Montag, 23. November 2020

Predigt zum Hochfest Christus König

 

Christkönigssonntag LJ A  (22. November 2020)

Stichpunkte für die Predigt im Hochamt in der Klosterkirche St. Ottilien

Evangelium Mt 25,31-46

·         Gerichtsrede – Bergpredigt, Seligpreisungen. Klammer. Die Summe aller vorausgehenden Gleichnisse.

·         Gerichtsrede: parallel, 2x 6 Werke der Nächstenliebe (Hunger, Durst, Fremd, Nackt, Krank, Gefangen).

·         Großes Staunen.

·         Die Gesegneten fragen: Wann haben wir…?

·         Die Verfluchten (ein schreckliches Wort) beginnen ihre Selbstverteidigung: Wann…?

·         Beide Gruppen erhalten dieselbe Antwort: Was ihr den … getan habt

·         Verflucht aufgrund der Verweigerung. Nicht getan

·         Gesegnet aufgrund der Taten. Was ihr getan habt.

·         Der Weltenrichter identifiziert sich mit den Notleidenden.

·         Beide Gruppen sind sich nicht bewußt, wem ihr Handeln bzw. ihr Verweigern gilt. Was ist der Hintergrund?

·         In den Gemeinden des Matthäus gab es einen Irrtum: die Christen hätten allein schon durch ihre Zugehörigkeit zur Gemeinde beim Endgericht eine bevorzugte Stellung.

o   Jungfrauen mit Lampen, aber ohne Öl

o   Wie der Mann ist zwar bei der Hochzeitsfeier, aber ohne entsprechende Kleidung. = die Leute sitzen am Tisch der Eucharistie, leben aber nicht entsprechend.

·         Der Weltenrichte wird mit einem Hirten verglichen.

·         Die Scheidung läuft nicht zwischen Christen und Heiden.

·         Das Tun, die Werke haben eschatologische Bedeutung. Auf die Liebe kommt es an. Unser Handeln und Nicht-Handeln hat eschatologische Relevanz.

·         Wo ist Gott? – Da, wo Menschen in Not sind.

·         Wo begegne ich Gott? – Da, wo ich aktiv werde.

·         Wer sich von Notleidenden berühren lässt, der begegnet Gott, ohne es zu wissen und ohne es zu erfahren.

·         Wer sich den Notleidenden verschließt und sich in sich selbst verschließt und sich damit auch Gott gegenüber verschließt… Was bleibt ihm denn dann noch? der wählt für sich die Hölle.

·         Wo bleibt da die Barmherzigkeit Gottes?

·         An der fehlt es nie. Aber die Frage: Kann ein Mensch, der sich im Leben und im Sterben den anderen und Gott verschlossen hat, sich für die Barmherzigkeit öffnen? Wir können es nur hoffen.

 

Erste Lesung Ez 34,11-12.15-17

·         Gottes-Rede: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen, mich kümmern… Was war denn zuvor?

·         Gegensatz: zur Führungsschicht in Israel. Hatte versagt. Verantwortung für das Volk nicht wahrgenommen und Macht missbraucht. Die guten Absichten Gottes verstellt.

·         Das hatte die große Katastrophe ausgelöst: Eroberung der Stadt, Zerstörung des Tempels, Deportation des Volkes nach Babylon, Exil.

·         Alles 590 vor Christus.

·         Ezechiel ist mit seinen Leidensgenossen in Babylon.

·         Ezechiel gibt nun eine theologische Deutung der Katastrophe.

·         Er sagt: das alles ist geschehen, weil die Führung versagt hatte.

·         Frage: Wenn Gott der gute Hirte ist, warum hat er dann nicht eingegriffen? Warum nicht Versagen d. Führungsschicht verhindert?

·         Antwort: Gott hatte eingegriffen, immer wieder Propheten. Aber die Verantwortlichen haben nicht gehört.

·         In diesem Zusammenhang steht das Gotteswort: Jetzt aber will ich mich selber um meine Schafe kümmern.

·         Botschaft der Lesung:

·         Aus Katastrophe – Neuanfang

·         Aus Zerbruch – was Ganzes.

·         Das ist Gottes Wesen. – Ist das schon alles?

·         In Geschichte: die Ablehnung Gottes durch den Menschen hat sich immer wiederholt.

·         Bis zum Jahre 30 n. Chr., bis hin zur großen Ablehnung Gottes und seines Angebotes in der Ermordung Jesu. Und Gott hat mit der Auferweckung Jesu geantwortet. Das ist Barmherzigkeit.

·         In dieser Lektüre bekommt die Botschaft der atl. Lesung eine andere Tiefe und Bedeutung:

·         Aus Katastrophe Karfreitags – Neuanfang: Auferweckung Jesu und unsere Auferweckung

·         Aus dem Zerbruch der Gottesbeziehung durch die Ursünde mit den Folgen der Erbschuld – Wiederherstellung des gnadenhaften Urzustandes durch die Taufe als Frucht des Pascha-Mysteriums.

·         Dieses Raster (Katastrophe – Neuanfang; Zerbruch – Ganzes) könnte man auch mal auf das eigene Leben anwenden und sich fragen: Hat sich so etwas auch in meinem Leben ereignet?

 

Zweite Lesung 1 Kor 15 (hier habe ich nur den Aspekt der Parusie ausgeführt)

·         Paulus reagiert auf Mitglieder der Gemeinde Korinth: Leugnung d. A.

·         Christus: Macht des Todes gebrochen.

·         Gott hat den Tod nicht gemacht. Tod = Sold der Sünde.

·         Gegenüberstellung: Christus – Adam, durch ihn kam Sterblichkeit und Tod in die Welt.

·         Durch Mensch kam Tod. Durch Mensch kam Auferstehung.

·         Reihenfolge: Erster ist Christus. Wenn Christus kommt, dann alle, die zu ihm gehören. (Hier Advent):

o   Credo: Et iterum venturus est cum gloria. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit.

o   Nach der Wandlung: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.

o   HG III nach der Wandlung: Wir verkünden sein heilbringendes Leiden, seine glorreiche Auferstehung und Himmelfahrt und erwarten seine Wiederkunft.

o   Nach dem VU: Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers J. Chr. erwarten.

·         Christus auferweckt durch den Vater, d. h.: nicht durch eigene Leistung. Gegen pneumatische Tendenzen:  Leid und Tod überwinden durch Charismen und eigene Geisteskraft, also ohne Gott u. Christus.

·         Dagegen Paulus: Tod allgegenwärtig, Teil des Lebens. Erst am Ende.

·         „am Ende“ recht vage. Vernichtung aller widergöttlichen, lebenszerstörenden Mächte, besonders Tod.

·         Eschatologische Dynamik. Ziel: Gottes Alleinherrschaft, keine Tyrannei.

·         Universale Gottesherrschaft, die am Ender der Zeiten allen und allem gilt, 6x

·         Zu Jesus gehören, d. h., Jesus nachfolgen, Leben und Handeln im Geist Jesu.

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