nicht auf unsere äußeren Werke, sondern auf das Herz.
Gib, dass wir mit reiner Gesinnung vollbringen, was wir in diesen vierzig Tagen an Buße und Verzicht auf uns nehmen" (Gabengebet, Freitag nach Aschermittwoch).
Zur Zweiten Lesung
Laßt euch mit Gott versöhnen!
Gott ändert sich nicht: kein Wechsel der Stimmungen; keine Änderung seiner Meinung oder des Verhaltens.
Nicht er muß versöhnt werden, gnädig gestimmt werden.
Sondern wir waren es: die Menschheit, die mit Gott in Feindschaft gegangen ist (Ur-Sünde). Wir waren nicht mit Gott versöhnt.
Gott tut etwas: er versöhnt die Welt mit sich.
Darum die Verkündigung: Versöhnungs-Tat ist geschehen durch Kreuz und Auferweckung Jesu!
Gott hat den Zustand der Menschheit verändert.
Wir, wir stehen nun in einem neuen Verhältnis zu Gott.
Das ist die NEUE Schöpfung, von der Paulus immer wieder spricht.
Diese Änderung muß in unser Leben eingehen. Durch persönliche Umkehr.
Jetzt müssen wir unsere Gesinnung und Haltung dieser neuen Situation entsprechend ändern.
Und das ist ein Aspekt der Fastenzeit.
Zum Evangelium
Fastenzeit als Hilfe, dass wir uns diese neue Situation bewußt machen.
Traditionelle Werke: Almosen, Fasten, Beten: immer diese drei.
Uralte Traditionen. Schon zur Zeit Jesu waren sie üblich; aber damals in ihrer Praxis pervertiert (Mt)
Almosen: als Werk der Gerechtigkeit. Man machte Werbung dafür, um die Wohltäter zu zwingen, ihre Versprechen einzulösen, und um zur Nachahmung anzueifern.
Gebet: war zur Zeit Jesu meist öffentlich, im Tempel oder in den Synagogen auf dem Land.
Fasten war in jüdischen Sekten beliebt. Sie machten mit dem Fasten Propaganda für ihre Ziele.
Die Gefahr bestand und besteht darin, dabei von den Leuten abhängig zu werden, von ihrer Meinung, Zustimmung, Anerkennung, Lob, Bewunderung. – Dann haben wir tatsächlich schon unseren Lohn erhalten.
Was will Jesus?
Er schafft diese drei Übungen nicht ab. Er setzt auch keine anderen Übungen an ihre Stelle.
Seine Ansicht zielt auf etwas anderes: Er will eine andere Gesinnung in uns wachrufen, eine andere Gesinnung, in der wir diese Werke tun sollen.
Welche Gesinnung?
Fasten: Die Demut vor Gott
Beten: Die Hoffnung
Almosen: die Liebe.
Eine ganz wunderbare Verheißung:
3x Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Es geht also um eine liebevolle Beziehung: von uns zum Vater und vom Vater zu uns. Was wir aus Liebe zu Gott tun, das sieht er, und das wird er uns vergelten.
Wiederum aus der Liturgie der Kirche:
"Du mahnst uns in dieser Zeit der Buße zum Gebet und zu Werken der Liebe" (Präfation für die Fastenzeit I).
"Die Entsagung mindert in uns die Selbstsucht und öffnet unser Herz für die Armen" (Präfaton für die Fastenzeit III).
"Durch das Fasten des Leibes hältst du die Sünde nieder, erhebst du den Geist, gibst du uns die Kraft und den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus" (Präfation für die Fastenzeit IV).
Die ganze Fastenzeit ist ein einzige Lobpreis auf die unendliche Güte und Barmherzigkeit des himmlischen Vaters.
Der himmlische Vater ruft uns in seinem gekreuzigten Sohn zu sich zurück: uns, die wir gesündigt haben. „Gott hat die Welt mit sich versöhnt. Lasst euch mit Gott versöhnen.“
Damals Paulus, heute die Stimme der Kirche.
Fastenzeit ist die Zeit der Umkehr von der Traurigkeit zur Freude dieses neuen Zustandes, den Gott geschenkt hat.
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Donnerstag, 10. März 2011
Predigt am Aschermittwoch
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Sonntag, 19. Dezember 2010
ein ungewöhnlicher update
Lauretanische Litanei
Die Kirche lebt, auch ihre Liturgie, auch ihre Gebete. Auch Litaneien sind keine Versteinerungen der Frömmigkeit vergangener Generationen. So dachte ich mir. Darum habe ich mir erlaubt, die altehrwürdigte Lauretanische Litanei zu aktualisieren und so zu erweitern, indem ich einfach jene Titel hinzufügt, die mir im Laufe der Jahre begegnet und wichtig geworden sind: also ein update, wie man heute sagen würde, sicher ungewöhnlich, aber – mindestens interessant. (Bei meinen Hinzufügungen hatte ich auch mit Fußnoten die Quellen angegeben, aber leider sind diese hier verschwunden. Kann mir jemand einen Tip geben?) Es versteht sich von selbst, dass diese Form der Lauretanischen Litanei rein privaten Charakter hat.
V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Christus, erbarme Dich unser
V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Christus höre uns
V./ A. Christus erhöre uns
V. Gott Vater im Himmel, A. erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein Einiger Gott
(Einleitende Anrufungen)
V. Heilige Maria, A. bitte für uns.
Heilige Mutter Gottes
Heilige Jungfrau über allen Jungfrauen
(Maria im Geheimnis der Dreifaltigkeit)
Tochter des Vaters
Mutter des Sohnes
Braut des Heiligen Geistes
(Anrufungen als Mutter)
Mutter Christi
Mutter der Kirche
Mutter des Hauptes und des Leibes
Mutter der Eucharistie
Mutter der Priester
Mutter der göttlichen Gnade
Du reine Mutter
Du keusche Mutter
Du unversehrte Mutter
Du unbefleckte Mutter
Du liebenswürdige Mutter
Du wunderbare Mutter
Du Mutter des guten Rates
Du Mutter des Schöpfers
Du Mutter des Erlösers
Du Mutter vom Sieg
(Anrufungen als Jungfrau)
Du weise Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau
Du lobwürdige Jungfrau
Du mächtige Jungfrau
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau
Du Jungfrau der Armen
(Anrufungen in Bildern)
Du neue Eva
Du Spiegel der Gerechtigkeit
Du Thron der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du Kelch des Geistes
Du kostbarer Kelch
Du Kelch der Hingabe
Du geheimnisvolle Rose
Du starker Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus
Du Bundeslade
Du Pforte des Himmels
Du Morgenstern
Du Schatzkammer Gottes
(Anrufungen in ihrer Mittlerrolle)
Du Zertreterin der Schlange
Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder
Du Trösterin der Betrübten
Du Helferin der Christen
Du Frau aller Völker
Du Mittlerin aller Gnaden
(Anrufungen als Königin)
Du Königin der Engel
Du Königin der Patriarchen
Du Königin der Propheten
Du Königin der Apostel
Du Königin der Märtyrer
Du Königin der Bekenner
Du Königin der Mönche
Du Königin der Jungfrauen
Du Königin aller Heiligen
Du Königin, ohne Erbsünde empfangen
Du Königin, aufgenommen in den Himmel
Du Königin des Weltalls
Du Königin der Armen Seelen
Du Königin vom heiligen Rosenkranz
Du Königin der Familien
Du Königin des Friedens und der Versöhnung
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. verschone uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erhöre uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erbarme Dich unser.
Unter Deinem Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o Du glorreiche und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit Deinem Sohne, empfiehl uns Deinem Sohne, stelle uns vor Deinem Sohne.
V. Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
A. auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.
V. Lasset uns beten. Herr und Gott, auf die Fürsprache der jungfräulichen Mutter MARIA, schenke uns die Gesundheit des Leibes und das Heil der Seele. Nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit und führe uns zur ewigen Freude. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A. Amen
Die Kirche lebt, auch ihre Liturgie, auch ihre Gebete. Auch Litaneien sind keine Versteinerungen der Frömmigkeit vergangener Generationen. So dachte ich mir. Darum habe ich mir erlaubt, die altehrwürdigte Lauretanische Litanei zu aktualisieren und so zu erweitern, indem ich einfach jene Titel hinzufügt, die mir im Laufe der Jahre begegnet und wichtig geworden sind: also ein update, wie man heute sagen würde, sicher ungewöhnlich, aber – mindestens interessant. (Bei meinen Hinzufügungen hatte ich auch mit Fußnoten die Quellen angegeben, aber leider sind diese hier verschwunden. Kann mir jemand einen Tip geben?) Es versteht sich von selbst, dass diese Form der Lauretanischen Litanei rein privaten Charakter hat.
V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Christus, erbarme Dich unser
V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Christus höre uns
V./ A. Christus erhöre uns
V. Gott Vater im Himmel, A. erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein Einiger Gott
(Einleitende Anrufungen)
V. Heilige Maria, A. bitte für uns.
Heilige Mutter Gottes
Heilige Jungfrau über allen Jungfrauen
(Maria im Geheimnis der Dreifaltigkeit)
Tochter des Vaters
Mutter des Sohnes
Braut des Heiligen Geistes
(Anrufungen als Mutter)
Mutter Christi
Mutter der Kirche
Mutter des Hauptes und des Leibes
Mutter der Eucharistie
Mutter der Priester
Mutter der göttlichen Gnade
Du reine Mutter
Du keusche Mutter
Du unversehrte Mutter
Du unbefleckte Mutter
Du liebenswürdige Mutter
Du wunderbare Mutter
Du Mutter des guten Rates
Du Mutter des Schöpfers
Du Mutter des Erlösers
Du Mutter vom Sieg
(Anrufungen als Jungfrau)
Du weise Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau
Du lobwürdige Jungfrau
Du mächtige Jungfrau
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau
Du Jungfrau der Armen
(Anrufungen in Bildern)
Du neue Eva
Du Spiegel der Gerechtigkeit
Du Thron der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du Kelch des Geistes
Du kostbarer Kelch
Du Kelch der Hingabe
Du geheimnisvolle Rose
Du starker Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus
Du Bundeslade
Du Pforte des Himmels
Du Morgenstern
Du Schatzkammer Gottes
(Anrufungen in ihrer Mittlerrolle)
Du Zertreterin der Schlange
Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder
Du Trösterin der Betrübten
Du Helferin der Christen
Du Frau aller Völker
Du Mittlerin aller Gnaden
(Anrufungen als Königin)
Du Königin der Engel
Du Königin der Patriarchen
Du Königin der Propheten
Du Königin der Apostel
Du Königin der Märtyrer
Du Königin der Bekenner
Du Königin der Mönche
Du Königin der Jungfrauen
Du Königin aller Heiligen
Du Königin, ohne Erbsünde empfangen
Du Königin, aufgenommen in den Himmel
Du Königin des Weltalls
Du Königin der Armen Seelen
Du Königin vom heiligen Rosenkranz
Du Königin der Familien
Du Königin des Friedens und der Versöhnung
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. verschone uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erhöre uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erbarme Dich unser.
Unter Deinem Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o Du glorreiche und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit Deinem Sohne, empfiehl uns Deinem Sohne, stelle uns vor Deinem Sohne.
V. Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
A. auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.
V. Lasset uns beten. Herr und Gott, auf die Fürsprache der jungfräulichen Mutter MARIA, schenke uns die Gesundheit des Leibes und das Heil der Seele. Nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit und führe uns zur ewigen Freude. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A. Amen
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Freitag, 13. November 2009
Predigt am 31. Sonntag im Jahreskreis - LJB (8.11.2009)
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