Vor einigen Tage habe ich eine Wallfahrt gemacht zum Grab des heiligen Pater Pio in San Giovanni Rotondo. Ich habe mir sehr viel Zeit genommen, um die Mosaiken auf dem Weg zur Unterkirche und in der Unterkirche zu betrachten. Dabei half mir eine Schrift: Marko I. Rupnik, "Der Weg zum Palast des Königs im Himmel": Eine Erklärung der Mosaiken.
Mehrere Bilder haben mich persönlich angesprochen. Bei einem Bild jedoch dachte ich an so manche schriftliche und mündliche Diskussion in Deutschland über das, was die Leute sagen, was die Kiche sei...
Es ging um das folgende Bild und die Beschreibung:
"CHRISTUS KOMMT DUCH DIE GESCHLOSSENE TÜR UND HAUCHT DEN JÜNGERN DEN HEILIGEN GEIST EIN FÜR DIE VERGEBUNG DER SÜNDEN.
Durch die Vergebung der Sünden lässt und der Heilige Geist in der Kirche an der Auferstehung Christi teilhaben.
Die Kirche ist der Ort, wo man den Tod überwindet. Dank der Sündenvergebung, die dir Verbindung mit Gott wieder herstellt und uns mit Christus vereint, wechseln wir von einer vom Tod verdorbenen Zeit zu einem unvergänglichen Leben. Mit der Sündenvergebung mittels des Heiligen Geistes gelangen wir mit Christus und in Christus zur ewigen Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott."
Soweit der Text.
Was mich beeindruckte:
1. diese fraglose Selbstverständlichkeit der Aussage.
2. diese unschuldige Unbekümmertheit.
3. dieses Nicht-Problematisieren.
4. die Glaubenssicherheit, die sich darin verbirgt und offenbart.
5. die Dankbarkeit für diese von Gott geschenkte sakramentale Realität.
6. der Blick auf das Wesentliche.
7. die Klarheit der Erkenntis der Vernunft im Licht des Glaubens.
Was mich besonders angesprochen hatte, war der Satz: "Die Kirche ist der Ort, wo man den Tod überwindet."
Es kam der Wunsch auf: Mögen doch alle, die von der Kirche und über die Kirche reden, sich ärgern, auf ihre Sünden und Fehler hinweisen und deswegen austreten... von diesem Mysterium eine Ahnung bekommen.
Mögen doch Zeugen auftreten, die dieses Mysterium bezeugen.
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Freitag, 12. August 2011
Montag, 31. Mai 2010
Aktualität des Wortes Gottes
Drei Ebenen:
1. Der heutige (2. Juni) Gedenktag des heiligen Justin. Justin, ein aus Nablus stammende Heide, um 100 n. Chr. geboren, studierte mit größtem Eifer die Philosophie, doch wurde er von allen enttäuscht, bis er schließlich bei den Christen - so seine Worte - "die allein zuverlässige und wahre Philosophie" fand. In Rom eröffnete er eine Schule im Sinn des jungen Christentums, hielt öffentliche Disputationen und widmete sich der Verteidigung des christlichen Glaubens.
Unter Mark Aurel erlitt er mit seinen Gefährten um 165 das Martyrium.
In den Prozessakten ist seine Verteidungsrede protokolliert. Daraus zwei Zitate:
"Alles Wissen suchte ich zu lernen und blieb schließlich bei der wahren Lehre der Christen, auch wenn sie den im Irrtum Befangenen nicht gefällt...
Niemand, der folgerichtig denkt, kann von der Gottesfurcht zur Gottlosigkeit abfallen" (Lektion Studenbuch II/5, S. 275f.)
2. Die sog. "Bahnlesung": die von der Kirche für die Eucharistiefeier am Dienstag der 9. Woche im Jahreskreis vorgesehenen biblischen Lesungen: nämlich 2. Petrusbrief 3,12-18 und das Evangelium Markus 12,13-17.
3. Unsere moderne neuheidnische Religiosität in der Gestalt der Esoterik.
Und nun die Verbindung:
1. Selbst die Gegner und Feinde Jesu mussten anerkennen und zugeben, daß Jesus immer die Wahrheit sagt und wirklich den Weg Gottes lehrte (Evangelium).
2. Das erkannte auch der zunächst als Heide aufgewachsene Justin: Das Evangelium als "die allein zuverlässige und wahre Philosophie".
3. Heute erleben wir, daß viele Getaufte, aber nicht Evangelisierte, sich von der vernunftgemäßen Offenbarung Gottes abwenden und sich den irrationalsten Systemen der Esoterik zuwenden. Wir erleben aber auch, dass ehemals in der Esoterik Gefangene nach langen Suchbewegungen "die allein zuverlässige und wahre Philosophie" des Evangeliums entdecken.
4. Der Apostel Petrus warnt uns in der Lesung, uns nicht "von dem Irrtum der Gottesverächter mitreißen" zu lassen, den Halt zu verlieen und zu Fall zu kommen. Er gibt aber auch eine Empfehlung: "Wachset in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!" Deutliche Worte in der zweiten Enzyklika der Kirchengeschichte.
Übrigens: Der Präfekt Rusticus verkündete das Urteil über Justin und seine Gefährten: "Diese lehnen es ab, den Göttern zu opfern und dem Befehl des Kaisers zu gehorchen. Sie sollen gegeißelt werden und dann nach der Vorschrift des Gesetzes mit der Strafe der Enthauptung büßen."
Das ist (noch) nicht aktuell.
1. Der heutige (2. Juni) Gedenktag des heiligen Justin. Justin, ein aus Nablus stammende Heide, um 100 n. Chr. geboren, studierte mit größtem Eifer die Philosophie, doch wurde er von allen enttäuscht, bis er schließlich bei den Christen - so seine Worte - "die allein zuverlässige und wahre Philosophie" fand. In Rom eröffnete er eine Schule im Sinn des jungen Christentums, hielt öffentliche Disputationen und widmete sich der Verteidigung des christlichen Glaubens.
Unter Mark Aurel erlitt er mit seinen Gefährten um 165 das Martyrium.
In den Prozessakten ist seine Verteidungsrede protokolliert. Daraus zwei Zitate:
"Alles Wissen suchte ich zu lernen und blieb schließlich bei der wahren Lehre der Christen, auch wenn sie den im Irrtum Befangenen nicht gefällt...
Niemand, der folgerichtig denkt, kann von der Gottesfurcht zur Gottlosigkeit abfallen" (Lektion Studenbuch II/5, S. 275f.)
2. Die sog. "Bahnlesung": die von der Kirche für die Eucharistiefeier am Dienstag der 9. Woche im Jahreskreis vorgesehenen biblischen Lesungen: nämlich 2. Petrusbrief 3,12-18 und das Evangelium Markus 12,13-17.
3. Unsere moderne neuheidnische Religiosität in der Gestalt der Esoterik.
Und nun die Verbindung:
1. Selbst die Gegner und Feinde Jesu mussten anerkennen und zugeben, daß Jesus immer die Wahrheit sagt und wirklich den Weg Gottes lehrte (Evangelium).
2. Das erkannte auch der zunächst als Heide aufgewachsene Justin: Das Evangelium als "die allein zuverlässige und wahre Philosophie".
3. Heute erleben wir, daß viele Getaufte, aber nicht Evangelisierte, sich von der vernunftgemäßen Offenbarung Gottes abwenden und sich den irrationalsten Systemen der Esoterik zuwenden. Wir erleben aber auch, dass ehemals in der Esoterik Gefangene nach langen Suchbewegungen "die allein zuverlässige und wahre Philosophie" des Evangeliums entdecken.
4. Der Apostel Petrus warnt uns in der Lesung, uns nicht "von dem Irrtum der Gottesverächter mitreißen" zu lassen, den Halt zu verlieen und zu Fall zu kommen. Er gibt aber auch eine Empfehlung: "Wachset in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!" Deutliche Worte in der zweiten Enzyklika der Kirchengeschichte.
Übrigens: Der Präfekt Rusticus verkündete das Urteil über Justin und seine Gefährten: "Diese lehnen es ab, den Göttern zu opfern und dem Befehl des Kaisers zu gehorchen. Sie sollen gegeißelt werden und dann nach der Vorschrift des Gesetzes mit der Strafe der Enthauptung büßen."
Das ist (noch) nicht aktuell.
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