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Freitag, 18. März 2011

Jesus und Jona

Heilige Messe am 17. März 2011
(Gebetskreis Coenacolo)
Heilig-Geist-Kirche München
Mittwoch der 1. Fastenwoche
Lesung: Jona 3,1-10
Evange: Lk 11,29-31

Zur Lesung
- Wort Gottes ruft nicht nur Jerusalem auf, sondern auch Ninive, nicht nur Kirche, sondern auch Welt.
- Die große Stadt: schuldig, …
- Strafgericht ansagen. Weder Fatalismus noch Willkür.
- Die Heiligkeit Gottes kann die Sünde nicht ertagen.
- Strafgericht: kondizioniert, bedingt, nicht schon beschlossen.
- Bekehrung der Niniviten: rasch und umfassend. Steht im Gegensatz zum Widerstand Israels gegen die Propheten und gegen Jesus.
- Kam aber nicht.
- War blamiert.
- Gott reute das Unheil, das er angedroht hatte.
- Läßt Gott sich umstimmen durch die Bekehrung und Buße der Menschen?
- Scheint so.
- Aber umgekehrt: daß Menschen umkehren – ist nur möglich, weil Gott sich ihnen zukehrt, um sie zu retten.
- Gott reut das Unheil: d.h.: er bietet immer dem Sünder die Möglichkeit der Vergebung und neue Zukunft an.
- Jona ärgert sich. Warum?
- Weil er es nicht ertragen kann, daß Gott gnädig.
- Rede vom Zorn Gottes = Kehrseite seiner erbarmenden und rettenden Liebe.
- „Jona“: erinnert uns daran, daß wir uns nicht verschließen und denken: wir sind die Geretteten!, auch wenn es Verfolgung geben sollte.
- Wir Christen sind immer auserwählt, nicht um ein Privileg zu genießen, sondern um eines Dienstes willen: Wir sollen bezeugen, daß es ein HEIL gibt, daß Gott ALLEN anbietet.
- Fastenzeit: eine Einladung an uns, daß wir uns mal in die Lage von Ninive versetzen. Gott ist mitten unter uns und er gibt uns eine Zeit von 40 Tagen, um Buße zu tun.
- Die Bewohner von Ninive haben das Wort Gottes gehört und gehorcht, bekehrt.

Zum Evangelium
- Zuhörer fordern ein unübersehbares, unwiderlegbares Zeichen kosmischen Ausmaßes.
- Jeder Diskussion und jeden Zweifel beendet.
- Gott will uns nicht bekehren durch außergewöhnliche Zeichen, wo kein Widerstand mehr zu leisten wäre, in Mißachtung unserer Freiheit.
- Das ist nicht die Art Gottes: Mensch geworden, Diener der Menschen, um die antwortende Liebe der Menschen zu gewinnen + ihre freie Zustimmung.
- Was wäre das für ein Glauben? Zwingender Beweis für die Vernunft. Wäre kein Glauben. Im Sinne einer persönlichen Entscheidung.
- Darum: Jesus weist diese Forderung ab.
- Er gibt kein Zeichen. Er IST das Zeichen. So wie für Ninive der Prophet Jona das Zeichen war.
- Tod u Auferstehung Jesu = das endgültige Zeichen.
- Jesus ist das Zeichen. Gott gibt uns dieses Zeichen, in seiner menschlichen Verfassung. Jesus machte Gott präsent: sogar in seinem Tod, so sehr, daß der Vater ihn auferweckte. Das ist das Zeichen.
- Der reiche Prasser und der arme Lazarus. „Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, dann werden sie sich auch nicht bekehren, wenn einer von den Toten aufersteht“ (Lukas-Evagl.)
- Aber wer nicht dem Wort Jesu glaubt, der wird auch nicht dem Zeichen glauben.
- Der Glaube ruht nicht auf Wundern, sondern auf Vertrauen. Das verbindet uns mit Jesus.
- Das Wunder kann nur der wahrnehmen, der schon anfanghaft einen Glauben hat. (kann wachsen)
- Die Königin des Südens hatte die Weisheit Salomos angenommen. und die Niniviten hatten die Bußpredigt des Jona angenommen.
- Jesus gibt sie uns als Vorbild: als Beispiel für den Glauben und für die Bekehrung, nachzuahmen.
- Gewissensfrage: Lebe ich als Christ in der Welt wie ein Aufruf zur Bekehrung?

Samstag, 18. Dezember 2010

Zum Evangelium des Viertes Adventssonntages (A)

Zum Evangelium des Vierten Adventssonntages: eine Einführung.

Das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.

Der Stammbaum am Anfang des Matthäusevangeliums ist nicht als Beitrag zur Ahnenforschung gemeint, sondern als theologische Aussage über Jesus und über den Sinn der Geschichte Israels. Jesus ist der Christus, der Messias. Und seine Geschichte ist das eigentlich Bewegende durch alle Geschlechterfolgen hindurch. Er ist der Verheißene, seit David und seit Abraham. In ihm hat die Geschichte Israels ihr Ziel erreicht, an ihm wird sich der weitere Weg Israels und aller Völker entscheiden.
Das heutige Evangelium steht unter der zentralen Aussage: "Gott ist mit uns". Der Evangelist zitiert die Weissagung aus dem Propheten Jesaja, um das Geheimnis der Menschwerdung als schöpferisches, rettendes Eingreifen Gottes zu kennzeichnen. Durch die Kraft des Heiligen Geistes hatte Maria Jesus empfangen: ER ist eine reine Gabe der Gnade und darum der Möglichkeiten Gottes und seines Geistes der Liebe.
Josef ist überrascht: er ahnt die Gegenwart Gottes und sein Wirken. Wenn Gott nahe-kommt, dann wird der Gerechte von Gottesfurcht erfasst. Josef war "gerecht", das heißt in der Sprache der Bibel auch: er war gütig. Deshalb wollte er Maria, deren Geheimnis er nicht verstand, im Frieden entlassen. Aber nun wird er selbst zum Mitwisser und Gehilfen des göttlichen Werkes. Auf seine erste Entscheidung, Maria zu entlassen, wird auch er der Erscheinung eines Engels gewürdigt, und auch ihm wird der Wille Gottes geoffenbart. Im Gegensatz zu Ahas nimmt Josef das Zeichen und den Auftrag Gottes an; er wird der gesetzliche Vater Jesu und gibt ihm als solcher auch den Namen Jesus, der bedeutet: Jahwe rettet.

Samstag, 6. November 2010

Zum Evangelium des 32. Sonntages im Jahreskreis, Lesejahr C

Eine Einführung zum Evangelium des 32. Sonntages im Jahreskreis.

Er ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden.

In Jerusalem setzt sich Jesus mit den Vertreten des Judentums auseinander. Die Partei der Sadduzäer anerkannte als Norm ihres Glaubens nur das "Gesetz", d.h. die fünf Bücher Mose. Weil sie dort nichts über die Auferstehung der Toten fanden, lehnten sie diese Lehre als eine rein menschlichen Überlieferung ab, im Gegensatz zu den Pharisäern; Jesus steht in diesem Fall auf der Seite der Pharisäer. Mit der Geschichte, die sie vorbringen, wollen sie Jesus lächerlich machen.
Er aber sagt ihnen zunächst, daß ihre Frage von falschen Voraussetzungen ausgeht, nämlich von der Annahme, die kommende Welt sei nur eine Verlängerung der gegenwärtigen - eine armselige Vorstellung. Die Wirklichkeit ist größer: der Tod wird überwunden sein; die Auferstandenen werden an Gottes Herrlichkeit und an seinem Leben teilhaben; die biologischen Gesetze der gegenwärtigen Welt werden hinfällig sein.
Dann gibt er den Sadduzäern einen Schriftbeweis aus dem Buch Exodus, das auch sie als heilige Schrift annehmen. Die Antwort Jesu gründet sich nicht auf die Wissenschaft, sondern auf den Glauben: Der Gott Abrahams ist ein Gott der Lebenden, und deshalb gibt er das Leben. Nicht von den Toten wird Gott geehrt, sondern von den Lebenden.
Damit wird auch eine Definition der Auferstehung angeboten: Diese ist nicht die Wiederbelebung eines Leichnams. Nur wer für Gott lebt und ihn ehrt, der lebt wirklich; - tot ist, wer nicht für Gott lebt.
In der Welt der Auferstehung werden unser Leben und die Bedingungen völlig neu und verschieden sein im Vergleich mit der jetzigen Welt. Unsere Beziehungen werden eine andere Funktion haben und in anderer Weise gelebt werden.
Was die Auferstehung betrifft, so werden wir dann immer bei Gott sein. Schon in dieser Welt sind wir Christen offen für die kommende Welt und leben in ihrer Erwartung. In diesem Sinne haben wir jetzt schon teil am Leben der Engel.
Darum wird auch das Heiraten nicht mehr als das höchste Gut angesehen: die ehelichen Beziehungen werden eben nicht mehr verabsolutiert; wegen des Reiches Gottes kann ein Mensch sogar auf die Ehe verzichten.
Ein Christ hat einen Lebensstil, der nicht mehr nur diesseitig orientiert ist.

Sonntag, 1. August 2010

kontemplative Einzelexerzitien

JESUS: „Liebe mich, so wie du bist!“
Kontemplative Einzelexerzitien mit Gemeinschaftselementen für Gebetskreisleiter, geistliche Begleiter, Seelsorger oder einfach für solche, die schon mal Exerzitien gemacht haben.
Keine Vorträge; ohne Yoga, ohne Zen…
Sondern: In Stille und im Schweigen täglich vier mal eine Stunde vor dem eucharistischen Christus da sein.
Mit Morgenlob, tägliches Begleitgespräch, Heilige Messe
22.-27. Mai 2011
14.-19. Juni 2011
Leitung: Pater Willibrord Driever OSB
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Nähere Informationen
www.ottilien.de / www.erzabtei.de / www.christ-konkret.de
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Anmeldung: Exerzitienhaus, 86941 St. Ottilien,
Tel.: 08193-71-600; email: exhaus@ottilien.de

Dienstag, 4. August 2009

Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu











Unsere Klosterkirche ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Der Freitag in der Woche nach dem Fronleichnamsfest ist das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Diesen Tag begehen wir in St. Ottilien immer mit einer besonderen Festlichkeit. Am Abend halten wir eine eucharistische Anbetung: 20 Uhr: Herz-Jesu-Rosenkranz, danach Aussetzung des Allerheiligsten, dann eine gestaltete Anbetung mit meditativen Texten und Lobpreis-Liedern, musikalisch begleitet von der Gruppe TOTUS TUUS. Hier einige Fotos von der diesjährigen eucharistischen Anbetung.